Lollar (mb). Bilderbuchwetter, Schwimmbadwetter. Temperaturanstieg, Hochsommerhitze. An die 30 Grad Celsius im Schatten garantierten zwar trockene Straßen, boten den Radsportamateuren aus ganz Deutschland zur Bewältigung anstrengender Strecken mit nicht geringen Steigungen aber keine idealen Voraussetzungen. Nicht wenige Pedaleure scherten aus und gaben auf. Drei Vereine, eine Veranstaltung. Drei Rennen an zwei Tagen. Ein Sieger.
Der Fanfarenzug »Zauberklang« Gießen spielte am Samstag neben der Rundstrecke in Lollar und hatte auch hoffnungsvoll stimmenden Nachwuchs mitgebracht. (Foto: mb)
Zum ersten Mal warteten der Radfahrerverein »Germania« 1895 Lollar, die Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck sowie die Radfahrervereinigung 1905/27 Gießen-Kleinlinden mit dem »Rad-Cup Mittelhessen« auf. (Siehe auch Sport, Seite 17.)
Der Samstag begann mit einem Einzelzeitfahren in drei Klassen von Salzböden nach Krofdorf-Gleiberg. Am Nachmittag und am Abend ging es gleichfalls in drei Klassen um den »Engel & Jung«-Cup auf einer Rundstrecke durch Lollar. Der Sonntag stand im Zeichen des Rennens »Rund im Lumdatal« von Allendorf durch Climbach, Allertshausen und Londorf wiederum nach Allendorf.
Zum Start- und Zielplatz der Rundstreckenrennen von Radsportlern aus Berlin, Bochum, Bonn, Celle, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Frankfurt, Fulda, Gera, Göttingen, Grünberg, Hannover, Ilbenstadt, Kassel, Köln, Mainz, Marburg, Regensburg, Rockenberg, Rüsselsheim, Saarbrücken, Trier, Wiesbaden und anderen Radsportvereinen mehr wurde am Samstagnachmittag das Karree am Rathaus und am Bürgerhaus. Unweit des leider nicht sprudelnden Rathaus- und Bürgerhausbrunnens waren Stände und Wagen aufgebaut, an denen die Startnummern ausgegeben, die Zeiten gemessen und die Rennverläufe - von Hasso Redenz (RV Sossenheim) - kommentiert wurden.
Bürgerhausgastronom Ulrich Stark hatte Kaffee-, Bier-, Würstchen- und Steakverkauf ausgelagert. Zur Stelle war ein Radsportlerausstatter mit einem reichhaltigen Angebot von Helmen über Jacken, Taschen, Trikots und Schuhe bis zu Rennkompressoren.
Zum ersten Rundstreckenrennen (Jedermann-Rennen, Lizenzfahrer der Senioren) um den »Engel & Jung-Cup« starteten die Teilnehmer auf dem Holzmühler Weg pünktlich um 16 Uhr und hatten 18 Runden zu je zweieinhalb Kilometern (45 Kilometer) zu absolvieren.
Zum zweiten Rennen (Senioren-Rennen II, III und IV) wurde der Startschuss um 17.30 Uhr gegeben. Zu fahren waren 20 Runden zu je zweieinhalb Kilometern (50 Kilometer).
Das dritte Rennen (A-, B-, C-Rennen, Elite-Akteure) begann um 19 Uhr. Die Teilnehmer hatten 25 Runden zu je zweieinhalb Kilometern (62,5 Kilometer) zu bewältigen. Geradelt werden musste vom Holzmühler Weg durch den Lärchenweg, den Tannenweg, die Waldstraße, die Heinrich-Schmidt-Straße, den Alten-Busecker Weg und die Richard-Wagner-Straße wieder zum Holzmühler Weg. Einige Runden wurden als Prämienrunden um Bargeldprämien gefahren, die von Lollarer Geschäftsleuten spendiert worden waren.