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Pferdebesitzer machen nun per Petition Druck

Artikel vom 10.02.2012 - 21.52 Uhr

Pferdebesitzer machen nun per Petition Druck

Nidderau (pe). In Kürze wird Bürgermeister Gerhard Schultheiß eine Petition erhalten: Absender ist Manfred Herrmann aus Heldenbergen, der die Reitanlage »An der Nassburg« betreibt. Die Petition könnte bis zu 2000 Unterschriften enthalten. Damit wenden sich Pferdebesitzer und Unterstützer gegen eine angedachte Pferdesteuer.

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Auch für diese Pferde in Heldenbergener Gemarkung müsste Steuer bezahlt werden. (Foto: Grunenberg)
Die ist allerdings noch gar nicht eingeführt, aber bereits im Vorfeld sorgt der von der SPD im Stadtparlament eingebrachte und nach Angaben der Magistratsspitze einstimmig verabschiedete Prüfantrag für Aufregung unter Reitern und Reitstallbesitzern. Und die machen nun auch per Internet-Petition mobil gegen eine solche Abgabe. Die Zahl der Unterschriften steuert auf 2000 zu.

Auslöser war ein SPD-Antrag im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2012. Darin heißt es, »der Magistrat wird beauftragt, die Möglichkeit der Einführung einer Pferdesteuer zu prüfen«. Zur Begründung heißt es, defizitäre Kommunen wie Nidderau seien gehalten, sämtliche Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen. »Da es in Nidderau große Pferdehaltungen gibt und derzeit zahlreiche hessische Kommunen die Einführung von Pferdesteuern erwägen, sollten auch wir
hierüber nachdenken.«

Doch allein die Anregung, darüber nachzudenken, treibt die Pferdehalter und Reiter auf die Barrikaden. Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Erste Stadträtin Monika Sperzel berichten, die politisch Verantwortlichen der Stadt würden mit E-Mails und Briefen »regelrecht bombarbiert«. Die mögliche Einführung einer Pferdesteuer werde sehr heftig, »zum Teil sogar unter der Gürtellinie« kritisiert.

»Steuer noch nicht eingeführt«

Die Kritiker beachteten jedoch nicht, dass diese Steuer überhaupt noch nicht eingeführt sei. Das Parlament habe dem Magistrat »lediglich einen Prüfauftrag erteilt«. Dabei hätten sowohl der Haupt- und Finanzausschuss als auch das Parlament dem Magistrat diesen Auftrag »einstimmig« erteilt, so Schultheiß und Sperzel. Es sollten die Modalitäten der Einführung einer solchen Steuer eruiert und dem Stadtparlament danach darüber berichtet werden. »Nicht mehr und nicht weniger.« Es sei Aufgabe der Verwaltung, diesen Beschluss umzusetzen, hier gebe es keinen Spielraum für die Dezernenten.

Die Gegner einer solchen Steuer führen per Internet in ihrer Petition zahlreiche Gründe ins Feld: Unter anderem sichere die Pferdehaltung und -zucht den Arbeitsmarkt von Landwirtschaft, Industrie, Reitlehrern, Hufschmieden und Tierärzten. Auch Pferdehalter seien von den allgemein steigenden Preisen betroffen. »Eine weitere sogenannte Aufwandssteuer ist daher weder zeitgemäß noch von der Mehrzahl der Pferdehalter zusätzlich leistbar.« Zudem sei der Zweck dieser Steuererhebung allein die Erzielung von Einnahmen. »Pferdebesitzer sollen nun für das zur Kasse gebeten werden, was die Politik in den Kommunen durch jahrelange Misswirtschaft verursacht hat«, so Herrmann in seiner Petition. Da eine solche Steuer zudem nicht zweckgebunden wäre, würde das Geld auch nicht an den betroffenen Steuerpflichtigen zurückfließen.



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Artikel vom 10.02.2012 - 21.52 Uhr
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Leserkommentare
(21.02.2012 14:10)
ThomasK
Die Stimmen des HSGB
interessant was Mitglieder des HSGB zu dem Thema sagen:
http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/hofgeismar/reiter-muessen-nicht-zahlen-1608642.html?choice=18954
interessant vor allem das hier:" Der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) habe den Kommunen empfohlen, eine Steuer von jährlich 750 Euro pro Tier zu erheben ..." und weiter: "Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler, Mitglied des HSGB-Vorstands, sagt sogar, dass es eine derartige Empfehlung nicht gegeben habe, wohl aber eine Debatte, weil Schauenburg die Steuer prüfte, dann aber ablehnte."
Das ist bemerkenswert: die Gemeinde die 'den Stein ins rollen brachte' sah dann von der Einführung ab! Warum nur???
(19.02.2012 18:35)
gm
Argumente
Die Kontraargumente wurden bereits zusammengetragen und können von jedem im Netz ohne Probleme gefunden werden. Sie hier alle aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Proargumente gibt es nicht wirklich, sodass sie auch im Netz nicht gefunden werden können.
Aber das schrieb ich ja bereits in meinem ersten Beitrag.
Haushaltskonsolidierung ist ein schwieriges Thema, ich bin mir aber sicher den Bürgern ( egal wem ) noch mehr Geld aus den Taschen zu ziehen ist nicht die Lösung. Das wird seit Jahr und Tag versucht und trotzdem werden die Haushaltslöcher von Jahr zu Jahr größer.
Schon jetzt bleibt dem Bundesbürger von jedem Euro den er verdient nur mehr ein Bruchteil, weil an allen möglichen und unmöglichen Stellen für öffentliche Belange Geld gebraucht und aus des Bürgers Tasche genommen wird, ob der es nun hat oder nicht. Keine Kuh kann endlos lange gemolken werden, egal ob diese Kuh nun Autofahrer, Kinderloser, Grundbesitzer, Hundehalter oder Reiter heißt.
(19.02.2012 15:12)
ThomasK
Pro/Kontra Argumente .....
.... beschaffen und Publizieren
Die von 'gm' vorgetragenen 'Erkenntnise' der Gemeinderatsitzung in Greifenstein sollten doch in Nidderau (oder andernorts) in ähnlicher Weise greifen und demgemäß bekannt gemacht werden - warum nicht von 'Anderen' lernen.
Was hat also Greifensteiner Gemeinderäte bewogen die Pferdesteuer nicht einzuführen? Wo liegen also in Nidderau die eigentlichen 'Entwicklungschancen' für die Gemeindekasse - Chancen die Greifenstein für sich schon entdeckt hat.
Die Stadt Eschborn kann es sich leisten auf eine Hundesteuer zu verzichten - entweder haben die Stadtverordneten noch nix vom Gleichheitsgrundsatz gehört oder rein ökonomische Überlegungen gaben den Ausschlag diese 'sprudelnde' Einnahmequelle nicht abzuschöpfen.
(19.02.2012 10:56)
gm
Eine Pferdesteuer ...
... von weniger als 1 €/Tag !
So rechnet man Beträge klein, das machen Versicherungen auch wenn sie auf Kundenfang gehen. Mal ganz abgesehen davon, dass da tatsächlich Summen im Gespräch sind, die eine Pferdesteuer von mehr als 2 €/Tag bedeuten würden, sind das so oder so im Jahr mehrere hundert Euro
- konkret zwischen 200,- und 750,- € - allerdings nach oben offen, da der HSGB auch 750,-- Euro für BEI WEITEM nicht erdrosselnd wirkend hielt. Furby, Ihnen mag es leicht fallen etliche hundert Euro pro Jahr mehr zu verkraften, andern fällt das deutlich schwerer - auch wenn diese anderen vielleicht Pferde halten. Und für nicht wenige bedeutet es das schlichte Aus.
Nicht die Pferdehalter überschätzen die Negativfolgen für die Wirtschaft, sondern die Befürworter dieser Neidsteuer unterschätzen was man da anrichten würde. Da man die auf der Hand liegenden Argumente unter gar keinen Umständen als richtig anerkennen will, bleibt man stur auf seinem Standpunkt stehen und behauptet unter einfacher Negierung der Contraargumente das Gegenteil. Ohne Ahnung von der Materie zu haben wird einfach so aus dem Bauch heraus argumentiert: "Wer Geld hat, ein Pferd, das nur dem Spaß dient, zu unterhalten, der kann auch Pferdesteuer zahlen."
In Greifenstein wurde das Thema intensiv geprüft und das Ergebnis in der Gemeinderatssitzung offengelegt: Man hat viele Argumente gegen eine Pferdesteuer gefunden, aber keines dafür.
(19.02.2012 00:06)
ThomasK
Stolz der Hundehalter
Sitze hier und frage mich wie man diesen Vorschlag von Furby bei näherer Betrachtung bewerten soll: für die Reiter mit 'kleinerem Geldbeutel' schlägt er/sie als Variante der "Teilnahme" am Hobby Reiten die Suche nach einer Reitbeteiligungen und/oder dem Pferdesharing vor.
Zunächst möchte ich mal eine Frage an "Bla" - dem bekennenden Dackelbesitzer - stellen: was spricht für 'Hunde-Sharing' oder Beteiligung an einem Hund? Was spricht dagegen?
Und jetzt bitte nicht so Argumente wie:"das geht nicht - Hunde berauchen eine Bezugsperson" oder "das geht nicht - Hunde haben stark individuelle Charaktere, ein ständiger Wechsel des 'Herrchen' verdirbt den Hund" - wenn Hundesteuer mit einer möglichen Pferdesteuer verglichen wird muß auch die Form der Haltung vergleichbar sein.
Das Argument "der Dackelwirtsschaft gelang es, der Hundesteuer zu trotzen" ist völlig abgefahren: klingt nach 'Stellung gehalten - wir leben noch, trotz Störfeuer durch die Steuer' - da spricht Stolz aus den Worten es dennoch zu schaffen. O.K.: mein Respekt vor dieser Leistung. Hundehalter zahlen Steuer aus Sinn für das Gemeinwohl - das muß man respektieren. Aus Solidarität könnten doch nun die Pferdehalter .....
(18.02.2012 17:20)
Furby
Überschätzte Negativfolgen...
Überschätzte Negativfolgen einer Pferdesteuer für die "Pferdewirtschaft":
Eine Pferdesteuer von weniger als 1EUR/Tag! bedeutet "das Ende" der "Pferdewirtschaft", wenn man so die Mehrheitsmeinungen betrachtet. HobbyreiterInnen mit "kleinem Geldbeutel" haben über das bereits existierende Modell des Pferdesharing, bzw. Reitbeteiligung, die Möglichkeit mit geringen Kosten Reiten als Hobby zu betreiben.
(Der "Dackelwirtschaft" gelang es, der Hundesteuer zu trotzen: Immernoch leisten sich Menschen Kleingärten, Mitgliedsbeiträge für Dackelvereine, Jägerausrüstung und sogar für Hüte bleibt was übrig.)
(18.02.2012 03:24)
bla
Trifft zu!
ein Dackelbesitzer hat sicher einen Kleingarten, ist Jäger, Mitglied im Dackelverein, trägt Hut undundund.
(17.02.2012 21:34)
Silk
Logik und falsche Einschätzung
@ bla
_langsam lesen hilft viel!_
tja und da gilt dann wohl auch für Sie*smile
Denn ich habe geschrieben: zu Furby und bla...
Ihrer Logik nach sollten wir dann wohl alle nichtmenschlichen Kameraden abschaffen und uns Menschen als Hobby nehmen?
Sich den Menschen zuzuwenden dagegen spricht an und für sich nichts. Nur tue ich das bereits in meiner Arbeit tagtäglich und jeden Tag aufs neue. Und um mich zu erholen für meine Arbeit wieder Kräfte zu haben habe ich ein Hobby, so wie Sie Ihren Dackel den sie im übrigen, ich wiederhole mich da gerne, auch dank erhöhter Steuern nicht noch mal anschaffen würden. *Zack* Steuer bringt Einnahmen und Ihr Wunsch nach“ Wieso sollen denn nicht auch die Pferdhalter einen kleinen Beitrag für die Sanierung der öffentlichen Haushalte beitragen.“ ad adsurdum geführt, wie in übrigen auch ThomasK und gm Ihnen dezent versuchen nahe zu bringen.
Im übrigen scheint für Sie ja jeder der mit seiner Hände Arbeit sein Leben gestalltet und sich vielleicht unter erschwerten Bedingungen seinen Wunschtraum verwirklicht gleich einen dukatenscheißenden Goldesel bei der Hand zu haben. Wie sonst könnte sich diese Ihrer Äußerungen erklären:<< Wenn das Pferd keiner will, vielleicht will ja jemand das Auto oder das Haus. >>?
So könnte ich auch munter schließen: ein Dackelbesitzer hat sicher einen Kleingarten, ist Jäger, Mitglied im Dackelverein, trägt Hut undundund.
Sind sie alles nicht? Sehen Sie, auch ein Pferdebesitzer muß nicht zwangläufig so viel Geld haben da
(17.02.2012 19:09)
gm
Mehreinnahmen die zweite
In den Kommunenn in denen nun utopische Summen in den Köpfen rumschwirren was da an Mehreinnahmen zu erzielen wäre, wenn denn die Pferdesteuer eingeführt würde, wird samt und sonders von einer 100 % Besteuerung ausgegangen. Sprich, für alle Pferde im Gemeinde/Stadtgebiet würde das gesamte Jahr über die gesamte Steuer fällig UND es werden fast überall die Erhebungskosten unter den Tisch fallen gelassen . DAS funktioniert aber nicht. Rechnet man die Erhebungskosten runter und kalkuliert dann noch die Ausnahmen ein ( wollen wir Pferdezucht in D wirklich unmöglich machen ? Sprich, wenigstens die Züchter müssten analog der Zwingersteuer ganz oder fast ganz steuerbefreit werden / was ist mit den Pferden die mitten im Jahr für drei Monate in Ausbildung gehen / was ist mit den Ausbildungsställen ? ) , sodass am Ende allenfalls eine klägliche Summe übrig bliebe. Und dafür würde man einen gesamten Wirtschaftszweig vernichten. Bravo ! Das nenne ich doch mal einen Geniestreich.
(17.02.2012 18:57)
gm
Mehreinnahmen ?
Nur mal so als Anmerkung am Rande: Eine Steuer, die KEINE Mehreinnahmen in die öffentlichen Kassen bringen würde wäre schlicht rechtswidrig. Ein Punkt der gerade bei den Erwägungen zur Pferdesteuer ganz wesentlich ist, da nach durchaus nachvollziehbaren Berechnungen die Erhebungskosten die Einnahmen ohne weiteres aufzehren oder gar übersteigen könnten.
Für die die das jetzt anzweifeln: Bei der Hundesteuer wendet man zur Ermittlung des Steuerpflichtigen einen einfachen Kniff an: der in dessen Haushalt der Hund lebt wird kurzerhand als Halter angenommen und ist damit der Steuerpflichtige. Ist auch o.k. so, lebt der Hund doch in aller Regel tatsächlich bei seinem Eigentümer. Bei Pferden ist das anders, die leben nämlich zu einem überwiegenden Anteil bei einem Landwirt, der zwar die Box verpachtet hat aber deswegen noch lange nicht der Pferdehalter ist. Nun einfach den Landwirt als Steuerpflichtigen auszudeuten ist zwar eine mögliche Idee ( der HSGB bügelt da glatt drüber ), fragt sich aber ob die Gerichte das auch mitmachen, ist der Landwirt doch in aller Regel gerade NICHT der Halter.
Und es stellt sich die Frage, selbst wenn es durchginge, wer kontrolliert eigentlich wann wo wieviele Pferde stehen ? Wie soll die An- und Abmeldung der Pferde vonstatten gehen ? Wird monatlich abgerechnet, oder gar wöchentlich. Was ist mit den Pferden die für zwei oder drei Monate zur Ausbildung den Stall wechseln ? Wer ist meldepflichtig ? Wie wird das kontrolliert ?
(17.02.2012 17:49)
ThomasK
@Bla
erst wird die Einführung der Pferdesteuer mit 'mein Dackel kostet Hundesteuer!' 'schön' geredet - verbunden mit dem Hinweis: "Wer Geld hat, ein Pferd, das nur dem Spaß dient, zu unterhalten, der kann auch Pferdesteuer zahlen."
Die Argumentation ist weder witzig - noch ist da irgend eine 'Logik' zu erkennen. Hundesteuer gibt es weil die Gemeinden versuchen 'lenkend' auf die Anzahl von Hunden einzuwirken, auch das Gefährdungspotentian eines Hundes hat Einfluß auf die HS. Bei einer Pferdesteuer ist ausschliesslich ein Zusammenhang zur vermeintlichen Einkommenshöhe der Pferdehalter ausschlaggebend für die Einführung: einen offensichtlicheren Eingriff in die Geldbörse 'anderer Leute' ist kaum vorstellbar. Kapitalertragssteuer gibt es weil hier offensichtlich eine Einnahmeseite existiert - auf die Gewinne ist Steuer fällig! Bei KFZ-Steuer wird noch argumentiert: das Geld wird in die Infrastruktur investiert. Wo ist bitte eine ähnlich nachvollziehbare 'Logik' bei einer Pferdesteuer 'versteckt'. Wie geschrieben: Ich bin für eine Milchsteuer von z.B. 2 ct je Liter! Das rechnet sich!!! Und: (Be-)trifft ALLE - auch die Dackelhalter (;--)
(17.02.2012 17:21)
bla
@ThomasK
Ach ja, daraus wird dann "durch 'mehr' Steuern wird auch die Kasse am Ende des Tages 'mehr' gefüllt sein"?
Das ist entweder fantasievoll oder an den Schweifhaaren herangezogen!
(17.02.2012 16:10)
ThomasK
2.te @ Bla
Sorry: hab einen Teil der Aussage 'vergessen':
na hier:
"Das Pferd kostet Geld und braucht Zeit, das Futter kostet Geld, die Ausrüstung kostet Geld und demnächst kostet das Pferd halt noch Steuer!"
wenn "demnächst kostet das Pferd halt Steuer!" <> 'mehr Steuer' ist, wie soll man diesen Teil der Aussage anders 'interpretieren' - wenn die Gegenrechnung mit den Steuermindereinnahmen an anderer Stelle im gleichen Haushalt offensichtlich übergangen oder vergessen wurde?
(17.02.2012 16:06)
ThomasK
@Bla
na hier:
"Das Pferd kostet Geld und braucht Zeit, das Futter kostet Geld, die Ausrüstung kostet Geld und demnächst kostet das Pferd halt noch Steuer!"
wenn "demnächst kostet das Pferd halt Steuer!" <> 'mehr Steuer' ist, wie soll man diesen Teil der Aussage anders 'interpretieren'?
(17.02.2012 15:52)
bla
@ThomasK
Wo schreibe ich denn was von "durch 'mehr' Steuern wird auch die Kasse am Ende des Tages 'mehr' gefüllt sein"?
Besser langsam lesen als fantasievoll interpretieren!
(17.02.2012 14:51)
ThomasK
Fortsetzung
2.:
Wenn ein Unternehmensführer eine wirtschaftlich unsinnige Entscheidung trifft die Nach Abzug alles Kosten einen negativen Beitrag zum Unternehmensgewinn 'erzeugt' - dann wird dieser früher oder später abgestraft. Bei einem Stadtkämmerer der 'Gewinn' von Pferdesteuer mit einem 'Minus' bei der Umsatzsteuer als 'Mehreinnahme' in der Gemeindekasse am Ende eines Jahres versucht darzustellen - wird wahrscheinlich nix passieren - weil dieser 'Genie-Streich' nur den wenigsten auffällt: Nach der Einführung einer Pferdesteuer sind die Umsatzsteuereinnahmen zurückgegangen fällt erst nach mehreren Monaten auf. Und dann ist man händerringend auf der Suche nach neuen 'Quellen' um die geringeren Einnahmen zu kompensieren. Eine wahre Meisterleistung!
(17.02.2012 14:46)
ThomasK
nicht nachvollziehbar
1.:
@Bla,
woher kommt dieser naive Glaube: durch 'mehr' Steuern wird auch die Kasse am Ende des Tages 'mehr' gefüllt sein?
Wie in meiner zugegebermaßen unvollständigen und damit leicht angreifbaren Rechnung aufgezeigt: wenn man eine hochpreisige Ware zusätzlich besteuert hat das den Effekt daß die Nutzer dieser Ware eine einfache Abschätzung treffen: ist diese Ware weiterhin finanzierbar oder muß ich verzichten? Zumindest der 'vernünftig' kalkulierende Nutzer macht das so.
Ich schreibs gerne nochmal auf: eine durchschnittliche Boxenhaltung schlägt mit ca 350,-- EUR je Monat 'durch' - ein Betrag für den der eine oder andere 'Normal-Verdiener' eine Kleinwohnung mietet.
Dieses Geld 'leistet' sich der durchschnittliche Pferdehalter neben der üblichen monatlichen fixen Belastung: Nahrung, Miete u.s.w. M.a.W. für was ein Pferdehalter sein frei zur Verfügung stehendes Geld nutzt ist eine individuelle Entscheidung. Im übrigen: die gleiche individuelle Entscheidung liegt bei Hunde- oder Katzenhaltern vor.
'gm' führt das in seinem Beitrag schön aus: der HSGB versucht erst gar nicht die Steuer zu begründen - sondern unterstellt schlicht: Pferdehalter müssen Geld haben - also kann dort zusätzlich ein Betrag X abgezwackt werden.
(17.02.2012 12:58)
bla
@silk
Ein Mensch taugt auch sehr gut als "Kamerad" und er steht nicht die meiste Zeit im Stall oder auf der Koppel.
Und langsam lesen hilft viel! Ich habe nie geschrieben, dass die Hundesteuer zum aufstellen von Hundekotbehältern gebraucht wird.
Pferde sind wie Hunde (oder Katzen oder Hamster) größtenteils Tiere zum kuscheln, liebhaben oder für die Freizeitgestaltung. Die meisten Pferdebesitzer haben ihr Pferd (oder ihre Pferde) nicht für die Arbeit sondern für den Spaß. Das Pferd kostet Geld und braucht Zeit, das Futter kostet Geld, die Ausrüstung kostet Geld und demnächst kostet das Pferd halt noch Steuer!
Da bleiben den Pferdebesitzern die Möglichkeiten: Pferdedressur und Zirkus aufmachen, tägliches Kinderreiten für eins-zwei Euro, im Wald mit dem Pferd arbeiten, Kutschenbetrieb usw..
Warum jammern, entdeckt die Möglichkeiten!!
Meinem Dackel bringe ich das erschnüffeln von Pfandflaschen bei, die sammele ich dann beim Gassigehen.
(17.02.2012 00:14)
Silk
zur Diskussion3
Die wenigsten Pferdebesitzer sind Großverdiener, viele haben neben Ihren Hauptjob noch einen Nebenjob um sich das Pferd leisten zu können. Pferdehalten muß man nicht, tut man aber weil es eben das Hobby ist, so wie Ihr (immer noch hypothetischer) Golf- oder Tennisschläger oder so wie der Dackel von „bla“ der nebenbei bemerkt aus steigenden Kostengründen auch keinen weitern Dackel mehr halten will.

Wie nun kommen Sie auf die Idee das Pferdebesitzer sich übernommen haben nur weil sie Ihren Kameraden ein lebenslanges Bleibrecht einräumen und Ihn nicht, wie Ihr (hypothetisches) Sportequipment auf den Sperrmüll werfen weil es nicht mehr gut genug ist oder krankt? Wie kommen Sie auf die Idee man hätte sich als Pferdebesitzer verrechnet nur weil da von klammen Gemeinden krude um die Ecke gedacht wird und man meint einen melke Kuh gefunden zu haben und man kann eine mal mehr dem tumpen Bürger in die Tasche greifen? Warum sollten Pferdebesitzer „persönlich-zeitlicher und finanzieller Art“ wie Sie es nenen überfordert sein? Irgenwie beschleicht mich immer mehr das Gefühl das Pferdebesitz immer gleichgesetzt wird mit früherem Großherrentum. Wer sich ein Pferd keisten kann lebet in Saus und Braus.
Abschließend: Ein simpler Eishockeyschläger im Jugendbereich kostet bereits zwischen 200 und 400 Euro, fragen sie mal wie oft die ersetzt werden müssen und stellen Sie dann auch dafür eine Steuer auf weil „die Familie hats ja wohl?“
(17.02.2012 00:13)
Silk
zur Diskussion2
Ah sie nehmen Platz weg? Ja das tun ein Golfplatz, ein Motorsportglände, eine Schwimmhalle, ein Fußballstadion, ein Kino u.v.m. auch....auch dafür einen Steuer mit den Argument „in Sinne der Gleichberechtigung?“
Pferde sind sehr wohl für Landschaft und Natur sinnvoll nutzbar. Das zeigt z.B. die halboffene Weidelandschaft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Schäferhaus bei Flensburg, ein Projekt auf dem Land der Stiftung Naturschutz SH.
Aber zur Zeit werden ja überall viel lieber Monokulturen an Raps für Biogasanlagen angebaut. Das verarmt unser Landschaftsbild deutliche mehr als ein artgerechte Pferdehaltung und fördert nebenbei durch Reizüberflutung mit Pollen auch noch vermehrt Allergien.
Herr Hartung:
Warum „wir“ und angefasst fühlen? Wie würden Sie sich fühlen wenn Ihre Freizeit drastisch besteuert würde nur weil es den Eindruck erweckt das man viel Geld scheffele?
Nehmen wir mal an Ihr (hypothetischer) Golf- oder Tennisschläger kostet neben der exclusiven Mitgliedsgebühr in entsprechenden Club und der entsprechenden Platzgebühr noch mal so eben schlappe 500 -700 Euro pro Jahr an Steuer. Ich denke da würden Sie sich, so sie Otto-Normalverbraucher sind, auch agefasst fühlen.
Für die meisten der Pferdebesitzer gehört das Pferd zur Familie, ist ein wertgeschätztes Lebewesen mit dem Sie Ihre Freizeit verbringen und/oder Sport betreiben. Dafür klemmt man sich jeden Groschen ab den man zuvor, im übrigen mit Lohn- und Einkommensteuerabgabe hart erarbeitet hat.
Die wen
(17.02.2012 00:11)
Silk
zur Diskussion 1
Zu Furby und Bla:
Steuern sind nicht zielgerichtet. Weder dient eine Hundesteuer dazu Kotbeutelbehälter aufzustellen noch wäre zu erwarten das eine Pferdsteuer irgenwie zweckdienlich genutzt würde.
Der vielbeschworenen Aussage zur Verschmutzung der Gehwege und Straßen kann ich beim besten Willen nicht folgen. Zum einen trete ich weit mehr in sogenannte Tretminen, also Hundehinterlassenschaften und das sowohl in innerstädischen Bereich als auch in freier Natur, als in Pferdeäppfel. Zum anderen suchen gerade Reiter eben nicht in der Hauptsache Autostraßen und Gehwege als Ausreitgelände sondern sind sogar froh wenn sie diese weiträumig umreiten können. Wie also könnten sie sie in den Maße verschutzen wie immer herbeizitiert wird?
Durch ein nicht vorhandenen Reitwegenetz (dank der Politik häufig wegrationalisiert) sind Reiter aber leider häufig dazu gezwungen aspaltierte Wege zu benutzen um ins Gelände zu kommen.
Zum anderen gibt es neben einer relativ kleine Gruppe der Reiter die ausreiten die wesentlich größer Gruppe derjenigen die dem Reitsport auf Platz und Halle nachgehen. Wie sollten diese Sie belästigen? Und warum sollten hier einige wenige Verursacher die Begründung sein um alle Pferdebesitzer zur Beseitigung der Ursache heranzuziehen?
Das Argument hinkt.
(15.02.2012 19:13)
gm
Konkurrenz
Nun sind es also die Pferde und ihre Halter die den großen Fortschritt behindern, konkurrieren sie doch mit den Bauern um dringend benötigte Anbaugebieten für Biogas und Ökogetreide. Bei derartiger Argumentation können einem schon mal die Haare ergrauen.
Selbst wenn die Pferdehaltung auch in den nächsten 30 Jahren weiter so boomen würde wie sie das in den letzten 30 Jahren getan hat, wäre weder eine Nahrungsmittelknappheit noch eine Energiekrise zu befürchten. Weder kann Biogas unser Energieproblem lösen, noch kann die Bevölkerung der BRD ausschließlich von hier produzierten Nahrungsmitteln ernährt werden. Wir sind - und werden es in Zukunft auch bleiben - abhängig von Energie- und Lebensmittelimporten. Dass es dem einen oder anderen Getreidebauern ein Dorn im Auge ist, dass manche Flächen für Pferde genutzt werden anstatt an ihn verpachtet zu werden mag ärgerlich sein, aber macht die Beschwörung einer Lebensmittelknappheit genausowenig richtig wie die einer Energiekrise durch Pferdehaltung. Und schon gar nicht ist eine solche Argumentation geeignet eine Pferdesteuer zu begründen.
(15.02.2012 16:08)
ThomasK
Aufgaben der Politik
ah - jetzt wird die Diskussion richtig interessant. Interessant auch, daß solches nicht da diskutiert wo es quasi hauptamtlich disktuiert werden sollte: im Bundes- oder Landes-Plenarsaal. Da muß erst bei den Kommunen das (Finanz-)Haus lichterloh in Flammen stehen um die Kommunen auf die Suche nach Lösungen zu zwingen - wobei dann eben jeder (Stroh-)Halm ergriffen wird.
Gut - dann diskutiert das Volk die Probleme eben in der Lokal-Presse.
Furby's Vorschlag: "So wie die Kraftfahrzeugsteuer eine Landessteuer darstellt, wäre es ideal eine Pferdesteuer als Landessteuer erheben zu können um so Benachteiligungen zwischen Pferdehaltern in verschiedenen hessischen Gemeinden möglichst zu vermeiden. " setzt dabei schlicht neben eine KFZ-Steuer eine zusätzliche Pferdesteuer um 'Benachteiligungen' von Pferdehaltern unterschiedlicher Gemeinden erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das ist ja einfach: einfach eine neue Steuer her - für alle gleich - und schon gibt es keine Benachteiligung zwischen den Haltern!
Gut: dann fordere ich eine Milchsteuer - beispielsweise 2 ct je Liter - abzuführen von der Verkaufsstelle. Das trifft ALLE gleich und saniert jeden Haushalt. Idealerweise käme die Abgabe als Abgabe - nicht als Steuer und wäre so Zweckgebunden ausschliesslich für die Kommunalen Kassen. Darüber hinaus bräuchte es auch keine neue unnötige 'Entschädigung' vom Land an die Kommunen.
(15.02.2012 15:29)
Andrea T.
Biodiversität
So - die Pferde konkurrieren also mit Anbauflächen von Nahrungsmitteln, Biokraftstoffen und Biogasanlagen.
Die Frage ist, ob das nun gut oder böse ist ?
Eine Heuwiese bietet auf jeden Fall eine grössere Biodiversität als eine Mais-Monokultur, Elefantengras ? Triticale.......
Ich kenne einige Pferdeweiden auf denen Orchideen blühen, eine Vielfalt von Kräutern, Gräsern, Blumen.
(15.02.2012 15:01)
Furby
Einheitliche Regelung f.Hessen
Die Anbauflächen für Getreide für das Kraftfutter von Pferden konkurrieren mit den Anbauflächen für die menschliche Ernährung, Anbauflächen für Biokraftstoffe, Anbauflächen für spezielle Biogasanlagen-Triticale und Biogasanlagen –Mais, Anbauflächen für ökologische Landwirtschaft.
Biogasanlagen schießen in Hessen wie Pilze aus dem Boden und beanspruchen (unverhältnismäßig) viel Anbaufläche.
Die Preise für Nahrungsmittel, Kraftstoffe und Energie steigen rasant.
Hessens begrenzte Anbaufläche kann mit dem rasanten Nachfrageanstieg nach Agrarrohstoffen langfristig nicht mehr mithalten. Es bedarf einer Diskussion auf Landes- und Bundesebene, ob Reiten als Massensport Zukunft hat. So wie die Kraftfahrzeugsteuer eine Landessteuer darstellt, wäre es ideal eine Pferdesteuer als Landessteuer erheben zu können um so Benachteiligungen zwischen Pferdehaltern in verschiedenen hessischen Gemeinden möglichst zu vermeiden. Hessens Kommunen müßten im Rahmen einer solchen Regelung angemessen durch das Land entschädigt werden.
(15.02.2012 10:02)
gm
Argumente
die die Einführung einer Pferdesteuer ernsthaft begründen könnten habe ich in den Kommentaren und Artikeln zum Thema weder hier noch sonstwo gefunden.
Der einzige ZWECK der mit einer Pferdesteuer verfolgt werden würde ist Geld in die Kassen zu bringen. Einen anderen gibt es nicht und so sind die Gründe auch denkbar dürftig. Der HSGB versucht es darum auch gar nicht, sondern begründet seinen Vorschlag ausschließlich damit, dass Pferdehalter reich seien. Ist das so ? Nein ! Wer weiter soetwas behauptet, hat die Entwicklung der letzten dreißig Jahre erfolgreich verschlafen. Reiten ist schon sehr lange ein Breitensport. Nicht der Bonze mit dem dicken BMW X5 wird mit der Steuer getroffen, sondern der Nachbar aus dem Reihenhaus nebenan, der nicht in teure Urlaube fliegt, der kein riesen Auto fährt, der nicht jede Woche zum Essen geht und einen Gucci-Laden noch nie betreten hat, sondern lieber ein Pferd hält. Und der Nachbar aus dem Reihenhaus, der wird aufgeben müssen. Und damit endet dann auch der Traum vom Geld-ohne-Gegenleistung in den Gemeindekassen. Jedem muss klar sein, dass eine Pferdesteuer und sei sie noch so hoch weniger als nichts in den klammen Kassen der Gemeinden wäre. Müssten aber auch nur 30 % ( und es werden erhblich mehr sein ) ihr Pferd abschaffen, dann bliebe am Ende nichts als die Erkenntnis, dass das der falsche Weg war und dafür jetzt die Landwirte ein neues Problem haben: Was tun mit leeren Stallungen für die man noch Kredite bei der Bank laufen hat ?
(15.02.2012 09:30)
ThomasK
Reaktionen von Reitern
@Gracchus,
so - habe gestern Abend die Frage gestellt, wer in der Vergangenheit 'Pferdedreck' auf Strassen und Wegen hinterlassen hat - also nicht abgestiegen ist und 'auf Strassen und wegen' z.B. die Pferdeäppel weggeräumt hat.
Was soll ich sagen: die Reaktion war nicht berauschend - es gab in 2011 kaum Ausritte in der Umgegend, wenn dann nur im Feld - also nicht auf "Strassen und Wegen" in Nidderau. Wo sollte der ganze 'Pferdedreck' also in Nidderau herkommen den Du meinst zu sehen.
Jedenfalls scheint es so, daß Dein Argument von 'Pferdedreck auf Strassen und Wegen' nicht sonderlich tauglich ist die Einführung einer Pferdesteuer zu begründen!
(14.02.2012 17:22)
ThomasK
Zuversicht bei Ermittlungen
@Gracchus,
bin ganz zuversichtlich heute Abend beim Reit-Unterricht weiteres in Erfahrung zu bringen.
Wie versprochen: ich berichte!
Hoffe daß ich keinen Eklat auslöse: vermute: es will keiner gewesen sein - mit dem Pferdedreck. Wie weit soll ich gehen? Soll ich sagen, daß jemand aus Nidderau behauptet in Nidderau seien die Strassen mit Pferdedreck verschmutzt? Also bis nachher - ich halte Dich auf dem Laufenden! Kann ich Dich zitieren?
(14.02.2012 12:17)
ThomasK
Zwischenstand 'Ermittlungen'
@Gracchus,
bisher hat sich von den Reitern keiner gemeldet der in letzter Zeit - überhaupt in der Vergangenheit - Massen an Pferdedreck zurückgelassen hat. Ist Dir eigentlich folgendes aufgefallen: "Im übrigen ist es ein wenig naiv, bei klirrendem Frost nach Pferdedreck Ausschau zu halten. Probiers in den wärmeren Monaten nochmal." soll doch ausdrücken daß:
- bei klirrendem Frost reitet NIEMAND draussen rum - also auf Strassen
- in den wärmeren Monaten hast Du offensichtlich schon Reiter auf Strassen und Wegen gesehen
Das bedeutet aber auch: wenn in der 'kalten' Jahreszeit niemand draussen reitet - gibt es auch keinen Pferdedreck! Wo soll der auch herkommen? (;--) Da die meisten mir bekannten Reiter sich das jahr über ähnlich verhalten und mehr Zeit auf dem Reitplatz als 'draussen' verbringen KANN es im jahresdurchschnitt nicht signifikant mehr Pferdedreck auf den Strassen geben! Wo kommt also der ganze Pferdedreck in Deiner Umgebung her?
(14.02.2012 10:18)
ThomasK
Viele ....????
Grundstückseigentümer zahlen Strassenreinigungsgebühr - das können natürlich auch Hundehalter sein - aber auch Pferdehalter. Für was soll also das Argument 'daß eine Pferdesteuer Pferdedreck verhindern hilft' gut sein, wo die Hundesteuer es nicht verhindert das freiumherlaufende Hunde Hinterlassenschaften übrig lassen? Ich wohle in einer friedlichen Kleinstadt in der Wetterau - und komisch: von Pferdedreck auf den Strassen findet sich nix. Das müssen ja wahre Berge an Dreck sein, die sich in Deiner Gemeinde auftürmen. Sach doch mal wo man da einschreiten muß! wenn Pferdehalter mit Ihrem Hotte in der Öffentlichkeit reiten - also auf Strassen und Wegen - dann läßt sich sicherlich ganz leicht der Halter ermitteln! Jepp - und dann macht der natürlich seinen 'Dreck' weg - andernfalls zahlt er/sie. Ich geh mal hier in der Reiter-Runde fragen wer da so unsauber war. Melde mich mit Ergebnissen! Versprochen!
(14.02.2012 10:10)
Sers
Mal mehr mal weniger
Zur Zahl der Gemeinden, die eine Pferdesteuer einführen möchten: Das ändert sich fast täglich. Straßenreinigungsgebühren zahlt jeder und natürlich gehören Pferdeäppel nicht auf die Straße, geschweige denn auf Gehwege. Das ist aber eine Sache, die sich anders regulieren lässt, als gleich einen ganzen Wirtschaftszweig zu ruinieren. Wenn einzelne Autofahrer sich danebenbenehmen, wird ja auch nicht die Kfz-Steuer verdoppelt oder wenn Kinder Scheiben einschlagen, der Kinderfreibetrag für alle gestrichen. Übrigens spreche ich als Reiter selbst andere Reiter an, wenn ich sehe, dass Pferdeäppel liegenbleiben! Ich möchte nämlich auch nicht reintreten und auch nicht darauf bremsen müssen.
(14.02.2012 10:01)
Gracchus
@ ThomasK
Zu deiner Frage wie viele Viele sind, gibt dir das Internet sicher gerne Auskunft. Google mal nach Pferdesteuer und du wirst staunen, wie viele Treffer da angezeigt werden. Im übrigen ist es ein wenig naiv, bei klirrendem Frost nach Pferdedreck Ausschau zu halten. Probiers in den wärmeren Monaten nochmal. Ach ja, Strassenreinigungsgebühr zahlen natürlich auch die Hundehalter !
(14.02.2012 07:53)
ThomasK
Ermittlung des Steuerbetrag
Wie muß man sich den Steuerhöhefindungsprozess in der Gemeindeversammlung eigentlich vorstellen - so ganz praktisch??!!!
Gemäß "Gracchus" (Zitat 13.2. gegen 18:00h) sind Beträge zwischen 100 und 750 € im Gespräch. "...Städte und Gemeinen im Land prüfen die Einführung einer Pferdesteuer in der Höhe von jährlich 100 Euro für kleine Pferde, bis 750 Euro für Andere." notiert Gracchus in seinem Beitrag. Interessant vor allem die Staffelung bzgl Pferdegröße. Was ist also ein kleines Pferd und wie definiert sich 'Andere'? Um es mit Peter Hartung s Worten auszudrücken:"Endlich auf den Tisch" die Fakten. Was sind die Gründe für die Prüfung auf Einführung einer Pferdesteuer, wie bestimmt sich die Höhe und welche sonstige Kriterien/Nebenbedingungen gibt es. Den Worten von Hr. Hartung folgend ist für eine faire Diskussion eine Beschreibung der Einkommenssituation der Pferdehalter wichtig. Warum? Bemisst sich der Steuerbetrag ev. auch an der Einkommenshöhe?
(13.02.2012 20:33)
Sers
Gerechtigkeit
Unrecht wird nicht zu Recht, wenn alle ungerecht behandelt werden. Da ist irgendwas in den Köpfen durcheinander geraten. Die Hundesteuer ist schon ein Unding und eine Pferdesteuer war NIE dazu gedacht, die Tonnen von Pferdeäppeln, die sich offenbar in dieser Gemeinde angehäuft haben müssen, zu entfernen
.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass außerdem ein Unterschied zwischen großen und kleinen Pferden gemacht werden soll. Das ergibt ja bei einer Steuer, die nicht zweckgebunden ist, gar keinen Sinn.
Wäre ich Bürgermeister, dann würde ich meine Nachbargemeinde anfeuern, die Pferdesteuer einzuführen. Heimlich und leise. Und wenn sie da ist, dann würde ich meine Tore gaaanz weit öffnen, für all die Pferdebesitzer, die dann zu mir kommen. Zack, wäre ich saniert. Die Landwirte haben die Ställe voll, die Tierärzte sind ausgebucht, die Hufschmiede haben zu tun. Die Futtermittelhändler reiben sich die Hände. Die Kinder kommen von der Straße, weil Pferde nunmal immer noch spannender sind als computerspiele (jedenfalls für Mädchen) und es kaum ein Pferdebsitzer zwischen Familie und Job täglich zum Pferd schafft. Der Breitensport boomt, die Landwirte bauen aus und ziehen neue Einsteller an. Es müssen Helfer eingestellt werden (4 Pferde sichern einen Arbeitsplatz)... ja, DAS würde ich tun, wenn ich Bürgermeister wär.
(13.02.2012 20:09)
ThomasK
Definition von 'Viele ...'
@Gracchus
benennen Sie bitte das 'unbestimmte' Wort "Viele ..." in Zahlen: 3, 5, 10, oder gar 50 Gemeinden die die Einführung einer Pferdesteuer 'prüfen'.
Im übrigen: Ihre Argumente sind jetzt endlich mal ein paar 'neue' Argumente. Damit kann man sich JETZT endlich richtig mit dem Thema auseinander setzten.
Gut - Ihren Worten zufolge sind z.B. die Strassen Nidderau und angrenzender Gemeinden regelrecht von Pferdedreck verschmutzt. Kann sein - komisch nur, daß ich bei meinem kürzlichen Besuch keinerlei Pferdedreck vorfand. Gut möglich daß ich einfach zu schnell unterwegs war um den Dreck wahrzunehmen - oder aber daß die Örtliche Strassenreinigung schneller war (;--) Aber Spaß beiseite: wie ist das eigentlich: für was zahlen Grundstücksbesitzer eigentlich Strassenreinigungsgebühr - wenn durch diesen Betrag die Reinigung der Wege nicht bereits finanziert wären?
(13.02.2012 18:38)
Gracchus
Viele ......
...Städte und Gemeinen im Land prüfen die Einführung einer Pferdesteuer in der Höhe von jährlich 100 Euro für kleine Pferde, bis 750 Euro für Andere. Diese Steuer würde nicht nur Geld in die klammen Kassen der Kommunen spülen und evtl. den Pferdedreck auf Straßen und Wegen reduzieren helfen sondern wäre auch ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit den Hundehaltern gegenüber. Die Pferdesteuer wird kommen - ganz sicher !
(13.02.2012 12:33)
ThomasK
Null-Nummer
@Bla,
wenn man an keiner ernsthaften Antwort interessiert ist - dann gibt man 'irgend-etwas' von sich.
Mal kurz überlegt: es gibt die PS zu vielleicht 200,-- EUR im Jahr/Pferd.
Fr. S. kalkuliert also mit lächerlichen 40. TEUR. Schön! Was wird passieren?
- ca 1/4 der ortsfremden Einsteller werden das/die Pferd(e) innerhalb eines Monats andern Orts unterbringen!
warum soll man Geld zum Fenster rauswerfen - wo das Gute um die Ecke schon wartet entdeckt zu werden (;--)
40 TEUR - 10 TEUR = 30 TEUR
- bei dem Rest muß man wohl abwarten wie die Halter reagieren
-> vielleicht 1/4 wird Pferd - nennen wir es - aussortieren. Darunter dürften besonders alte Pferde fallen. Auch verkaufbare Pfd werden weg sein - einfach so (;--) Man ist ja schliesslich auch Ökonom.
30 TEUR - 10 TEUR = 20 TEUR
Unterstellen wir 'mal' daß ca die Hälfte bleibt und zähneknirschend zahlt. Was passiert aber 'parallel' z.B. mit den Pferdehof-Besitzern?
Wir erinnern uns: 1/2 X 200 Pferde = 100 Pferde die in Nidderau untergebracht sind. Im Stadt-Säckel fehlt die Hälfte der Umsatz-Steuer-Einnahmen - Umsatz-Steuer ist glaub ich eine Kommunale Steuer!
Kurz nachgerechnet: 400,-- € Boxen-Miete x 200 (Pferde) x 12 = 960000, davon 19% MWST = 184000 davon die Hälfte = 90000 weniger im Stadtsäckel. Das nenn ich einen Schnitt!
(13.02.2012 12:09)
bla
Ausreden
Wenn das Pferd keiner will, vielleicht will ja jemand das Auto oder das Haus.
Da müssen Prioritäten gesetzt werden.
Villeicht übernimmt ja auch das JobCenter die Kosten.
(13.02.2012 08:24)
Sers
Her Hartung
Wir sind so angespannt, weil wir wissen, was eine Pferdesteuer für uns bedeutet. Wir sind nicht nur Pferdebesitzer, wir fahren auch ein Auto, zahlen Grundsteuer, KFZ-Steuer und Kindergartenbeiträge. Alle Kosten sind gestiegen und die obere Messlatte ist längst überschritten. Pferde werden nunmal sehr alt und nicht jede Wirtschaftskrise ist vorhersehbar. Vor allem war nicht vorhersehbar, dass Kommunen auf die Idee kommen, ein Hobby zu besteuern, dass auf der anderen Seite wieder subventioniert wird.
(13.02.2012 08:19)
Sers
Kindergärten und Jammern
Natürlich ist es dramatisch, dass das Geld für die Kindergärten fehlt. Ich habe selbst ein Kind und den Kindergartenplatz schwer erkämpfen müssen und dabei fast meinen Job verloren. Aber daran würde eine Pferdesteuer nichts ändern, wenn die Hälfte (wenn nicht mehr) der Pferdehalter ihre Pferde deshalb abgeben müssten und die Landwirte "vor die Hunde gehen" und genau das haben Hochrechnungen von Wirtschaftsexperten mehrfach vorhergesagt. Das wird aber gern verschwiegen.
Herr Bla: es würde wohl kaum Sinn machen, sich gegen eine Steuer zu wehren, wenn sie erst da ist. Natürlich muss das vorher debattiert werden und war vor allem dann, wenn die Folgen nicht erkannt werden.
Sie fragen, wieso Pferdehalter keinen Beitrag zur Sanierung der Kommunen beitragen sollten. völlig richtig. Das sollen sie, wie jeder andere auch. Und deshalb tragen sie die 19% Steuererhöhung auf Futtermittel. Die Unterhalt für meine Shettys hat sich aufgrund der Steuererhöhung deshalb innerhalb eines Jahres verdoppelt!
Ein Esel würde übrigens meines Wissens auch unter die Pferdesteuer fallen. Außerdem geht es uns darum, unsere Pferde zu erhalten. Im Falle einer Pferdesteuer sind die meisten von uns raus aus dem Reitsport, das ist unstrittig. Die Frage ist nur: wie packen wir die Zeit, bis unsere Pferde nicht mehr leben. Wie ich schon sagte: ich kann sie nicht ins Tierheim bringen, nicht schlachten und nicht einschläfern lassen und der Pferdemarkt ist schon während der Wirtschaftskrise kollabiert.
(13.02.2012 08:10)
ThomasK
Motivation für neue Steuern
@Bla,
na gut: 'öffentlicher Haushalt' auch ein kommunaler Haushalt - oder umgekehrt. Aber was bringt diese Feststellung in Bezug auf den verteilungsschlüssel der dem Bund zufliessenden vielfältigen Steuern die eben nicht mehr bei den Kommunen ankommen?
Wenn es bei dieser Verteilung noch einigermaßen 'vernünftig' zugehen würde - dann müssten die Kommunen nicht diese absonderlichen Maßnahmen zur Steuererhöhung oder Einführung (kommunal möglicher) kommen.
@Peter Hartung,
Erläutern Sie doch bitte warum eine Diskussion fairer wird, wenn bspws Pferdefreunde persönliche individuelle Aspekte Ihres Geldbeutels einer Öffentlichkeit präsentieren. Dient das der Befriedigung einer 'neuen' Art an Voyarismus? In welcher Weise hilft es einer Diskussion wenn klar wird, daß es prinzipiell 2 'Lager' an Pferdehaltern gibt: finanziell unabhängig und 'den Rest' bei dem am Ende des Geld noch reichlich Monat übrig ist? In wieweit rechtfertigt das grundsätzlich die Einführung einer Pferdesteuer oder jeder beliebigen anderen 'neuen' Steueridee?
(13.02.2012 06:22)
Peter Hartung
Endlich auf den Tisch.
Die "Pferde-Industrie" gibt sich ziemlich angefasst. Weshalb ist man so gereizt? Liegt es daran, dass sich viele Pferdebesitzer übernommen haben? Die Futterpreise sind massiv gestiegen. Manche haben die Betriebskosten für ein Pferd oder eine Reitbeteiligung unterschätzt. Fliegen die Mädels nicht mehr auf Pferde? Haben immer weniger Jugendliche Lust unbezahlte Stallarbeit zu leisten. Gibt es vielleicht sogar zu viele Pferde? Pferde, die altern und krank werden? Die nicht mehr geritten werden können, weil ihre Hufe kaputt und ihre Gelenke arthrotisch sind? Sind die Tierarztkosten so sehr gestiegen? Alles mögliche Gründe, gereizt auf Forderungen nach Einführung einer Pferdesteuer zu reagieren und sich gegen weitere finanzielle Belastungen zu wehren. Da ist wohl eine ganze Branche aus "Liebe zum Pferd" in die Krise geraten, oder? Es wäre eine fairere Diskussion, wenn die Pferdefreunde ihre Schwierigkeiten, ihre Überforderungen (persönlich-zeitlicher und finanzieller Art) offen legen würden. Und die Pferdefreunde täten gut daran, das Wachstum (Anzahl Tiere, genutzte Flächen, Futterkonkurrenz) ihrer Branche auf ein verträgliches Maß zurück zu führen. Was genau so für die Biogasbetreiber gelten muss.
(13.02.2012 00:16)
bla
Inoffiziell
Wegen einer noch nicht mal eingeführten Pferdesteuer wird auf höchstem Niveau gejammert, während in den Kommunen das Geld für Kindergärten fehlt.
@ThomasK
Ein kommunaler Haushalt ist auch ein öffentlicher Haushalt.
(12.02.2012 23:01)
ThomasK
Kommunale Kassen
@bla
eben: Steuern auf Zigaretten und Alkohol fliessen in welche Kassen? Nicht in die klammen kommunalen jedenfalls - sondern in die Bundesschatulle. Letztlich geht es also im Grunde um einen Verteilungskampf um diese 'Lade'. Daß die Kommunen gezwungen sind JEDE sich bietende Gelegenheit zu nutzen ergibt sich aus diesem 'verlorenen' Verteilungskampf.
Warum sollten also Hunde oder Pferdehalter einen neuerlichen Anteil ander Sanierung KOMMUNALER Haushalte leisten - die öffentlichen Haushalte können nicht gemeint sein - denn dann käme die Steuer mindestens vom Land.
(12.02.2012 22:24)
ThomasK
2. Fortst. Rechnungen
Ein besonjderes "High-Light" in der Wortführung von "Furby" stellt jedoch die pauschale Aussage dar, daß "sein für ca. 2-3 Stunden zur persönlichen Freizeitgestaltung genutztes (Abstell-)Pferd" anderns Orts untergebracht werden soll. Diese Aussage ist in mehrfacher Hinsicht unsinnig: zum einen provoziert sie damit daß 'ALLE' Pferde so gehalten werden - persönliches Freizeitgestaltungssportgerät für 2-3 Std täglich oder wöchentlich - sowie durch den Umstand: wenn diese Pferde in einer anderen Gemeinde untergebracht werden - entfällt die Pferdesteuer - weil diese eben nicht gezahlt wird.
Mehr Unsinn mit ca 180 Worten ist kaum schlagbar.
(12.02.2012 22:23)
ThomasK
Fortst. Rechnungen
Fußgänger unterwegs sind. Ein Reitplatz gehört letztendlich irgendjemand und ist kein der Öffentlichkeit zur Verfügung stehende Fläche. Wie man dann eine größere Flächenbeanspruchung 'erfinden' kann erschliesst sich nicht.
Ein wenig gelungener Scherz stellt dann die "Gehwege-mit-Pferdehaufen-Verschmutzungsabgabe" dar: das dürfte eine Abgabe nach dem Verursacherprinzip sein - denn wenn Pferde öffentliche Verkehrswege nutzen - dann müssen diese 'auf die Strasse', Pferde sind dann Verkehrsteilnehmer und keine Fußgänger - haben also auf Gehwegen nix verloren. Damit eine solche 'Abgabe' einen signifikanten Beitrag zur Sanierung der klammen kommunalen Kassen leisten kann bedarf noch der Darstellung. Was die in "Furby's"-Gemeinde wenig nutzbaren Spazierwege anbelangt stellt sich schon die Frage nach dem zu unterstellenden Wahrnehmungshorizont von Furby. In welcher Gemeinde in Hessen sind diese Spazierwege durch Reiter derart in Nutzung, daß eben spazieren und Naherholung unmöglich oder überhaupt eingeschränkt ist? Eine Nennung reicht schon! Eine!
(12.02.2012 22:20)
ThomasK
Rechnungen Fortsetzung.
Fußgänger unterwegs sind. Ein Reitplatz gehört letztendlich irgendjemand und ist kein der Öffentlichkeit zur Verfügung stehende Fläche. Wie man dann eine größere Flächenbeanspruchung 'erfinden' kann erschliesst sich nicht.
Ein wenig gelungener Scherz stellt dann die "Gehwege-mit-Pferdehaufen-Verschmutzungsabgabe" dar: das dürfte eine Abgabe nach dem Verursacherprinzip sein - denn wenn Pferde öffentliche Verkehrswege nutzen - dann müssen diese 'auf die Strasse', Pferde sind dann Verkehrsteilnehmer und keine Fußgänger - haben also auf Gehwegen nix verloren. Damit eine solche 'Abgabe' einen signifikanten Beitrag zur Sanierung der klammen kommunalen Kassen leisten kann bedarf noch der Darstellung. Was die in "Furby's"-Gemeinde wenig nutzbaren Spazierwege anbelangt stellt sich schon die Frage nach dem zu unterstellenden Wahrnehmungshorizont von Furby. In welcher Gemeinde in Hessen sind diese Spazierwege durch Reiter derart in Nutzung, daß eben spazieren und Naherholung unmöglich oder überhaupt eingeschränkt ist? Eine Nennung reicht schon! Eine!
Ein besonjderes "High-Light" in der Wortführung von "Furby" stellt jedoch die pauschale Aussage dar, daß "sein für ca. 2-3 Stunden zur persönlichen Freizeitgestaltung genutztes (Abstell-)Pferd" anderns Orts untergebracht werden soll. Diese Aussage ist in mehrfacher Hinsicht unsinnig: zum einen provoziert sie damit daß 'ALLE' Pferde so gehalten werden - persönliches Freizeitgestaltungssportgerät für 2-3 Std täglich oder wöchentlich - sowie
(12.02.2012 22:17)
ThomasK
Rechnungen
Hier hat sich "Furby" ganz doll Gedanken gemacht - dummerweise liegt "Furby" ganz daneben. Pferde dienten bis weit in die 50'er des letzten Jahrhundert sehr wohl u.a. als landwirtschaftliches Nutztier - die Art der Nutzung hat sich heute jedoch grundlegend verändert. Grundlegend eben in sofern als daß Pferde heute in gleicher oder ähnlicher Weise genutzt werden, nur eben deutlich weniger. Beispielhaft seien hier Holzrücke-Pfd oder Pferde im Polizei-Einsatz genannt, die Ihren Beitrag an der Wertschöpfungskette unserer Gesellschaft leisten. Der für die Gesellschaft viel interesssantere Teil liegt jedoch in der 'neuen' Art der Nutzung - eben als Partner im Sport oder der Freizeitgestaltung. Wobei dem Hund die gleiche Bedeutung eben nicht abgesprochen wird. Den angesprochenen Aspekt der "Flächenbeanspruchung" ist allerdings ein besonderer Kalauer: Kühe und Ziegen werden u.a. in Ställen gehalten und benötigen Nahrung z.B. in Form von Produkten aus Gras. Somit muß zur Ermittlung einer "Flächenbeanspruchungs-Relation' konsequenterweise die zur Narhungsproduktion notwendige Fläche mit einbezogen werden. Die zur Ausübung des Sports oder der Freizeitgestaltung genutzte Fläche fällt eben nicht in die Berechnung - weil Kühe oder Ziegen gewöhnlich nicht umherreisen, allenfalls auf den Flächen der Nahrungsproduktion direkt grasen - Pferde aber üblicherweise vorhandene Wege der Allgemeinheit mitnutzen - z.B. Feld- oder Waldwege, Strassen, Wege also auf denen auch Autos, Fahrräder oder Fußg
(12.02.2012 22:12)
bla
Feindbild?
Es geht doch lediglich darum, dass auch für Hobby-Pferde Steuern bezahlt werden sollen. Genau wie für Zigaretten, Alkohol, usw..
Wieso sollen denn nicht auch die Pferdhalter einen kleinen Beitrag für die Sanierung der öffentlichen Haushalte beitragen.
Weshalb diese Forderung als Grund ein Feindbild haben soll ist mir nicht ersichtlich!
Wenn diese Steuer die finanziellen Möglichkeiten eines Betroffenen übersteigen sollten, besteht sicher die Möglichkeit auf Esel oder Kuh umzusteigen.
(12.02.2012 19:20)
Sers
Die Rechnung geht nicht auf
Es ist ein komisches Gefühl, ein Feindbild zu sein!
Auf die Pferdehalter mit Gebrüll und schön die Ohren für Gegenargumente zuhalten. Nicht, dass man ins Grübeln kommt. Die Politiker halten Pferdehalter für zahlungsfähig. Sie leben ja schließlich den puren Luxus. Und da Politiker stets über die Belange und Möglichkeiten ihrer Wähler BESTENS informiert sind und alle Hintergründe kennen, muss es ja wohl stimmen.
Wer nun IRGENDWANN einmal den Eindruck hatte, dass Politiker eben nicht immer alle Hintergründe kennen und eben nicht immer die Situation vor Ort erfassen, der möge sich bitte kurz überlegen, ob das in diesem Fall ebenso sein könnte.
(12.02.2012 15:49)
Furby
Alternative zu dieser Ministeu
Alternative zu dieser Mini-Pferdesteuer
Die Pferdesteuer hätte schon viel früher eingeführt werden sollen, zumal ein Pferd im Gegensatz zu einer Kuh, Ziege, etc. kein landwirtschaftliches Nutztier ist, sondern hauptsächlich der privaten Freizeitgestaltung Einiger bei hoher Flächenbeanspruchung dient.
Statt einer Pferdesteuer von jährlich ca. 200EUR (nichtmal 1Euro pro Tag) könnte auch eine "Gehwege-mit-Pferdehaufen-Verschmutzungsabgabe" von 200 Euro durch die die Pferde beheimatende Gemeinde erhoben werden.
Mit den Einnahmen ließen sich Kotbeutelspender installieren oder sozialversicherungspflichtige "PferdehaufenentsorgerInnen" beauftragen. Die Gemeinden hätten etwas Geld, die steuerfinanzierten Spazierwege vieler Gemeinden wären für die Anwohner wieder zum Spazieren/Naherholung nutzbar.
Auch eine Hundesteuer ist sinnvoll, wenn sie der Kotbeutelspenderaufstellung dient.
Wem eine sehr sinnvolle Pferdesteuer nicht zusagt, der hat die Alternative, sein für ca. 2-3 Stunden in der Woche zur persönlichen Freizeitgestaltung genutztes (Abstell-)Pferd an anderer Stelle unterzubringen; z.B. in der Tiefgarage seiner Wohnanlage in Hanau, Bad Homburg, Offenbach oder Frankfurt.
Die vielzitierte Ausnahme des Therapeutischen Reitens sollte hauptsächlich in medizinisch-therapeutischen Reittherapie-Zentren durch akkreditiertes Fachpersonal mit der Gesetzlichen Krankenversicherung als Kostenträger erfolgen.
(11.02.2012 22:02)
altmeier
Therapiepferd?
Lieber Herr Bla,
ein Therapiepferd hilft nicht gegen Aggressionen. Aber das Pferd als solches kann dies schon bewerkstelligen. Die intensive Beschäftigung mit einem Hund soll Ähnliches vermögen. Probieren Sie es doch einmal aus.
Wünsche ein Adrenalin- und Testosteron-armes Wochenende.
(11.02.2012 21:51)
Sers
Herr Bla?
Herr Bla, nur zur Information: Ein Pferd, das aus Krankheitsgründen zum Nichtschlachtperd erklärt wurde, kann nie wieder zum Schlachtpferd werden. Ich frage mich, woher kommt dieser Hass, diese offensichtlich abgrundtiefe Verachtung für Pferdebesitzer? Ihr Hund dient Ihnen genauso zu Ihrer persönlichen Freude, wie uns das Pferd. Ich bin gegen jede Form von Hobby- und auch Tiersteuer. Ich bin auch gegen eine Hundesteuer. Ein Hund ist privat günstiger untergebracht, als im Tierheim... für die Gemeinde und ich hoffe, dass die aktuelle Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Hundesteuer Erfolg hat. Natürlich erkenne ich die Not der Gemeinden! Damit habe ich mich sogar intensiv befasst. Aber bevor ich krakeele.. " ich werde schlecht behandelt, also behandelt die anderen mindestens genauso mies., " informiere ich mich und erkenne die Realität. Ich wünsche mir ein Volk, dass sich nicht von Politikern aufhetzen lässt. In diesem Land läuft etwas furchtbar schief und das zeigt sich jetzt in den einzelnen Kommunen. Aber so etwas löst man doch nicht mit Hass oder Hetzkampagnen!
(11.02.2012 17:12)
bla
Therapiepferd
@ThomasK
Schaffen Sie sich doch ein Therapiepferd an. Das soll gegen Agressionen helfen!
(11.02.2012 15:48)
ThomasK
unglaubwürdiger Dackelbesitzer
@Bla,
das hier: "Also Kopf hoch, ihr armen, in prekären Situationen lebenden Pferdebesitzer. So schlimm, dass ihr den Sattel selber tragen müsst wird es schon nicht kommen. " zeigt eindrucksvoll daß es Menschen gibt die sich mit Ihrer Situation abgefunden haben und dann aus purem Neid anderen das gleiche Schiksal an den Hals wünschen. Wirklich bemerkenswert. Ich bitte um Erläuterung wie man einerseits die Dackelsteuer als positives Signal für den Umsatz eines Industriezweiges als 'Vorteil' zu verkaufen sucht - um daraus bspws eine Pferdesteuer zu rechtfertigen - diese Argumentation erschliesst sich nicht. Ausgehend von dieser Argumentationslinie signalisiert es doch den Gemeindevertretern: iss egal wie mit Geldern umgegangen wird, welche Wünsche dem Volk erfüllt werden (Schwimmbadbau, Förderung vom Fußballverein durch einen Zuschuß zum Fußballplatzbau, Umgestaltung der Stadtmitte obwohl kein Geld da ist, u.s.w.) - am Ende zahlt es eh das wählende Volk durch die Einführung diverser Steueren oder Gebührenerhöhungen.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang also die flapsige Bemerkung: so schlimm wird es schon nicht kommen (mit der Einführung der Pferdesteuer)?
(11.02.2012 15:03)
bla
Beneidete Pferdebesitzer
Wer sich mit Pferdesteuer kein Pferd leisten kann, soll sein Auto verkaufen und zur Arbeit reiten. Oder sich eine Kuh kaufen.
Die eine jammert, dass die Steuer so hoch wäre, dabei gibt es sie noch garnicht!
Nutzt doch eure Rösser für die Arbeit, wofür ein Pferd eigentlich Haustier wurde, oder lasst sie frei.
Schliesslich besteht die Möglichkeit das Tier als Schlachttier zu deklarieren, dann könnte es sein, dass es keine Steuer kostet.
Also Kopf hoch, ihr armen, in prekären Situationen lebenden Pferdebesitzer. So schlimm, dass ihr den Sattel selber tragen müsst wird es schon nicht kommen.
(11.02.2012 10:10)
ThomasK
Pferdesteuer eine Neidsteuer
@bla
ist der Alias-Name ein 'Omen'?
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß 'Bla' weder die vorstehenden Kommentare noch den Artikel noch irgend einen anderen Text zum Thema gelesen hat.
Es geht nicht darum 'weil ICH Hundesteuer zahlen muß sollen DIE auch Pferdesteuer zahlen'. Mir als Pferdehalter ist die Begründung für eine Hundesteuer - so diese pauschal formuliert wird - reichlich unklar: warum gibt es Hundesteuer?
Nur die Tatsache daß eine Hundesteuer von diversen Gemeinden erhoben wird rechtfertigt nicht daß es 'auch' eine Pferdesteuer gibt/geben soll. Hundebesitzer können Ihr Begehr auf Abschaffung in gleichem Maße vortragen wie Pferdehalter in die Diskussion um die Einführung der Pferdesteuer einsteigen.
'Bla's' Meinung offenbart daß Pferdesteuer u.a. eine Neidsteuer sein wird - sollte diese kommen.
(11.02.2012 09:48)
Sers
Meine Ponys
Ich besitze 2 shetlandponys, eines ist chronisch krank, das andere sehr alt. Beide sind vom Tierschutz. Eine Pferdesteuer ist für mich absolut nicht leistbar! Kommt eine Pferdesteuer, kann ich sie (EU-Verordnung E-Pässe) nicht schlachten lassen, fürs Einschläfern sind sie nicht krank genug, das Tierheim kann sie nicht nehmen und kein Mensch nimmt ein Pony geschenkt, wenn er dafür Steuer bezahlen muss. Und mit diesem Problem bin ich absolut nicht allein. Mir bleibt nur der Wegzug. Oder mach ich es wie die Iren und setz die Ponys aus?
Diese völlig falsche Vorstellung von Pferdebesitzern bedroht meine Existenz und macht mir Angst. Müsste ich Steuern in solcher Höhe für mein Auto zahlen, dann hätte ich keines und ich bin beruflich darauf angewiesen.
(11.02.2012 06:46)
altmeier
Warum Hund gegen Pferd?
Die Hundesteuer ist eine Lenkungssteuer. Eine Pferdesteuer wäre dies nicht! Trotzdem finde ich es immer wieder schade wenn Hundebesitzer ein wenig versuchen den vermeintlichen Sozialneid zu schüren. Die meisten Pferdebesitzer sind nicht reich. Halte eine Pferdesteuer sogar für verfassungswidrig. 4 Pferde schaffen einen Arbeitsplatz. Vor mehr als 20 Jahren hat das Bundesland Bayern die Pferdesteuer als "nicht im öffentlichen Interesse" abgelehnt. Offenbar kann man in Bayern besser rechnen als in Hessen und NRW. Dies ist vielleicht auch der Grund warum dieses Bundesland gut dasteht. Tradition und Weitblick sind offenbar nicht gegensätzlich. Wir brauchen keine Pferdesteuer, sondern Politiker die Dinge bis zu Ende denken können. Es nervt wirklich langsam wie schlecht wir regiert werden.
(10.02.2012 22:34)
bla
Mein Dackel
Mein Dackel kostet Hundesteuer! Er sichert den Arbeitsmarkt von Tierärzten, Hundefutterindustrie, Hundekörbchenherstellen und Hundespielzeugfabrikanten.
Aufgrund der gestiegen Kosten werde ich mir nach meinem Dackel keinen Hund mehr anschaffen.
Pferde werden heutzutage zum größten Teil nicht mehr für die Arbeit, zum Essen oder zur Seifenherstellung gebraucht, sondern lediglich als Hobbytier gehalten.
Wer Geld hat, ein Pferd, das nur dem Spaß dient, zu unterhalten, der kann auch Pferdesteuer zahlen.
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