Ober-Mörlen (hau). Seit acht Jahren hat der Neujahrsempfang der Gemeinde seinen festen Platz im Terminkalender. Bürgermeister Sigbert Steffens verlieh am Freitagabend im Rahmen des Empfangs den Ehrenamtspreis an Naturschützer Maximilian Burk.
Naturschützer Maximilian Burk erhält den Ehrenamtspreis der Gemeinde. Bürgermeister Sigbert Steffens (r.) und Christian Freiherr von Schäffer-Bernstein beglückwünschen ihn. (Foto: Hausmanns)
Unter den zahlreichen Gästen im Dorfgemeinschaftshaus von Langenhain-Ziegenberg konnte der Rathauschef auch die drei Bürgermeisterkandidaten sowie erstmals Landrat Joachim Arnold begrüßen. Die musikalische Gestaltung des Empfangs lag in Händen des Bad Nauheimer Harfen-Ensembles »Saitensprünge«.
Unter dem Jahres-Leitspruch »Auf eingefahrenen Wegen kommt man an kein neues Ziel« fasste Steffens seinen Appell an die Orientierung an individuellen Stärken zusammen. Jeder möge sich zum Energie schöpfen auf das besinnen, was die Heimat liebenswert mache. Als besondere Leistungen Ober-Mörler Bürger im vergangenen Jahr nannte Steffens den Jugendliteraturpreis der Ovag für Julia Krampitz, den zweiten Platz beim HR-Contest für die Band »Colors of Blue« mit dem Ober-Mörler Pius Burk sowie das Silberjubiläum der Schafbeweidung durch Wilhelm Weißelberg.
»Die Infrastruktur in Ober-Mörlen stimmt«, sah Landrat Arnold hervorragende Perspektiven für das Dorf und lobte: »Diese 6000 Einwohner haben’s in sich«. Im Wetteraukreis rangiere Ober-Mörlen hinter Bad Vilbel und Rosbach an dritter Stelle in Sachen Gewerbesteueraufkommen. Pro Kopf seien das im Schnitt über 750 Euro per anno und damit um die Hälfte mehr als beispielsweise in seinem Heimatdorf Wölfersheim.
Stellvertretend für das innovative Gewerbe im Dorf stellten sich zwei Firmen vor. Die weltweit agierende Meyer-Haake GmbH siedelte sich vor gut einem Jahr mit ihrem Vertriebszentrum im Gewerbegebiet an. Heike Jorden und Jürgen Meyer-Haake überraschten mit einer breiten Palette chirurgischer Geräte. Derweil hat das Weltunternehmen Hochdruck-Reduziertechnik (GHR) seit fast 30 Jahren seine Zentrale in Ober-Mörlen. Mit der Entwicklung moderner Brennstoffzellen-Fahrzeuge und mobiler Wasserstofftankstellen versetzte Jan Andreas in Staunen und sagte: »An Ober-Mörlen geht kein Weg vorbei«.
»Personifizierter Naturschutz«
Zum Ehrenamtspreis führte der Laudator, Parlamentsvorsteher Gerd-Christian von Schäffer-Bernstein, aus, dass sich in Deutschland jeder Dritte ehrenamtlich engagiere. In Anbetracht der leeren öffentlichen Kassen werde die Gesellschaft in Zukunft noch mehr auf den freiwilligen Einsatz angewiesen sein. Maximilian Burk bezeichnete er als den »personifizierten Naturschutz in unserer Gemeinde«. Unter den zahllosen Aufgaben Burks während der letzten 33 Jahre ging der Laudator auf einige Meilensteine ein.