Niddatal-Assenheim (udo). Zu einer Fledermaus-Nachtwanderung hatte die NABU-Umweltwerkstatt auf den Spielplatz an der Wettermündung eingeladen. Frank Uwe Pfuhl erläuterte zunächst, welche Fledermausarten es gibt und wie diese Tiere leben.
Über 80 - meist jüngere - Teilnehmer lauschen den Erläuterungen von Frank Uwe Pfuhl.
Später zogen die Exkursionsteilnehmer los, um mit Detektoren und Taschenlampen möglichst viele Fledermäuse aufzuspüren, die an der Nidda und der Wetter nach Insekten jagten. Die Veranstalter waren erstaunt, dass trotz leichten Regens über 80 Teilnehmer erschienen waren, zumeist Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern.
Zunächst durften am Umwelt-Mobil großformatige Fledermaus-Puzzles zusammengelegt werden. Dann teilten die Kinder Pfuhl mit, was sie bereits über Fledermäuse in Erfahrung gebracht hatten. Was nicht alle wussten: Fledermäuse fliegen zwar, sind aber keine Vögel, sondern Säugetiere. Deshalb legen sie auch keine Eier. Mit der Maus sind sie auch nicht verwandt. Mäuse sind Nagetiere, Fledermäuse bilden hingegen die am zweiten artenreichste Säugetierordnung. Sie kommen auf der ganzen Welt vor.
Insgesamt gebe es 1000 Arten, 23 davon in Deutschland, sagte Pfuhl. Die Spannweite des Großen Abendseglers betrage 40 Zentimeter - er erreiche eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Eine Zwergfledermaus wiege gerade mal fünf Gramm, verzehre aber knapp 250 000 Stechmücken in einem Sommer.
In zwei Gruppen, die von Natur- und Kulturführerin Dr. Doris Jensch und Pfuhl geleitet wurden, zogen die Teilnehmer zu den Gewässern, um das gelernte Wissen am lebenden Objekt zu überprüfen. (Foto: udo)