Niddatal-Assenheim (hed/pm). Nach dem Gewinn der Hessischen und der Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr konnten die »Bewegten Männer« der Assenheimer Karnevalsgesellschaft Verein Humor ihre Fans auch in diesem Jahr mit Erfolgen verwöhnen.
Zweimal Hessenmeister (Siegerfoto von 2009), einmal Deutscher Meister: Nach zehn Jahren Turniertanz sagen die »Bewegten Männer« Adieu.
So gab es erste Plätze bei den Turnieren in Altenstadt-Höchst und in Nidderau-Eichen sowie der Gewinn beim Spessart-Cup in Kempfenbrunn. Hier konnte das Team den Gewinnerpokal verteidigen, was zuvor noch keiner Gruppe gelungen war.
Dem 2. Platz beim Showtanzwettbewerb in Florstadt folgte die Verteidigung des Hessenmeistertitels in Weiterstadt. Der 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Köln war der krönende Abschluss der über zehnjährigen Wettkampfgeschichte der »Bewegten Männer«.
»Gerne hätten wir unseren Titel in Köln verteidigt«, sagt Tänzer Gunther Kraft, »aber das Quentchen Glück, das wir im letzten Jahr hatten, lag diesmal auf anderer Seite.« Beim Finaltanz habe es zudem einige Aussetzer der Technik gegeben. Zumindest blieb der Titel in der Wetterau: Sieger in Köln wurde die »Bärengarde« aus dem benachbarten Wöllstadt.
Man sei stolz darauf, bei allen vier »Deutschen« stets unter die Top Five gekommen zu sein. Auch die Gesamtbilanz zeige, dass die Assenheimer in den letzten zehn Jahren in der Szene tonangebend gewesen seien: Bei 48 Turnieren erklommen sie 42-mal das Treppchen - 22-mal standen sie ganz oben. Zudem hatten zahlreiche Auftritte, wie zuletzt bei »Hessen lacht zur Fassenacht«, die Jungs aus »Assem« über die Kreisgrenzen bekannt gemacht.
»Mit unserem Stil haben wir es jedes Jahr aufs Neue geschafft, das Publikum zu begeistern«, betont Stefan Bauer, Trainer und kreativer Kopf der Gruppe. Nicht nur die heimische Männerballett-Szene habe sich von den »außergewöhnlichen Ideen« der Assenheimer beeinflussen lassen. »Die Erfolge haben wir uns hart erarbeitet.« Aber auch »Neid und Missgunst« habe es gegeben - speziell nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, sagt Bauer. Das sei einer der Gründe, weshalb man sich aus künftigen Vergleichen unter Wettbewerbsbedingungen heraushalten wolle. Gleichwohl: »Im Laufe der Jahre haben wir viele Männerballette kennengelernt, die wir heute zu unseren Freunden zählen«, sagt Tänzer Holger Hartwig. Motivation und gesunder Ehrgeiz seien notwendig, um Top-Leistungen zu bringen, Anstand, Respekt und Akzeptanz aber sollten stets im Vordergrund stehen.