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21.06.2010 - 13.00 Uhr
Lollar: Klärungsbedarf bei der Anbindung an die Marburger Straße
Lollar (mb). Nicht recht voran kam - was nach den vorbereitenden Ausschusssitzungen aber abzusehen war - die Stadtverordnetenversammlung Lollar in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mit drei Themen der Tagesordnung: Anbindung der Straße »Am alten Bahnhof« an die Marburger Straße (Landesstraße 3475) in Lollar, Sanierung der Toilettenanlage und Erneuerung der Außentür zur Kegelbahn im Schwimmbadrestaurant sowie die Anschaffung von Tischen und Stühlen für die Gemeinschaftseinrichtungen der Stadt Lollar (Bürgerhaus Lollar, Mehrzweckhalle Odenhausen, Gemeinschaftshaus Ruttershausen sowie Dorfgemeinschaftshaus Salzböden).
Zur Straßenanbindung berichtete der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Naturschutz, Umwelt und Bauen, Helmut Zecher (Freie Wähler), dass den Ausschussmitgliedern zwei Varianten zur Umgestaltung des Einmündungsbereiches Marburger Straße/Am alten Bahnhof vorgestellt worden waren. Nicht auf Gegenliebe gestoßen waren unter anderem die vorgeschlagene Aufhebung der in der Marburger Straße nahe der Einmündung vorhandenen Busbucht und deren Ersatz durch ein in Richtung Marburg verschobenes Bushaltestellen-Kap auf der Fahrbahn sowie die eventuelle Steuerung der Fußgängerampel auf der Marburger Straße durch eine Induktionsschleife. Die Ausschussmitglieder hatten die Befürchtung geäußert, das Risiko für Unfälle werde größer. Verlangt worden waren von ihnen die Vorlage einer Kostenberechnung für beide Varianten bis zu ihrer nächsten Sitzung, die im August einberufen werden soll. Die Stadtverordneten stimmten der Vorgehensweise einmütig bei einer Enthaltung (Freie Wähler) zu.
Zu Verbesserungsmaßnahmen im Schwimmbadrestaurant am städtischen Waldschwimmbad hatte der SNUB-Ausschuss, so Vorsitzender Zecher, »einiges an Klärungsbedarf« bekundet und sich eine Ortsbesichtigung vorgenommen. Damit zeigten sich die Stadtverordneten gleichfalls einmütig einverstanden.
Mit den Tischen und Stühlen hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) befasst, dessen Vorsitzender Hartmut Wirth (SPD) daran erinnerte, dass von seiner Fraktion ein Änderungsantrag vorgelegt worden war. Dieser Antrag fand in der Stadtverordnetensitzung bei einer Enthaltung (Freie Wähler) wiederum einmütige Zustimmung und lautet: »In allen Gemeinschaftseinrichtungen wird das vorhandene Mobiliar (Tische und Stühle) dahingehend überprüft, ob es kostengünstig repariert werden kann oder eine Ersatzbeschaffung notwendig ist. Gleichzeitig soll eine Bestandsaufnahme des tatsächlich vorhandenen Mobiliars vorgenommen werden. Die ermittelten Zahlen und Kosten, in welcher Stückzahl sind wo Ersatzbeschaffungen notwendig und wo muss/kann zu welchen Kosten eine Reparatur stattfinden, sind dem HFA zeitnah zur weiteren Beratung vorzulegen.« Ergänzend wurde festgehalten, dass der Zustand der Möbel von zwei Bauhofbediensteten, die Schreiner sind, und von den Hausmeistern überprüft werden soll.
Für Lollar und Odenhausen sollen 80 Zentimeter breite Tische beibehalten bzw. beschafft werden, für Ruttershausen und Salzböden 70-Zentimeter-Tische. Dem Stadtverordneten Markus Wojahn (CDU) war nicht einsichtig, warum 80 und 70 Zentimeter breite Tische beibehalten werden sollen. Er sprach sich dafür aus, mittelfristig eine Vereinheitlichung anzustreben und zu erreichen.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Norman Speier widersprach: Die Ergebnisse der Diskussionen in den Ortsbeiratssitzungen seien in den Antrag eingeflossen; ausdrücklich gewünscht worden seien - wegen der Art der regelmäßigen Veranstaltungen - die unterschiedlichen Tischbreiten; ohnehin sei nicht daran gedacht, Tische eventuell von Gemeinschaftshaus zu Gemeinschaftshaus zu transportieren, weil sie dann schneller kaputt gehen würden.