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Münzenberg und das "Wetterauer Tintenfass"

Artikel vom 11.01.2008 - 14.29 Uhr

Münzenberg und das "Wetterauer Tintenfass"

Die Stadt Münzenberg (5750 Einwohner) liegt im Norden in der sich zwischen dem Ballungsraum Frankfurt und dem Gießener Becken ausbreitenden »Goldenen Wetterau«. Das Wahrzeichen der Stadt und ein herausragendes Kulturdenkmal dieser Landschaft ist die Burg Münzenberg, die wegen der zwei gewaltigen Rundtürme auch »Wetterauer Tintenfass« genannt wird.
Burgruine Münzenberg
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Burgruine Münzenberg
© Stadt Münzenberg
Die Burg, während der Regentschaft von Kaiser Friedrich I. Barbarossa um 1160 gebaut, ist eine der größten deutschen Burganlagen und bildet heute unter den Burgen des hohen Mittelalters die bedeutendste neben der Wartburg. Zu ihren Füßen liegt der Stadtteil Münzenberg mit seinem gut erhaltenen Stadtkern, vielen Fachwerkhäusern, einer gotischen Kapelle, einem alten Ziehbrunnen, dem Rathaus (16. Jahrhundert), der Pfarrkirche, der Stadtmauer und dem in der Gemarkung liegenden Galgen. Ein Ausblick von dem noch zu besteigenden Turm der Burgruine auf die Wetterauer Landschaft, von Vogelsberg bis Taunus, bietet für den Besucher einen besonderen Reiz.

1995 konnte Münzenberg seine 750-jährigen Stadtrechte feiern. Auch die anderen Stadtteile blicken auf eine lange Vergangenheit zurück. Aus Funden ist die Besiedlung des Gebietes seit etwa 3000 v. Chr. belegt. Der Stadtteil Trais wurde 790 und der Stadtteil Gambach 798 erstmals urkundlich erwähnt. Der Stadtteil Ober-Hörgern ist seit 1271 nachweisbar. In diesen Stadtteilen gibt es noch wohlerhaltene dörfliche Straßenzüge und andere historische Baudenkmäler. Das Wahrzeichen von Gambach ist der 52 Meter hohe Turm der von 1698 bis 1703 erbauten evangelischen Kirche. Daneben steht das historische Rathaus von 1561. Auch die alte Dorfkirche in Trais ist besonders erwähnenswert. Schließlich ist sie die älteste Kirche der Stadt. In allen Stadtteilen sind Dorferneuerungsmaßnahmen zur Erhaltung der historischen Bausubstanz und zur Stärkung der Ortskerne durchgeführt worden.

Die heutige Stadt Münzenberg wurde im Zuge der Gebietsreform 1972 gebildet und hat Wohnsitzcharakter mit sehr guter Infrastruktur sowie landwirtschaftlichem Gepräge. Verkehrsmäßig ist die Stadt über das Gambacher Kreuz (A 5/A 45) und die Anschlussstelle Münzenberg erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stadt ebenfalls erreichbar durch die Busverbindung zum Bahnhof Butzbach. Weiterhin verfügt Münzenberg über ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz. Es liegt am Fernradweg R 6 sowie an der Apfelwein- und Obstwiesenroute. In der Zeit von April bis Oktober verkehrt an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat eine historische Eisenbahn zwischen Bad Nauheim und Münzenberg.

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Artikel vom 11.01.2008 - 14.29 Uhr
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