Niddatal-Kaichen (udo). Beim Männerballett-Turnier des Gesangvereins Eintracht landete die »Bärengarde« des NCV Nieder-Wöllstadt mit nur acht Punkten Rückstand hinter den »Ture Dancer« aus Zellingen (1518 Punkte von erreichbaren 1700) auf einem zweiten Platz.
Mit der wirklich wahren Geschichte der Gummibären überzeugt die Bärengarde des NCV Nieder-Wöllstadt. (Fotos: Dickenberger)
Die »Wöllschter« waren im Sommer Dritte bei den Deutschen Meisterschaften in Köln. Am Samstag präsentierten sie die »wahre Geschichte der Gummibärchen« und überzeugten in phantastischen Kostümen und einem irrwitzigen Tempo mit einer perfekten Choreografie. Als sie einen Teufelspakt mit Zaubertrank aufs Parkett brachten, tobte das Publikum.
Die siegreichen 17 »Ture Dancer« aus Zellingen in Franken hatten die weiteste Anreise. Sie führten ihre Lichtschau »Zeitreise« auf und faszinierten mit verblüffenden Tempowechseln, starken akrobatischen Einlagen und originellen Requisiten. Die Tänzer aus Bachrain waren mit ihrer »Venezianischen Hochzeit« die Dritten auf dem Treppchen. Meat Loafs »I would do anything for love« lieferte den Hintergrund zu einem traumhaften Finale. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel überreichte den Bachrainern den von ihm gestifteten Sonderpreis fürs schönste Kostüm.
In Kaichen ist der Karneval am Aschermittwoch noch nicht zu Ende. Zum sechsten Mal fand am ersten Samstag der Fastenzeit der Kontest der Eintracht statt. In den letzten beiden Jahren hatten die »Bewegten Männer« aus Assenheim und die »Schreckschruwe« aus Eichenzell gewonnen. Dass beide Mannschaften in beiden Jahren nicht nur in Kaichen gewannen, sondern nacheinander auch Deutsche Meister wurden, beweist die Brillanz des »Kaascher« Wettbewerbs. Diesmal fehlten zwar sowohl die Eichenzeller als auch die »Assemer«. Es gingen aber 18 Formationen an den Start. Deshalb wurde diesmal mit einer Ausnahme auf Einlagen außer Konkurrenz verzichtet: Nur die »Heringe« der gastgebenden Eintracht zeigten ihren Tanz über den wundersamen Traum eines Magiers, der bei den Kappenabenden eine Woche zuvor zur Welturaufführung gelangt war.
Die Moderatoren Ingeborg Martin, Michael Hahn und Erland Frech begrüßten zuerst die »Kehloff Cookies« aus Nieder-Weisel, die zum sechsten Mal dabei waren und mit ihrem Hurrikan- und Sonnenschein-Stück den 14. Platz belegten. Nach einer Zwischenmusik von DJ Andy Mahl zeigten die zwölf Tänzer aus Nieder-Kalbach den Streit englischer Bobbys mit »dämlichen« Touristen (Platz 11). Die »Saubande« aus Wächtersbach ließ »Engel und Teufel« gegeneinander antreten und Nonnen rocken (Platz 15). Nach diesem Beitrag zeigte »Schiss Lameng« aus Garbenheim bei Wetzlar eine Kino-Retrospektive mit einem Husarenritt vom Italo-Western über James Bond bis zu Ghost Busters (9. Platz).
Den »Kehloff Cookies« aus Nieder-Weisel stehen beim stürmischen Tanzen die Haare zu Berge.
Die »Herzbouwe« aus Heldenbergen setzten weniger auf Kostümwechsel als auf afrikanisches Kolorit, Tarzan und eine nur zu Beginn sehr zugeknöpfte Jane (Platz 8). Das Team aus Ruppertsburg gestaltete zu »Weltunter« eine gruftige Fortsetzung (13. Platz). Den gymnastisch versierten Indianern der »Bordies« aus Langendernbach war die Saaldecke zu niedrig, zumal sie den größten Akteur des Abends (205 Zentimeter) dabei hatten. Sie landeten auf Rang 4. »Stammtisch 72« und »Die Zwei plus Friends« überzeugten zu »Welcome to America« mit rasend schnellen Kostümwechseln und erreichten Platz 5.