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Rohrbruch in Lollar: Feuchte Teile brachen aus Zimmerdecke

Artikel vom 04.02.2012 - 10.30 Uhr

Rohrbruch in Lollar: Feuchte Teile brachen aus Zimmerdecke

Lollar (js/esk). Die vergangenen Tage waren für Anne-Katrin Schuck und ihren Lebensgefährten Jürgen Bendig von den Vorbereitungen auf ihre standesamtliche Trauung in zwei Wochen geprägt. Seit dem frühen Donnerstagabend ist die Vorfreude dem Schock durch einen Schicksalschlag gewichen.

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Zerstörte Decken in Räumen des Fachwerkhauses müssen mit Balken abgestützt werden. (Foto: esk)
Wie die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete, hatte am 2. Februar ein Wasserrohrbruch in der Heizungsanlage unter anderem Schlaf- und Wohnzimmer der künftigen Eheleute in dem Fachwerkgebäude in der Gießener Straße in Lollar unbewohnbar gemacht, in der sie mit ihrem einjährigen Sohn Fabian Mika Mieter sind.

Das Wasser hatte sich in dem Haus iin allen Stockwerken ausgebreitet, eingesaugt und die Decken aufgeweicht, die sich stückweise löste. Die Feuerwehr Lollar, die Polizei und das Technische Hilfswerk (THW) waren umgehend am Einsatzort und trockneten das Gebäude aus, soweit es noch möglich war. »Das Mobiliar vor allem in unserem Schlafzimmer ist völlig unbrauchbar geworden.« Jürgen Bendig, der bei einem Lebensmittelmarkt arbeitet, schüttelte am Donnerstagabend immer wieder den Kopf, als er mit dem Ausmaß des Unglücks konfrontiert wurde. Er wohnt vorerst mit seiner Lebensgefährtin und dem Sohn bei den künftigen Schwiegereltern, deren Haus sich ebenfalls in der Gießener Straße befindet.

 

Tränen der Verzweiflung

 

Bendig ist nach dem Wasserrohrbruch bewusst geworden, was seiner Familie hätte geschehen können. Nicht auszudenken, wenn sich jemand im Schlafzimmer aufgehalten hätte, als dort Deckenteile herunter brachen. »Niemand von uns ist verletzt, das ist für uns das Wichtigste.« Über den Weg der Zeitung möchte er sich schon mal bei den Nachbarn und den Einsatzkräften bedanken, die weiteren Schaden verhindert und geholfen haben. Auch der Lollarer Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek war sofort zur Stelle.

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Geschockt: Jürgen Bendig
Das Ausmaß des Schadens wurde am Freitagmorgen noch deutlicher, als die Familie nach einer unruhigen und schlaflosen Nacht in ihre teilweise zerstörte Wohnung zurück durfte, um einiges des nicht zerstörten Hab und Guts noch zu retten. Sowohl das Schlaf- als auch das Wohnzimmer sind durchweg mit Stützbalken versehen, um ein weiteres Einstürzen der Decke zu verhindern. Die Familie und deren Angehörige konnten die Tränen der Verzweiflung nicht zurückhalten, als sie die Räume bei Tageslicht betraten. Der Vermieter versprach der Familie, alle erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen. Die Versicherung sei informiert, und man hofft auf eine schnelle, unbürokratische Schadensregulierung. Es trifft Jürgen Bendig und Anne-Katrin Schuck besonders hart, da erst kürzlich die Fachwerkwohnung komplett renoviert und mit neuem Mobiliar ausgestattet wurde. Die Erkenntnis, über Nacht wohnungslos geworden zu sein, sei schon hart genug, so Anne-Katrin Schuck. Jetzt auch noch die zusätzliche finanzielle Belastung für Neuanschaffungen tragen zu müssen, sei kaum zu bewältigen. Dankbar ist die Familie, dass keiner zu Schaden kam.

Wie dramatisch dieser Wasserrohrbruch war, zeigt auch das Medieninteresse, waren doch mehrere Fernsehsender vor Ort.

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Artikel vom 04.02.2012 - 10.30 Uhr
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