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»Alle Hallen-Alternativen vorbehaltlos prüfen«

Artikel vom 03.03.2010 - 16.00 Uhr

»Alle Hallen-Alternativen vorbehaltlos prüfen«

Ober-Mörlen (en). Obwohl der Gemeindevorstand festgestellt habe, dass aktuell an den Neubau einer Halle aufgrund der finanziellen Lage nicht zu denken sei, hielten SPD, FWG und Grüne am Neubau für eine Sporthalle auf dem Lekkerkerkplatz fest, kritisiert die CDU und macht ihren Standpunkt deutlich.
Die Usatalhalle bleibe ein Fass ohne Boden. Hunderttausende Euro habe man in Sanierungsmaßnahmen gesteckt - »ohne wesentliche Nutzungsverbesserungen«. Für 2010 und 2011 hätten SPD, FWG und Grüne weitere 400 000 Euro für die Sanierung beschlossen. Doch auch danach entspreche die Halle nicht den Ansprüchen an eine adäquate sportliche oder kulturelle Nutzung. Sie bleibe eine »Missgeburt«, wie auf der Bürgerversammlung zu Recht gesagt worden sei.

Mangels Alternative müsse sie aber mittelfristig weiter genutzt und dafür in Stand gehalten werden. Daher habe die CDU-Fraktion einer neuen Heizung zugestimmt, die immerhin so angelegt ist, dass sie auch in eine mögliche neue Halle wieder eingebaut werden könne.

Dass SPD, FWG und Grüne als Investition für 2011 lediglich 2 Millionen Euro für den Hallenneubau auf dem Lekkerkerkplatz eingestellt hätten, sei unglaubwürdig - diese zusätzliche Sporthalle koste 4,6 Millionen Euro. Das habe 2008 das Architekturbüro in einer Bürgerversammlung mitgeteilt. Mit einer Kostensteigerung über die Jahre sei zu rechnen. Die CDU: »Aus eigenen Mitteln ist dies nur schwer finanzierbar.«

Die notwendige Errichtung von Lärmschutzwänden verursache weitere Kosten. Außerdem hätten SPD, FWG und Grüne für den Preis der Sporthalle auf dem Lekkerkerkplatz einem Nutzungsverbot der neuen Halle ab 22 Uhr zugestimmt. Die CDU lehne Nutzungsbeschränkungen und Lärmschutzwände für eine Millionen schwere, neue Halle - nur um den Standort Lekkerkerkplatz auf Gedeih und Verderb zu erhalten - kategorisch ab.

Eine neue Halle sei nur verantwortbar, wenn eine zumindest teilweise Gegenfinanzierung gesichert sei. Dies könne durch einen Neubau an einem anderen Standort geschehen durch den Verkauf des derzeitigen Hallengeländes. Dabei sei man nicht auf die Einbindung eines Investors fixiert, schließe dies aber im Gegensatz zu SPD, FWG und Grüne nicht aus. Die CDU: »Wir sind offen für die Prüfung verschiedener Finanzierungskonzepte.«

Alle sachlichen Erwägungen sprächen dafür, sich so bald wie möglich vom Lekkerkerkplatz als Hallenstandort zu verabschieden. Alternative Standorte und Finanzierungsmöglichkeiten müssten vorbehaltlos geprüft werden. Das Gebiet »In den Weiden« sei nur eine Möglichkeit, die auch vom Bürgermeister favorisiert werde, zumal das Gelände bereits überwiegend in Gemeindehand befinde.

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Artikel vom 03.03.2010 - 16.00 Uhr
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