Wetteraukreis (hed/pm). In der Nacht zum Montag gab es für die Mitarbeiter der Netzleitstelle der Ovag nur wenig Schlaf: Die teils heftigen Gewitter über der Wetterau hatten für mehrere Stromausfälle gesorgt.
Getroffen: Die Ovag-Station in Konradsdorf nach dem Blitzeinschlag. (Foto: pv)
Betroffen waren Büdingen, Friedberg, Ober-Mörlen und Altenstadt.
Mit geschätzten 50 000 Euro entstand der größte Schaden in einer Station in Konradsdorf, wo ein Blitz in der Nacht zum Sonntag direkt in den Dachstuhl einschlug.
»Extrem starke Gewitter, die sich zudem lange hielten«, waren nach Worten von Alfred Kraus (Leiter Ovag-Netzservice) verantwortlich für Stromausfälle an mehreren Stellen im Versorgungsgebiet. Meistens habe es sich dabei um die in solchen Situationen typischen Drei-Minuten-Ausfälle gehandelt. »Schlägt ein Blitz direkt auf einer Freileitung ein, schaltet diese sich selbsttätig aus und wird - wenn keine anderen Erkenntnisse vorliegen - von der Netzleitstelle routinemäßig nach drei Minuten wieder zugeschaltet«, erklärt Kraus. Misslinge dies, liege ein größerer Schaden vor. »In allen Fällen nahmen die Kollegen in der Nacht noch eine Ortsbegehung vor. Es hätte ja sein können, dass Leitungsteile oder Isolatoren beschädigt wurden.«
So geschehen in Ortenberg: Hier dauerte es gut 20 Minuten, bis der durch den Blitzschlag entstandene Brand gelöscht werden konnte. Das Feuer zerstörte die im Dachgeschoss verlegten Hochspannungsleitungen. Kraus: »Trotz des Schadens, konnten unsere Fachleute nach etwa 15 Minuten die Stromzufuhr in der Region Ortenberg wieder sicherstellen.« Für das Hofgut Konradsdorf mit seinem großem Viehbestand wurde ein Notstromaggregat zur Verfügung gestellt. Gestern war die Ovag dabei, eine provisorische Leitung aufzubauen. Nach Schätzungen von Kraus wird es zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen, um die Station zu reparieren.