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26.01.2010 - 07.00 Uhr
Im Vorjahr 81 Feuerwehr-Einsätze in Lollar
Lollar (mb). 81 Einsätze, von denen Wehrführer Hanno Schönbrunn berichtete, hatte die Freiwillige Feuerwehr Lollar im vorigen Jahr zu bewältigen. Dabei wurden einschließlich Bereitschaftszeiten 998 Einsatzstunden geleistet. Ausrücken mussten die Feuerwehrmänner und -frauen zu 29 Brandeinsätzen, zu 36 Hilfeleistungseinsätzen und nach 16 Fehlalarmen.
Geleistet wurden die Einsätze bei sieben Großbränden, fünf Mittelbränden und 13 Kleinbränden sowie acht Verkehrsunfällen. Achtmal mussten Ölspuren oder ausgelaufene Betriebsstoffe beseitigt werden, achtmal erforderten Tiere bzw. Insekten einen Einsatz, dreimal wurde Amtshilfe geleistet. Einmal war ein Gefahrguteinsatz zu absolvieren, einmal öffneten Feuerwehrangehörige eine Tür. Hinzu kamen sieben sonstige Hilfeleistungen.
Schönbrunn erstattete seinen Jahresbericht für 2009 in der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lollar am Freitagabend im Mehrzweckraum des Bürgerhauses Lollar.
Besonders ging der Wehrführer auf Einsätze ein, bei denen die Einsatzkräfte stark gefordert waren. Ein Einsatz war der beim Brand eines Vorbaues in der Burggasse in Staufenberg, als das Jahr 2009 nur wenige Minuten alt war, ein anderer die Bekämpfung des Großbrandes bei der Firma Sommerlad am Augarten nahe Krofdorf am 1. Juli. Ausgerückt waren die Lollarer auch zu Bränden am Löhrbachsgraben und an der Allertshäuser Straße in Allendorf/Lumda. Erwähnt wurde nicht zuletzt der tödliche Unfall auf der Gießener Straße in der geschlossenen Ortslage von Lollar am Abend des 25. September. Schönbrunn: »Vielen Dank an alle Einsatzkräfte und für das Verständnis der Lebenspartner, der Familie und der Arbeitgeber für diese ehrenamtliche, oft den normalen Tagesablauf störende Tätigkeit zum Wohl der Allgemeinheit«.
Kurz ging der Wehrführer auf sechs Brandsicherheitsdienste ein, die 82 Personenstunden erfordert hatten. Die Anordnung der Stadt, diese Dienste zu leisten, sei aber bei Veranstaltern und Gästen nicht immer auf Gegenliebe gestoßen. Nach klärenden Gesprächen werde nun gehofft, dass die Dienste zur Sicherung von Veranstaltungen mehr als bisher gewürdigt werden.
Schönbrunn teilte mit, dass der Einsatzabteilung zum 31. Dezember vergangenen Jahres 38 Männer und sieben Frauen angehört hatten. Zu verzeichnen waren fünf Neuzugänge, davon Dennis Hofmann aus der Jugendfeuerwehr. Neu kamen Sabrina Scharfenberg, Jessica Niemann, Kai-Jakob Krämer und Kristopher-Kirsten Heinz. Die Ehren- und Altersabteilung zählte 22 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 15. Dank galt Jugendfeuerwehrwartin Stephanie Krombach sowie Jugendgruppenleiter Lukas Schönbrunn und seiner Stellvertreterin Lisa Hein.
In seinem Jahresrückblick sagte der Wehrführer weiter, dass 2009 von den Einsatzkräften neben den Einsatzstunden auch 867 Personenstunden bei 30 Übungen und Unterrichten geleistet worden waren. Er erinnerte an die Übung des Gefahrgutzuges am Tag der offenen Tür der Oberhessischen Eisenbahnfreunde (OEF) an einem Güterzug mit Kesselwagen im Mai und an die Jahresabschlussübung mit der BBT-Werksfeuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim im November an der Diakoniestation Lumdatal in der Marburger Straße. Erwähnt wurden auch drei Sitzungen des Feuerwehrausschusses und vier des Wehrführerausschusses, vier Bürgermeister- und fünf Wehrführerdienstgespräche, die Teilnahmen an der Jahreshauptversammlung des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr Lollar und an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der vier Stadtteilwehren, die Übergabe des Gerätewagens Logistik (GW/L), die Teilnahmen an der Kreisfeuerwehrversammlung und am Kreisverbandstag, die Fahrzeugausstellung und die Mithilfe beim achten Schmaadlecker-Markt, das Adventskonzert des Jugend- und Blasorchesters (JBO) der Feuerwehr sowie die Beteiligung am Lollarer Weihnachtsmarkt.