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Prunksitzungen in Ruttershausen

Artikel vom 29.01.2012 - 19.28 Uhr

Prunksitzungen in Ruttershausen

Lollar (vh). An zwei Abenden sorgte der CCR im Gemeinschaftshaus in Ruttershausen für ausgelassene Stimmung. Die beiden Prunktsitzungen standen utner dem Motto: »Die Pharaonen lachen, der CCR lässt’s krachen«.

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Die CCR-Knallbonbons (Foto: vh)
Die neue Deckendekoration im Gemeinschaftshaus Ruttershausen in den traditionellen Vereinsfarben Rot und Weiß ist wiederverwendbar, der jährliche Karneval immer einmalig. Das gilt ebenso für das Bühnenbild, dem der fachkundige Dekorateur Gerd Lippert seit Jahren schon Glanz verleiht. Für das Motto der aktuellen Kampagne hatten sich die Macher des Carneval Club Ruttershausen (CCR) rein gedanklich von der Lahn an den Nil begeben und anstandslos eine völlig sinnfreie Verbindung hingekriegt: »Die Pharaonen lachen, der CCR lässt’s krachen«. Hauptsache für die 35. Prunksitzung gilt, was der Sitzungspräsident Udo Weimer ausdrücklich betonte: »richtig Gas geben«. Genau genommen wären es ja 70 Sitzungen, denn der CCR richtet seine Narrhalle stets zweimal aus. Am Freitag war das Gemeinschaftshaus rappelvoll, Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek anwesend; bei der Wiederholung am Samstag blieben einige Plätze unbesetzt, dafür nahmen Ortsvorsteher Edmund Weigl und Pfarrer Andreas Lenz teil. Insgesamt gaben sich närrische Hoheiten mit Gefolge aus Gießen, Laubach, Mainzlar, Krofdorf-Gleiberg und natürlich Lollar-Ruttershausen die Ehre. Weil die Vereine der fünften Jahreszeit »alle eine große Familie« seien, wie Weimer beteuerte, besuche man sich gegenseitig. Als beliebtes Gastgeschenk wird die Tanzgarde losgeschickt. In Ruttershausen freute sich das Publikum über die Gießener Fassenachts Vereinigung (Artillerie-Korps), den Carnevalverein »Germania« Lollar, Carnevalverein Alten-Buseck und den Karnevalverein Großen-Buseck.

Ganz regulär in den Programmablauf reihten sich die Pharaonenfrauen des DCC Nonnenroth ein. Nicht nur, dass der Gastverein aus dem Südosten des Landkreises dem Sitzungsmotto gründlich huldigte, der Auftritt im Stile von Varieté-Tänzerinnen brachte optisch wiederum zwei Flüsse zusammen. Dieses Mal die Lahn und die Seine, weil der besonders exotische Beitrag der Weltstadt Paris zur Ehre gereicht hätte. Den Pharao mimte übrigens kein anderer als Sitzungspräsident Weimer.

Weil der Karneval in Ruttershausen mit ungefähr 80 Aktiven eine aufwändige Sache ist mit viel Jugendarbeit, freuen sich alle über den spendierfreudigen Senat des CCR. Weimer dankte den würdigen Herren, die sogleich den erwarteten Briefumschlag übergaben. Weil Geld nicht alles ist, wurden regelmäßige Kampagnehelfer, die gerade bei den Sitzungen an verschiedenen Stellen tatkräftig anpacken, dafür belobigt.

Die Trainerinnen der Garden, Lena Kraber, Lea Becker, Nicola Lynker, Annika Schön und Ilone Kraft, dürfen auf Vereinskosten zu den Deutschen Meisterschaften im karnavalistischen Tanzsport am 17. und 18. März in Münster/Westfalen fahren – inklusive Aufenthalt im Wellnesshotel. Für drei CCR-Mitglieder hatte Burghard Hoffmann, seines Zeichens der Bezirksvorsitzende der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK), sogar den großen Verdienstorden mitgebracht (Bericht folgt).

Viel bejubelt wurden natürlich die Auftritte der verschiedenen Garden. Die Jüngsten, Konfettis genannt, überraschten mit dem Showtanz »Sesamstraße« in farbenfrohen Kostümen. Die Knallbonbons gefielen mit dem Marsch »Grenada«, die Teeniegarde lieferte zu dem Marsch »My life would suck without you« eine tolle Leistung und die Tanzgarde machte Stimmung mit dem Titel »Nur geträumt« von Nena. Vom »Projekt 33« wurde der Showtanz »Tarzan« bejubelt. In der Bütt brachten Harald Käs (Mitglied von Kork und im CCR-Elferrat) als Hessenbauer und »Hans aus dem Pott« alias Hans Friedrich aus Duisburg die Leute zum Lachen. Peter Heinzmann aus Marburg unterhielt mit seiner Gesangsshow und die »Bembelsänger« aus der Wetterau beanspruchten die Lachmuskeln mit Comedy A-capella. Seit einigen Jahren glänzen die »Aerobic Dreamboys«, jetzt ehemalige Abiturienten der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar, mit sportlichem Reiz auf der Narrenbühne. Kork machte die Musik zum Finale.

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Artikel vom 29.01.2012 - 19.28 Uhr
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