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Bleichenbacher BI will gegen Lärm und Schmutz vorgehen

Artikel vom 06.08.2011 - 12.00 Uhr

Bleichenbacher BI will gegen Lärm und Schmutz vorgehen

Ortenberg-Bleichenbach (rad). Schmutz, Lärm und die unbefriedigenden Möglichkeiten der offiziellen Stellen, diesen unangenehmen Phänomenen im Interesse der Bürger entgegenzutreten.

Diese drei Themen standen im Mittelpunkt eines Informationsabends, den Ortsvorsteher Harald Nixdorf angeregt hatte. Mit der steigenden Belastung, die im Zuge der Erweiterung des Steinbruchs in Bergheim auftritt, hatte sich bei dieser Gelegenheit eine beachtliche Zahl betroffener Bürger in Bleichenbach auseinandergesetzt.

Viele Informationen zum aktuellen Stand der Problematik erhielten sie dabei von Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring und dem Geschäftsführer der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie, Dr. Werner Böhm.

Aus dieser Veranstaltung heraus hat sich die Bürgerinitiative (BI) Bleichenbach gebildet, die den zunehmenden Belastungen und Beeinträchtigungen durch den Durchgangsverkehr entgegenwirken will. Zurzeit setzt sich die BI aus einer Gruppe von etwa einem Dutzend Aktivisten zusammen. Dahinter, so die Verantwortlichen, stünden weitere 50 Anwohner, die die Arbeit unterstützzen.

Jetzt wurde Joachim Lack zum Sprecher der Aktivistengruppe gewählt, der die bisherige und zukünftige Arbeit der engagierten Bürger vorstellt: »In einer ersten Aktion haben sich die Bürger von Bleichenbach gegen die Erweiterung des Steinbruchbetriebs im Stadtteil Bergheim ausgesprochen. Durch die Erweiterung ist zu befürchten, dass die Transporte durch unseren Ort weiter zunehmen.« Bis heute hätten etwa 50 Einwohner in persönlichen Schreiben dem Regierungspräsidenten ihre Einwände gegen die Erweiterung des Steinbruchbetriebs dargelegt. In den vergangenen Tagen hat die Initiative auch eine Homepage auf den Weg gebracht. »Auf diesem Weg wollen wir unsere Forderungen dokumentieren und eine Kommunikations-Plattform anbieten«, erklärt Lack. Diese Homepage ist erreichbar unter www.buergerinitiative-bleichenbach.info . »Bleichenbach liegt an der viel befahrenen Bundesstraße B 457. In den letzten Jahren ist eine stetige Zunahme des Durchgangsverkehrs, insbesondere des Schwerlastverkehrs, zu verzeichnen. Dies führt zu einer ständigen Zunahme der Lärm- und Schmutzemissionen. Darunter leiden nicht nur die Lebensqualität und Gesundheit der Anwohner, sondern es treten in zunehmenden Maße auch Schäden an den Gebäuden auf«, bringen hier die Aktivisten die Thematik auf den Punkt.

Neben Informationen zur Verkehrsbelastung mit den Unterpunkten Durchgangsverkehr, Verkehrsstatistik, Straßenschäden und Emissionen gibt es für Nutzer auch Links zur Stadt Ortenberg, zu den Themengebieten Umwelt und Verkehr sowie dem Bergrecht, die für die Arbeit der BI relevant sind. Dieser Punkt erleichtere »den schnellen zentralen Zugriff auf Informationen, die man in der Regel nur an vielen verteilten Stellen im Internet finden«, erklären die Aktivisten.

Für die kommenden Monate plane die BI einen Aktionstag, bei dem alle Betroffenen aufzeigen wollen, dass die Belastung der Ortsdurchfahrt ihre Grenzen erreicht hat. »Weiterhin werden wir eine Dokumentation der umfangreichen Straßenschäden in Wort und Bild erstellen«, kündigt der Sprecher an. Diese Dokumentation solle den Behörden verdeutlichen, in welch schlechtem Zustand die Durchgangsstraße ist. »In diesem Zusammenhang werden wir auch ansprechen, dass im Frühjahr in allen umliegenden Ortschaften die Schäden aus dem letzten Winter bereinigt wurden. Nur in Bleichenbach hat man dies unterlassen, da den Behörden wohl klar ist, dass hier die Straßenschäden nicht einfach mit ein paar Schaufeln Asphalt zu reparieren sind.«

Die Aktivisten treffen sich im 14-tägigen Rhythmus jeweils montags um 20 Uhr in der alten Schule. Der nächste Termin steht am 15. August an.

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