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Wieso riecht die Eiscreme so gut?

Artikel vom 18.03.2010 - 17.00 Uhr

Wieso riecht die Eiscreme so gut?

Ortenberg (sax). Wie in Deutschland das Gesundheitsamt mit Unternehmen in Sachen Hygiene zusammenarbeitet, erfuhr jetzt eine chinesische Delegation in einer russischen Eisfabrik.
Lebensmittelkontrolleurin Veronika Ibrahim erklärt Dolmetscherin Wen Sufang und Zhang Yan, Assistent des Präsidenten, die Bedeut
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Lebensmittelkontrolleurin Veronika Ibrahim erklärt Dolmetscherin Wen Sufang und Zhang Yan, Assistent des Präsidenten, die Bedeutung konstant niedriger Temperaturen für die Eisqualität und Keimfreiheit. (Foto: sax)
Für die internationale Begegnung im Rahmen eines Projekts der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) war ausgerechnet der beschauliche Stadtteil Selters ausgesucht worden,

Dort hatte der Russe Viktor Lutovinov 2004 die insolvente Molkerei mit der dazugehörigen Eisfabrik gekauft. Gerd Hoven, den Lutovinov als technischen Leiter gewinnen konnte, berichtete, dass Eiscreme in Russland sehr beliebt sei. Mit der Ortenberger Fabrik wollte man von Importen großer Konzerne unabhängig werden. Deshalb bekam das Unternehmen den Namen »Alter West«, Alternative zum Westen. Inzwischen hat Hoven die kleine Produktionsstätte auch als Lieferant mehrerer Supermarktketten etabliert.

»Das wichtigste ist die Produktion, und da ist alles vorbildlich«, lobte Dr. Veronika Ibrahim, Lebensmittelkontrolleurin vom Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Wetteraukreises, das Unternehmen. Deshalb habe man die Eisfabrik ausgewählt, um den Chinesen zu zeigen, wie das deutsche Kontrollsystem funktioniert. Denn die Kontrolle, welche die Gäste erlebten, war keine abgesprochene Schauveranstaltung. Auch hier fand Ibrahim kleinere Unregelmäßigkeiten, das Gesamtbild jedoch stimmte.

So bemerkte sie gleich zu Beginn, dass eine Mitarbeiterin ihre Arbeitsschuhe in den Spind für die Straßenkleidung gestellt hat. Es sei wichtig, Straßen- und Arbeitskleidung konsequent zu trennen, erläuterte sie den Hygienegrundsatz. Beim weiteren Rundgang fielen die häufigen Desinfektionseinrichtungen und Schleusen auf. Ein Durchgang ist erst möglich, nachdem die Hände auf Keimfreiheit geprüft wurden.

Alle Betriebsvorgänge, die für die Qualität wichtig sind, werden regelmäßig überwacht und protokolliert. »Das ist ein Eigenkontrollsystem, das die Firma im eigenen Interesse macht«, erklärte Dr. Rudolf Müller, Leiter des Veterinäramtes. Denn ebenso wie die Lebensmittelüberwachung würden auch große Abnehmer im Lebensmittelhandel auf einwandfreie Qualität achten.



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Artikel vom 18.03.2010 - 17.00 Uhr
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