Pohlheim (rge). In der Christuskirche Watzenborn-Steinberg hieß es am Sonntag in einem Gottesdienst Abschied von zwei Musikern zu nehmen, die in der »Singenden Stadt« Pohlheim in besonderer Weise Musik und Gesang den Menschen auf ihre ganz eigene Weise näher gebracht haben.
Vor dem Gottesdienst, den der Gesangverein »Eintracht« am Sonntag umrahmte, stellten sich nach ihrer erfolgreichen langjährigen Zusammenarbeit der Chor und Hubertus Weimer (mittlere Reihe, 2. von rechts) noch mal zum Gruppenfoto zusammen - als bleibende Erinnerung. (Foto: rge)
Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß freute sich, dass sich der Chorleiter des Männerchores vom Gesangverein »Eintracht« Hubertus Weimer, die Christuskirche für seinen musikalischen Abschied von seinen Sängern ausgesucht hatte. 16 Jahre hatte Weimer in der Eintracht gewirkt und dabei große Erfolge feiern können. Verabschiedet wurde aber auch der Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Eun-Sup Jang.
Er umrahmte nach dem Vertretungsjahr für die aus dem Baby-Jahr zurückkehrende Yoerang Kim-Bachmann den Gottesdienst letztmals an der Orgel. Allerdings wird Jang am kommenden Sonntag den Höhepunkt seines musikalischen Wirkens in der Gemeinde erst noch erleben können. Dann wird am 27. Juni um 19.30 Uhr unter seiner Gesamtleitung Händels Oratorium »Der Messias«vom Evangelischen Kirchenchor mit großem Orchester der Kammerphilharmonie Bad Nauheim und bekannten Solisten aufgeführt werden.Im Gottesdienst betonte Hofmann-Weiß die Bedeutung der Musik für die Menschen und freute sich, dass Jang an der Orgel mit dem Spiel einer Bach-Toccata ihr einen persönlichen Wunsch erfüllt habe.
Thematisch passend zu den beiden Musikern hatte sie in ihrer Predigt das Leben und die Arbeit des Kirchenliederdichters Joachim Neander (1650-1680) in den Mittelpunkt gestellt und dabei betont, dass die Musik den Blick auf das Schöne, Gute und Dankbare öffne.
Beim scheidenden Kantor Eun-Sup Jang habe man immer die Liebe und Begeisterung zum Glauben und der Musik gespürt, attestierte sie dem jungen sympathischen Kirchenmusiker aus Korea. Den Menschen habe er immer Wertschätzung und Sympathie entgegen gebracht, so die Pfarrerin. Sie wünschte ihm auch im Namen der Gemeinde alles Gute und übergab ein Geschenk sowie ein ausgezeichnetes Zeugnis seiner kirchenmusikalischen Arbeit in der Gemeinde. Weimer und der »Eintracht«-Chor hatten sich zum Abschied noch einmal zur Umrahmung des Gottesdienstes das bei den Chorfreunden seit vielen Jahren besonders beliebte Spiritual »Jerusalem« ausgesucht.
Eindrucksvoll intonierten die Chorsänger mit Bass-Bariton Gerhard Angstenberger als Solist unter seiner Leitung das christliche Chorwerk. Aber auch mit dem sakralen »Agnus Dei« und dem »Segne und Behüte« zeigte der Chor noch einmal vor allem in Punkto Intonation, gesanglicher Einfühlsamkeit und Tonreinheit die Handschrift von Chorleiter Hubertus Weimer. Bereits beim Einsingen am frühen Sonntagmorgen in der Volkshalle wurde Hubertus Weimer mit einem Dankeslied von einem seiner Sänger überrascht.
In unserer Sonderbeilage zum 40-jährigen Jubiläum der Stadt Pohlheim mit ihren Stadtteilen Dorf-Güll, Garbenteich, Grüningen, Hausen, Holzheim und Watzenborn-Steinberg.