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AWO: Vom Leselernhelfer bis zum Seniorentreff

Artikel vom 26.01.2012 - 16.22 Uhr

AWO: Vom Leselernhelfer bis zum Seniorentreff

Ober-Mörlen (hau). »Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…« – im übertragenen Sinn könnte Udo Jürgens’ Motto auch für die Ober-Mörler Arbeiterwohlfahrt stehen. Just dieses Alter hat der Ortsverein im bundesweiten Wohlfahrtsverband heuer erreicht, und er ist so rührig wie lange nicht.

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Gesungen, geschwätzt, gespielt und die »grauen Zellen« trainiert wird beim Treff im »Gaulskopf«. (Fotos: pv)
»Wir erheben die Stimme für Menschen, die sonst nicht gehört werden«, erklärt die Vorsitzende Waltraud Neisel. Die aktuellen Projekte richten ihren Fokus vor allem auf die Kinder und Senioren in der Doppelgemeinde.

Gut angenommen würden die naturkundlichen »Wiesentage« für die Kindergartenkinder, erzählt Michael Bentele von Expeditionen ins Tier- und Pflanzenreich. Ein zentrales Anliegen ist den ehrenamtlich Engagierten die Hilfe für Grundschüler beim Lesenlernen. »Derzeit betreuen 13 Leselernhelfer 20 Wintersteinschüler«, berichten Sigrid Brauburger und Gabi Zimmer-Rüfer. Sie wollen »den Kindern zeigen, dass Lesen Spaß macht und wichtig ist«. Über Verstärkung würde sich das Team freuen.

Seinen ersten Geburtstag feiert in Kürze der Seniorentreff der AWO. Die enorme Nachfrage habe sie selbst überrascht, erzählen Waltraud Neisel und Wolfgang Klingohr. Jeden Montagnachmittag kämen 30 bis 40 ältere Bürger in die Schlosshof-Remise »Gaulskopf« zum geselligen Beisammensein mit Kuchen, Gesellschaftsspielen und ausgesuchten Themen zum Leben im Dorf. Auch Ausflüge und Feiern erfreuten sich großer Beliebtheit. Voll gewesen sei der Saal beim Oktoberfest oder beim Nachmittag mit Märchenerzählerin Rita Mertes.

Auch zur Fastnachtsfeier am 6. Februar erwartet man großen Andrang, zumal dann auch der Geburtstag des Treffs ansteht. »Die Remise ist einfach ideal, auch für gehbehinderte Menschen«, finden die Initiatoren und bedauern, dass sie ihre wöchentlich benötigten Utensilien nicht im Multifunktionsraum lagern können. Das bedeute viele Transporte, habe man doch inzwischen ein Keyboard gekauft, Liederhefte und eine Spieleauswahl zusammengestellt.

Fast täglich sind die ehrenamtlichen AWO-Helfer für ihren Einkaufsservice im Einsatz. Montags bis freitags fahren sie auf Abruf ältere Bürger zum Rewe-Markt am Ortsrand und zurück, stehen beim Einkaufen mit Rat und Tat zur Seite und helfen beim Tragen. Der Donnerstag gehöre vorzugsweise den Langenhainer Senioren, berichtet Walter Scholl – erst recht, seit es im Ortsteil gar keinen Laden mehr gebe. »Eine Art Wochenmarkt wäre schön«, finden die Helfer und könnten sich vorstellen, dass die ohnehin anfahrenden Verkaufswagen und Produzenten aus dem Dorf in beiden Ortsteilen zu bestimmten Zeiten zusammenkommen könnten, beispielsweise auf dem Kirchplatz.



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Artikel vom 26.01.2012 - 16.22 Uhr
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