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Schüler und Vereine turnen jetzt im Bürgerhaus

Artikel vom 18.02.2010 - 14.00 Uhr

Schüler und Vereine turnen jetzt im Bürgerhaus

Niddatal-Ilbenstadt (hed). Bei diesen winterlichen Verhältnissen wäre an Sport in der Turnhalle neben der Eichendorff-Schule sowieso nicht zu denken. Die alte Heizung war schließlich kaum noch in der Lage, den Raum zu erwärmen. Doch das ist nun Geschichte, denn die Sportstätte wird endlich rundum erneuert - inklusive der angeschlossenen Gymnastikhalle. Das Inventar ist bereits ausgeräumt.
Die Fenster sind brüchig, der Stahl verrostet: Die 1964 erbaute Turnhalle am Sportplatz wird für fast eine Million Euro saniert.
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Die Fenster sind brüchig, der Stahl verrostet: Die 1964 erbaute Turnhalle am Sportplatz wird für fast eine Million Euro saniert. Auch die benachbarte Gymnastikhalle der Stadt wird erneuert.
Die Fenster der Turnhalle haben zwar keine Löcher, die diversen Sprünge im notdürftig abgeklebten Glas zeugen aber von der jahrzehntelangen Nutzung. Die 1964 errichtete Halle hat ihre Zeit hinter sich. Die Politiker des Wetteraukreises, dem die Halle als Schulträger gehört, hatten nach langen Diskussionen entschieden, auf einen Neubau zu verzichten. Nun wird das Gebäude von oben bis unten saniert. Die Fensterfront in Richtung Sportplatz wird verkleinert, es gibt einen neuen Fußboden, neue Sanitär-, Geräte- und Sozialräume. Auch die Heizung soll modernisiert werden. 950 000 Euro stellt der Kreis dafür aus seinem Schul-Sonderinvestitionsprogramm zur Verfügung.

Die Stadt zahlt 300 000 Euro, um ihre angeschlossene Gymnastikhalle instandsetzen zu lassen. Beide Hallensanierungen werden vom Bad Nauheimer Architekturbüro Möller koordiniert. Die Arbeiten in der Gymnastikhalle sollen jedoch erst in ein paar Monaten beginnen.

Außer für den Schulunterricht wird die Halle hauptsächlich vom Turnverein Ilbenstadt genutzt. Die über zehn Gruppen des 700 Mitglieder starken Vereins sollen - wie auch die Eichendorff-Schüler - für die Dauer der Arbeiten im benachbarten Bürgerhaus unterkommen. Ein kürzlich abgehaltenes Koordinationsgespräch zwischen Stadt, Schule, Vereinen und dem Bürgerhaus-Wirt sei gut verlaufen, berichteten mehrere Vereinsvertreter. Die Clubs hätten viele Trainingszeiten beibehalten können, bei Veranstaltungen im Bürgerhaus hätten diese nichtsdestotrotz Vorrang.

»Eine Fußbodenheizung wäre toll«

Der Turnverein-Vorsitzende Manfred Steidl ist zufrieden mit der gefundenen Lösung: »Wir bekommen zwar nicht alle Gruppen im Bürgerhaus unter, sind aber froh, dass diese Möglichkeit besteht.« Der »eingerichtete Notdienst« sei vor allem für das Kinderturnen wichtig. Steidl: »Damit die Kleinen in Bewegung bleiben.«

Auf die Frage, ob ihm ein Hallenneubau lieber gewesen wäre, zuckt der TV-Vorsitzende mit den Schultern. »Wichtig ist, dass bald wieder vernünftig trainiert werden kann.« Über eine Fußbodenheizung würde er sich besonders freuen - »Das wäre ein schönes Geschenk zu unserem 100-Jährigen Bestehen«, sagt der Vereinschef.



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Artikel vom 18.02.2010 - 14.00 Uhr
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