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Ahmadiyya-Motto: Liebe für alle, Hass für keinen

Artikel vom 08.09.2011 - 14.32 Uhr

Ahmadiyya-Motto: Liebe für alle, Hass für keinen

Nidda (pm). Zusammen mit Stadtrat Klaus-Peter Cos hat die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (SPD) die Moschee der Ahmadiyya-Muslim-Jamaat besucht, die im Juni eröffnet wurde. Empfangen wurden sie vom Vorsitzenden des Moscheevereins, Fekret Ilgöy, und weiteren Gemeindemitgliedern.

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Stadtrat Klaus-Peter Cos, Lisa Gnadl, Rafique Khawaja und andere Mitglieder der Gemeinde (v. r.). (Foto: pv)
Die Glaubensgemeinschaft zählt rund 30 000 Mitglieder in Deutschland, von denen etwa 250 zur Niddaer Bait ul-Aman Moschee (auf Deutsch: »Haus des Friedens«) gehören. Die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat bezeichnen sich als islamische Reformgemeinde, die in dem 1835 geborenen Inder Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad den verheißenen Messias sieht, der den Islam erneuerte. Der Glaube an diesen Propheten spaltet die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat von den orthodoxen Muslimen und führt dazu, dass Ahmadiyya-Anhänger in vielen islamischen Ländern nicht als Moslems anerkannt oder verfolgt werden.

Als Grundprinzipien nennen die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat die Verteidigung von Glaubens- und Meinungsfreiheit sowie die Ablehnung von Gewalt, was sich im Leitsatz »Liebe für alle, Hass für keinen« widerspiegelt. »Auch Loyalität gegenüber den Ländern, in denen wir wohnen und in denen viele unserer Gemeindemitglieder Zuflucht und Religionsfreiheit gefunden haben, ist für uns selbstverständlich. Deswegen bemühen wir uns stark um die Integration in die Gesellschaft«, erklärte Rafique Khawaja von der Ahmadiyya-Gemeinde Nidda.

Gnadl unterstrich das ehrenamtliche Engagement, mit dem die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat auf sich aufmerksam machen: »Vor allem die Putz-Aktionen am 1. Januar, bei denen die Gemeindemitglieder die Straßen von den Silvesterüberresten säubern, zeigen, dass sich Ahmadiyya-Anhänger in unserer Gesellschaft engagieren wollen.« Dieses Ziel verfolge auch die Moschee in Nidda, die nicht nur ein Gebetshaus, sondern auch ein Ort der Begegnung sei. »Neben unserem Tag der offenen Tür veranstalten wir Frauen-Frühstücke und empfangen Schulklassen. Außerdem ist unser Freitagsgebet immer zweisprachig – in unserer Herkunftssprache Urdu und auf Deutsch«, erklärte Khawaja.

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