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FWG: Bürgerhäuser verkaufen, Leistungen streichen

Artikel vom 09.02.2012 - 13.39 Uhr

FWG: Bürgerhäuser verkaufen, Leistungen streichen

Niddatal (hed). Mit mehreren radikalen Sparvorschlägen will die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Niddatal den defizitären Haushalt der Stadt auf Vordermann bringen.

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Auch das Bürgerhaus in Kaichen sollte nach Ansicht der FWG schnellstmöglich verkauft werden. (Archivfoto: WZ)
So schlägt der Fraktionsvorsitzende Matthias Feige beispielsweise den schnellstmöglichen Verkauf der Niddataler Bürgerhäuser inklusive der Grundstücke vor – »wenn nötig, auch für einen Euro«.

Mit dem Verkauf der vier Bürgerhäuser würde jährlich ein Defizit im sechsstelligen Bereich wegfallen, betont Feige in einer Pressemitteilung.

Außerdem fordert die FWG in einem Antrag für die nächste Parlamentssitzung das sofortige Einstellen der freiwilligen Leistungen für Vereine. Die finanzielle Lage der Stadt erlaube es nicht, die Club wie bisher zu unterstützen. An sich wünschenswerte Förderungen müssten daher eingestellt werden. Sach- und Dienstleistungen sollten nur noch gegen »ein marktübliches Entgelt« erbracht werden, fordern die Freien Wähler. Zudem sollte geprüft werden, ob und unter welchen Bedingungen eine Zusammenlegung der vier Feuerwehrstandorte in Niddatal organisatorisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sei.

»Trotz aller gemeinsamen Anstrengungen des Stadtparlaments wird es voraussichtlich nicht möglich sein, einen ausgeglichenen Haushalt und einen Beitrag zur Schuldensenkung zu erreichen«, sagt Feige. Es sei zwar betrüblich, mit diesen Vorhaben die Vereine Niddatals belasten zu müssen, da diese durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten. Es könne aber auch eine Chance sein, wenn die Vereinsmitglieder weiter Eigeninitiative ergreifen und sich bereiterklären würden, angemessene Mitgliedsbeiträge zu zahlen.

Nicht kürzen möchte die FWG bei der Stadtbücherei. Zwar sei auch die eine freiwillige Leistung der Stadt, aber man halte die Förderung des Lesens für eine der wichtigsten und nötigsten Bildungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und nicht weniger für Erwachsene.

Der Fraktionsvorsitzende Matthias Feige aus Bönstadt ist erst in der jüngsten Mitgliederversammlung zum FWG-Vereinsvorsitzenden gewählt worden. Der langjährige Stadtverordnete Rüdiger Weitzel (Bönstadt) wurde stellvertretender Vorsitzender. Heidrun Raff als Schatzmeisterin und Barbara Feige als Schriftführerin wurden in ihren Funktionen bestätigt.

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Artikel vom 09.02.2012 - 13.39 Uhr
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