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Römer und Germanen zu Gast auf Burg Lißberg

Artikel vom 26.07.2011 - 13.17 Uhr

Römer und Germanen zu Gast auf Burg Lißberg

Ortenberg-Lißberg (rad). »Es gibt kaum eine Burg in unserem engeren Heimatland, die an geschichtlichen Ereignissen so reich ist wie das im Kreis Büdingen gelegene Lißberg«, sagt Heimatforscher Peter Nieß. Deshalb haben sich die Veranstalter des Mittelaltermarktes, das Ehepaar Esther und Lars Corsmeyer, etwas Besonderes ausgedacht.

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Lars und Esther Cormeyer (2. und 3. von links) erklären mit dem Aachener Autor Michael Kuhn und dessen Verleger Lars Neger (4. und 5. von links) sowie Mitgliedern der »Lißberger Troßküche« das Programm des »Mittelaltermarkts Burg Lißberg«, der im August stattfindet.
Die beiden stellen ihre Events unter das Motto einer fortlaufenden Zeitreise, bei der jeweils andere Ereignisse aus der Geschichte Lißbergs und der Wetterau einfließen. Nach dem Vulkanfeuer und einem Ausflug in die keltische Vergangenheit der Region sind in diesem Jahr die Römer und Germanen auf Burg Lißberg zu Gast, wie die Veranstalter jetzt in der renovierten Burghalle erklärten.

Am 20. und 21. August verwandelt sich das Burggelände in einen quirligen, spannenden Ort, an dem der Alltag längst vergangener Zeiten wieder lebendig wird. »Vielen Handwerkern können die Besucher bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, darunter dem Drechsler, dem Goldschmied und dem Holzschnitzer, der in Handarbeit Gebrauchskunst vom Trinkgefäß bis zur Haarspange fertigt. In Workshops können Besucher ihre Kunstfertigkeit selbst erproben, etwa beim Langbogen bauen«, erklärt Esther Corsmeyer.

Adlige, Ritter, Knappen, Bauern und Bettler werden sich unters Publikum mischen. Göttin Fortuna öffnet ihr Füllhorn für die kleinen Besucher, der Zauberer Magister Leporino und der Gaukler Nils bringen zum Staunen und Lachen. Kinder können töpfern, filzen, Speckstein schnitzen, Stockbrot backen oder sich im Märchenzelt in magische Welten entführen lassen oder beim Schmied selbst den Hammer schwingen.

Bei den Stammgästen bekannt und beliebt sind die und »Fafnir«. Auch die »Danze Liut« aus Büdingen werden mit ihren anmutigen und informativen mittelalterlichen Tanzvorführungen nicht fehlen. Zu den Höhepunkten gehören die Feuershows vor der erleuchteten Burgkulisse am Samstagabend.

Neben dem Burggelände ist das »Weltgrößte Drehleier- und Dudelsack-Museum« angesiedelt. Es ist an beiden Tagen geöffnet, so dass sich die Marktbesucher einen Überblick über Entstehung und Geschichte der Instrumente verschaffen können. Damit die Gäste die »Faszination Drehleier« auch selbst erleben können, wird ein Einsteiger-Workshop angeboten. Am Samstag beginnt um 19 Uhr ein Konzert mit dem »Con Amore«-Quartett in der Kirche Dabei werden Volkslieder aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit vorgetragen und in ihren Ursprüngen erklärt.



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