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Urgestein des Naturschutzes im Ruhestand

Artikel vom 11.01.2012 - 08.30 Uhr

Urgestein des Naturschutzes im Ruhestand

Nidda (pm). Ein Urgestein des Wetterauer Naturschutzes ist in den Ruhestand verabschiedet worden: Forstoberamtsrat Josef Tiefenbach ist mit Ablauf des Jahres 2011 aus dem aktiven Dienst als Funktionsbeamter für Naturschutz beim Hessischen Forstamt Nidda ausgeschieden.

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Über 27 Dienstjahre war der Naturschutz ein Schwerpunkt von Josef Tiefenbachs Arbeit. Nun engagiert sich der Neupensionär ehrenamtlich für »sein« Thema.
Mehr als 27 Dienstjahre war der Naturschutz ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Der Neupensionär wird aber auch künftig dem Naturschutz im Ehrenamt erhalten bleiben. Das teilte der Leiter des Forstamtes Nidda, Bernd Reißmann, mit.

Die jüngere Siedlungsgeschichte der letzten 250 Jahre hat in der Wetterau zu starken Veränderungen geführt. Die Urbarmachung der Böden mittels Rodungen und Begradigungen von Fließgewässern, um die Bevölkerung zu ernähren, hatte Artensterben und einen erheblichen Verlust naturnaher Landschaftsbestandteile zur Folge. Schon früh erkannte Josef Tiefenbach diesen einseitigen Umgang mit der Natur, wollte weitere Fehlentwicklungen dieser Art stoppen sowie alle in seiner Macht stehenden Möglichkeiten der Wiederherstellung von natürlichen Strukturen nutzen. In den regionalen Naturschutzverbänden sowie im Kollegenkreis fand er Unterstützer, mit denen er viele Naturschutzprojekte umsetzte, um die Naturnähe zu erhalten und zu erhöhen sowie die Artenvielfalt zu verbessern.

Neben der enormen fachlichen Erfahrung und Qualifikation seien Tiefenbachs Fähigkeiten im Umgang mit Menschen herauszustellen, betont Forstamtsleiter Reißmann. Für die Umsetzung der Projekte erkämpfte Tiefenbach bei der Politik, den Behörden und den Vorgesetzten die Genehmigungen und die dazu gehörenden Finanzmittel. »Ohne seine diplomatische Art und seine Qualitäten als Teamplayer wären viele Projekte nicht zustande gekommen, mussten doch die vielfältigen Interessen an Natur und Landschaft unter einen Hut gebracht werden.«

Tiefenbachs praktischen Fähigkeiten führten zudem zur schnellen und unkonventionellen Umsetzung der Projekte, so dass viele Naturschutzgebiete der Wetterau ihren Bestand und ihre Entwicklung in hohem Maße seinem Wirken verdanken. Sein erfolgreiches Lebenswerk hinterlässt deutliche und überregional anerkannte Spuren in der gesamten Wetterau.

Die Kollegen verabschiedeten Josef Tiefenbach bei einer Feier und wünschten ihm alles Gute. Mit ihm verlässt ein Naturschutz-Urgestein der Wetterau die berufliche Bühne des Naturschutzes, nicht aber die des ehrenamtlichen Einsatzes. Froh sind daher alle Beteiligten, dass er auch im Ruhestand die Interessen des Naturschutzes in der Wetterau vertreten und wahren will. In diesem Zusammenhang freute sich Forstamtsleiter Reißmann darüber, dass er auch künftig vom fachlichen Wissen des Neupensionärs profitieren kann, indem er seinem Nachfolger Walter Schmidt bei der Einarbeitung tatkräftig zu Seite stehen wird. Zum Abschluss bekam Tiefenbach die vom Leiter des Landesbetriebes Hessen-Forst, Michael Gerst, unterschriebene Verabschiedungsurkunde überreicht, in der dieser ihm für die geleistete Arbeit seine Anerkennung darlegt. (Foto: pv)

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