Schon kurz nach 18 Uhr lassen die Blicke auf die ersten Wahlergebnisse Reimund Becker und seine Frau nichts Gutes ahnen. (Fotos: Stephan)
Bad Salzhausen solle als Naherholungsgebiet erhalten werden, forderte Seum in seinem Wahlkampf. Allerdings müsse sich die Stadt auch von Einrichtungen trennen, die sich mittelfristig nicht rentieren. Außerdem würden unter dem neuen Bürgermeister die Bauhöfe Nidda und Bad Salzhausen zusammengefasst werden, und die Kur- und Touristeninformation werde um das Stadt- und Citymarketing für die gesamte Stadt ergänzt. Die Vereine und besonders die Feuerwehren will Hans-Peter Seum unterstützen, und Nidda soll zu einer familienfreundlichen Stadt werden. Nicht zuletzt soll der »massenhafte Verkehr« aus der Innenstadt verbannt werden, hatte Seum im Wahlkampf gefordert.
Der 51-jährige neue Bürgermeister lebt im Stadtteil Fauerbach, wie schon Generationen seiner Familie zuvor, er ist verheiratet und hat drei Kinder. Bis 1969 besuchte er die Grundschule in Fauerbach und schloss seine schulische Laufbahn 1970 mit dem Abitur in Nidda ab. 1981 folgte der Wehrdienst in Marburg. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung als Industriekaufmann 1983 arbeitete er in der Stadtverwaltung Nidda. Hier war er in der Steuerabteilung, dem Ordnungs- und dem Hauptamt tätig. Den Verwaltungslehrgang I schloss er 1986 als Verwaltungsfachangestellter ab, den Verwaltungslehrgang II 1996 als Verwaltungsfachwirt. Ab 2001 wurde er Leiter des Wahlamtes Nidda sowie Leiter des Ordnungsamtes, der Straßenverkehrsbehörde, des Gewerbeamtes sowie des Bürgerservice mit Kfz-Zulassungsstelle. Als Gemeindewahlleiter war Seum seit 2006 tätig.