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Premiere für »Servicekräfte« an der CBES

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Artikel vom 10.10.2012 - 09.28 Uhr

Premiere für »Servicekräfte« an der CBES

Lollar/Staufenberg (khn). Beim Verpflegungstag an der Clemens-Brentano-Europaschule übernahmen die Schüler nicht nur den Kochlöffel, sondern auch die Tabletts, um ihre Mitschüler und Lehrer zu bekochen und ihnen dann die Speisen zu servieren.

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Da hatten sie den Salat: Die Nachwuchs-Köche an der Clemens-Brentano-Europaschule bereiteten in der Küche die Speisen für die Mensagäste vor. (Foto: khn)
In der Küche von Elzbieta Siemon und Irmgard Wolf herrschen klare Regeln: »Zuerst bitte Hände waschen«, sagten sie, als die Kinder in die Mensaküche der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) liefen. Aber auch Fürsorge: Verbrennt sich mal einer, heißt es sofort: »Lass kaltes Wasser drüber laufen.« Diese Balance war auch nötig, als die Siebtklässler gestern ihre Mitschüler bekochten. Der Anlass: Die Vernetzungsstelle »Schulverpflegung« Hessen hat für den heutigen Mittwoch den Schulverpflegungstag ausgerufen – die CBES hat ihn wegen einer internen Veranstaltung vorgezogen. Gefördert wird die Vernetzungsstelle von den hessischen Ministerien für Kultur sowie für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Montags bis donnerstags machen Kinder und Jugendliche aus den Klassen 7 bis 10 im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts die Mensa zurecht und kochen. Anlässlich des Verpflegungstags hatten sich Freiwillige gemeldet, die ihre Mitschüler und Lehrer bedienen wollten. Das ist eine Premiere. »Wenn es klappt, machen wir das jede Woche«, sagte Siemon. Bevor es ans Schälen und Brutzeln geht, müssen die Schüler die Grundlagen jeder Küchenarbeit kennen: die Hygienevorschriften. Erst dann dürften sie sich beispielsweise an Spaghetti wagen. »Je nach Willen werden die Gerichte anspruchsvoller«, sagte Siemon.

Das kann bei 100 Essen, die täglich herausgehen, eine Herausforderung sein. So lernten die Nachwuchsköche, mit Druck umzugehen, zusammenzuarbeiten, um das Essen pünktlich herausgeben zu können. Dafür entschädige die positive Resonanz der Mensagäste. Gestern gab es Kürbissuppe, Hähnchen- oder Schweineschnitzel mit Pilzsoße und Kartoffeln, Kartoffeltaschen mit Soße und Reis, Salat und Himbeerjoghurt. Die Schüler sollen Lust bekommen, öfter in der Mensa zu essen, sagte Siemon. »Sie sehen, dass wir qualitativ hochwertige Produkte verarbeiten.« Vieles sei »Bio« und komme von Direktvermarktern aus der Region. Siemon kündigte an, dass die Preise in der Mensa nach den Herbstferien leicht erhöht werden – »um die Qualität zu gewährleisten«. Bisher kostet die Suppe 50, der Nachtisch 40 Cent und der Hauptgang zwei Euro. Außerdem soll nächstes Jahr die Mensa gestrichen und neu eingerichtet werden.

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Artikel vom 10.10.2012 - 09.28 Uhr
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