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Kapitän Lea entert die Senioren-Narrhalla

Artikel vom 25.01.2012 - 10.49 Uhr

Kapitän Lea entert die Senioren-Narrhalla

Niddatal-Assenheim (udo). Zur Faschingssitzung hatte die Stadt Niddatal ihre Senioren am frühen Sonntagnachmittag ins Bürgerhaus eingeladen. Diese wurde weitgehend von den Kräften der Assenheimer Karnevalsgesellschaft (AKG) »Verein Humor« gestaltet.

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Die Garde 3 und Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel unterstützen Silvia Kraft-Vetter von der »Weiberfassenacht« Kaichen. (Fotos: udo)
Es wirkten jedoch auch einige gut geschulte Narren des Turnvereins Vorwärts aus Ilbenstadt, der »Wissegickel« der Germania Sängerlust Bönstadt sowie der »Weiberfassenacht« und der Eintracht aus Kaichen mit.

Schunkelrunden stimmten auf den heiteren Nachmittag ein. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel begrüßte die Gäste mit gereimten Worten und rief zu Heiterkeit und Gelassenheit in allen Stadtteilen auf.

Nach dem Einmarsch hieß AKG-Präsident Achim Bohn das Publikum willkommen und skizzierte den allgemeinen Weltzustand. Als die Garde 1 in Weiß und Blau zu spritzigen Rhythmen getanzt hatte, verlas Hermann Rau sein Protokoll. Obwohl er zunächst noch die Bütt auf der Bühne vermissen musste, wandte er sich beredt missglückten Politikerkarrieren zu. Auch bei seiner Rundreise durch das verschuldete Europa gab es fast nur Unerfreuliches zu vermelden. Selbst der Niddataler Planetenweg, für den die Sterne nicht wirklich gut stehen, kam aufs Tapet. Nachdem die zwei »Tanzmariechen« Diana und Christina Voges übers Parkett gewirbelt waren, schneite Theaterbesucher Michael Hahn aus Kaichen vorbei und berichtete ambitioniert von »Treppenflur« und »Hochkultur«. Gespannt verfolgte das Publikum die Erstbesteigung einer Opernloge durch einen Kaichener.

Die »Hai Lights« des Turnvereins Vorwärts Ilbenstadt zeigten einen mitreißenden afrikanischen Tanz. David Kliem und Felicitas Klaus von den Bönstädter »Wissegickel« entwickelten fundierte (und fäkalreiche) Dialoge unter Raumpflegern. Das Jugendmännerballett kam mit weiblicher Verstärkung als Blaskapelle und tanzte immer schneller zu diversen Stimmungstiteln. Die »Majorettes« gestalteten ihre Twirlingshow zu »Bolero« und »Big Spender« und hatten leuchtende Stäbe dabei.

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Theaterbesucher Michael Hahn
Garde 3 holte nach ihrem entzückenden Tanz Silvia Kraft-Vetter von der »Weiberfasse-
nacht« Kaichen auf die Bühne, wo sie – angefeuert von Bürgermeister Hertel – volkstümliche Weisen darbot. Dieter Dallwitz erzählte lasziv von seinem bewegten Vorleben als Playgirl, das zahllose männliche Existenzen zerstört habe.

Florian Fink tanzte so virtuos, dass den Gästen Hören und Sehen verging, zu Klängen, die Verdis »Wilhelm Tell« nachempfunden waren. Jennifer Kraft, Katharina Huhn und Annabelle Meisinger profilierten sich als schräge, zickige Gardemädchen, die beherzt übereinander herziehen. Zahlreiche Anekdoten aus dem Tänzerinnenleben schienen liebreich auf. Auch die »Twirling Angels« ließen jetzt die Stäbe wirbeln, und die Formation »Borkis« gedachte beim Studium verblichener Klamotten und Platten der lange zurückliegenden Jugendzeit. Merkwürdige Gestalten der damaligen Zeit huschten halbverhärmt am Horizont vorbei. Auch Liedgut der Epoche wurde beschworen.



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Artikel vom 25.01.2012 - 10.49 Uhr
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