»Erlebnistag« der Ovag in der Kultur- und Sporthalle
Nidderau (aho). Gemeinsam hatten die Stadt Nidderau und die Ovag zu einem »Erlebnistag« in die Kultur- und Sporthalle (KuS) Heldenbergen eingeladen. »Wir machen verschiedene Veranstaltungen im Jahr«, erklärte die Organisatorin und Ovag-Sprecherin Anne Naumann am Samstag. Einmal im Jahr richtet der Energieversorger seinen »Erlebnistag« aus, jeweils in einer anderen Stadt seines Versorgungsgebietes.
Das Rex-Richter-Quintett in Aktion beim »Erlebnistag« zum 40. Geburtstag der Stadt Nidderau in der Kultur- und Sporthalle Heldenbergen. (Foto: Hofmann)
Dieser Tag sei allerdings ein besonderer: Denn zum einen feierte die Stadt Nidderau mit diesem Tag rund um die KuS ihr 40-jähriges Bestehen. Zum anderen spielte an diesem Nachmittag die deutsche Fußballmannschaft in Südafrika um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Das habe das Programm durcheinander geworfen, lachte Naumann: »Das kann man natürlich nicht ignorieren.« Manchmal könne man eben doch nicht alles voraussehen. »Wer hätte gedacht, dass Jogis Jungs es bis ins Viertelfinale schaffen?« Deshalb boten die Veranstalter auch ein »Public Viewing« vor der KuS an.
Über den Nachmittag konnten sich »die Kleinen« bei verschiedenen Attraktionen so richtig austoben: Kinderschminken, Torwandschießen, und Bullriding waren gefragt. Zudem stellten sich die örtlichen Vereine mit ihren Aktionen vor: Das Blasorchester Nidderau (BON) spielte, der Elektro- und Modellbauverein Nidderau ließ seine Flugobjekte rund um die Halle schwirren, und das Männerballett des Karnevalvereins »Die Schlüsselrappler« sorgte für gute Laune.
Und so gab es in der und rund um die Kultur- und Sporthalle ein vielseitiges buntes Programm. In der Halle spielte am späten Abend die Gruppe »Abba a life«, »das zweitbeste Original«, mit vielen Welthits der schwedischen Gruppe von »Mama Mia« bis »Dancing Queen« und sorgte so für große 80er-Jahre-Gefühle. Und das nicht nur bei jenen, die damals in die Disco gingen. Zuvor hatte das Berliner »Duo Sonambul« mit Telepathie, Gedankenlesen und Hypnose, also dem, was heutzutage als »Mentalmagie« bezeichnet wird, verblüfft. Dann sorgte das »Rex Richter Quintett«, eine der wohl schrillsten Schlager-Bands, mit Straßenfegern, Gassenhauern und Herzschmerz-Reißern für Schlagerstimmung à la Dieter-Thomas Heck, den die fünf gleich mitparodierten. Mit »Ein Bett im Kornfeld«, »Arrivederci Hans«, »Ich war noch niemals in New York« und »Rosen aus Athen« brachten sie die große weite Welt in die Halle. Ein wenig mehr Publikum hätte man angesichts des Stadtgeburtstages doch erwartet. Aber warum am Ende relativ wenige Nidderauer Bürgerinnen und Bürger zum zweiten Teil der 40-jährigen Feier kamen, konnte eine Zuschauerin auch nur vermuten - in einem Versäumnis. »Es wurde nicht mit Plakaten, sondern mit Anzeigen geworben. Und dann stärker als Ovag-Erlebnistag, weniger jedoch das Jubiläum der Stadt.«