Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Pohlheim »

ARS-Schüler verbanden Einsatz in Natur mit Bio-Unterricht

Artikel vom 07.02.2012 - 17.43 Uhr

ARS-Schüler verbanden Einsatz in Natur mit Bio-Unterricht

Pohlheim (pm). Schüler der Adolf-Reichwein-Schule haben sich intensiv für die heimische Natur eingesetzt.

Lupe - Artikelbild vergrössern
»Wenn sich Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung zusammen mit dem Umweltbeauftragten der Stadt Pohlheim und freiwilligen Helfern außerhalb der Schule treffen, um praktischen Umweltschutz mit handlungsorientiertem Biologieunterricht zu verbinden (und das am unterrichts- bzw. arbeitsfreien Samstag!), ist das schon eine tolle Sache«, zeigt sich Norbert Kissel, Leiter der Adolf-Reichwein-Schule in einer Pressemitteilung erfreut. Wenn dabei zudem ökologisch wertvolle Ausgleichsflächen für Bauvorhaben geschaffen werden und damit eine Schule seit Jahren freiwillige Leistungen für ihre Stadt erbringe, sei das außergewöhnlich.

Das Umweltprojekt »Gilderwiesenberg« gehört seit zehn Jahren zum festen Unterrichtsprogramm an der ARS, die hierfür bereits den Umweltpreis der Stadt erhalten hat. Es geht um die Renaturierung eines Halbtrockenrasens nahe des Limes zwischen Garbenteich und Dorf-Güll. Im Mittelalter dehnte sich dort eine beweidete Heidelandschaft aus, die durch ihren besonderen Untergrund eine ganz besondere Vegetation hervorbrachte. Insbesondere in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt, sei sie von Dornhecken überwuchert, erläutert Kissel. Kai Pieter Stehn-Nix, Umweltbeauftragter der Stadt Pohlheim, rief zusammen mit Kissel das Projekt ins Leben. In der kälteren Jahreszeit sorgt die Schulgemeinde seitdem jährlich für Entbuschen – mit Unterstützung des Umweltbeauftragten und ehrenamtlich tätiger Fachfirmen. Das Ergebnis: Knapp
10 000 Quadratmeter wertvolle Heidelandschaft, die durch Schafbeweidung in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleibt. Dabei gibt es neben dem Gehölzschnitt auch immer sehr viel Biologisches zu bestaunen, Funde die vom Dickicht freigegeben werden und Schülern wie Lehrern bestes Anschauungsmaterial für viele Bereiche des Biologieunterrichts liefern. Am Samstag wurde die Kampagne eröffnet, einem gelungenen Auftakt bei zweistelligen Minusgraden zwar, dafür aber bei strahlendem Sonnenschein. Und wie in jedem Jahr stieß man bald zwischen Wurzeln, Moos und Gestrüpp auf interessante Funde. So entdeckten die kleinen und großen Umweltforscher das vollständige Skelett eines Fuchses. Lehrerin Sabine Hasselbach, Fachleiterin Biologie, Leiterin der Umwelt-AG und Projektbeauftragte für den Gilderwiesenberg an der ARS, durfte sich wieder über zahlreiche Naturfreunde freuen, die Dornhecken schnitten, das Gehölz zusammentrugen und verbrannten. Die Baumpflege-Fachfirma Klingelhöfer aus Pohlheim leistete mit schwerem Gerät kostenlose Unterstützung.

Für das leibliche Wohl sorgten Kaffee und Tee und die heißen Würstchen aus der ARS-eigenen Gulaschkanone »Emma«. In zwei Wochen wird die nächste Aktion starten. Fotos unter www.giessener-allgemeine.de/kreis

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 07.02.2012 - 17.43 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang