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Hans-Peter Seum wird Niddaer Bürgermeister

Artikel vom 08.03.2010 - 10.00 Uhr

Hans-Peter Seum wird Niddaer Bürgermeister

Nidda (arc). Der neue Bürgermeister von Nidda heißt Hans-Peter Seum. Der parteilose Kandidat konnte sich in der Stichwahl am Sonntag mit 62,7 Prozent der Stimmen gegen Reimund Becker (SPD) durchsetzen.
Strahlender Sieger: Hans-Peter Seum bei einem seiner ersten Interviews.
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Strahlender Sieger: Hans-Peter Seum bei einem seiner ersten Interviews.
Der kleine Saal des Bürgerhauses, in dem die Wahlergebnisse bekannt gegeben wurden, war diesmal zu klein für die vielen interessierten Bürger und die Gäste aus Kommunal-, Kreis- und Landespolitik sowie die Bürgermeister der Nachbarkommunen. Schon kurz nach 18 Uhr war kaum noch ein Stehplatz zu ergattern.

Gegen 19 Uhr wurde Hans-Peter Seum von den anderen Bürgermeistern inoffiziell in deren Kreis aufgenommen. Mit zu den ersten Gratulanten gehörte auch Seums Vorgängerin Lucia Puttrich (CDU), die im September letzten Jahres in den Bundestag gewählt worden war und deshalb nach 15 Jahren ihr Amt aufgegeben.

Im ersten Wahlgang am 21. Februar hatte Hans-Peter Seum 37,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, Reimund Becker 32,8 Prozent. Bei der folgenden Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten setzte sich Seum schnell an die Spitze. Die Balkendiagramme auf der Leinwand sorgten bei seinen Anhängern immer wieder für Applaus und Jubel. Seums Motto »Nidda ist nur so gut wie seine Stadtteile« schien gut angekommen zu sein, holte er doch gerade in den Stadtteilen viele Stimmen.

Ganz vorn im Saal stand Mitbewerber Becker, vorne und damit ein wenig außen vor. Mittendrin dagegen war Seum, der den aufkommenden Jubel bei jedem neuen Teilergebnis der Wahl genoss. So nahm er auch mitten im Trubel die ersten Glückwünsche entgegen und war »sprachlos« über das gute Ergebnis der Stichwahl. Trotzdem rief er in den Saal »Ich muss jetzt was sagen, oder? Ich lad’ euch alle ein nach Fauerbach!«

Was sich nach Seums Wahlprogramm in Nidda alles ändern solle, kam bei den Bürgern offenbar gut an. So sei es ihm wichtig, ein besseres Wir-Gefühl in Nidda zu erzeugen, eine gemeinsame Identität zu schaffen, hatte er beton. Die Ortsbeiräte sollten mehr zu Entscheidungen hinzugezogen werden und mehr zu eigenständigem Handeln ermuntert werden. Um den Verfall der Dorfkerne zu verhindern, sollen nach Seums Bekundungen nur dann Baugebiete ausgeschrieben werden, wenn für leerstehende Immobilien im Dorfkern Konzepte bestehen und umgesetzt werden.



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