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»Eine versierte und hochkompetente Lehrerin«

Artikel vom 06.08.2010 - 23.36 Uhr

»Eine versierte und hochkompetente Lehrerin«

Lollar/Staufenberg (mb). Direktorin Dr. phil. Barbara Himmelsbach ist seit 20 Jahren an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) Lollar/Staufenberg tätig. Am 15. August wurde sie als Studienrätin z. A. an der damaligen Clemens-Brentano-Schule (CBS) in den hessischen Schuldienst eingestellt und ein Jahr später unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zur Studienrätin ernannt.
Barbara Himmelsbach
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Barbara Himmelsbach
Im Mai 1993 wurde sie schulintern mit der Leitung des sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeldes beauftragt und im November 1996 mit der Wahrnehmung der Aufgaben der stellvertretenden Schulleiterin. Ihre Ernennungen zur Oberstudienrätin und zur Direktorin als ständige Vertreterin des Leiters einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe folgten im Juli 1997 bzw. im April 2000. Seit dem 1. August ist Dr. Barbara Himmelsbach, die im Januar 1992 am Fachbereich Anglistik der Justus-Liebig-Universität in Gießen »magna cum laude« promovierte, nicht mehr »ständige Vertreterin des Leiters«, sondern Leiterin der CBES. Die zu Ende gehende Woche hatte für sie bereits fünf Arbeitstage, die nach sieben oder acht Stunden nicht beendet waren. In der kommenden Woche müssen die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr 2010/2011 noch intensiviert werden. Schon dann herrscht voller Betrieb - nur noch ohne Schülerinnen und Schüler. Für Donnerstag hat die Schulleiterin eine Gesamtkonferenz anberaumt.

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Haus A der CBES, in dem sich die Räume der Schulverwaltung befinden, sind noch nicht beendet, aber wenigstens ist die Zeit der dicken Staubwolken vorbei. Die Beleuchtung, die Brandmeldeanlage und jede Menge Installationen wurden erneuert. Viele Wände sind inzwischen neu gestrichen. Das Innere des Hauses, in das dank eines Sonderinvestitionsprogramms für Schulen rund 650 000 Euro gesteckt werden konnten, zeigt sich hell und freundlich. Das wertet Dr. Barbara Himmelsbach zum Auftakt ihrer Zeit als Schulleiterin und des neuen Schuljahres als schönes Zeichen. Überfälliges ist bewältigt: Das Lehrerzimmer konnte erweitert werden; nun gibt es auch Computer-Arbeitsplätze für Lehrkräfte; vorhanden sind jetzt kleine Besprechungs- bzw. Eltern- und Lehrersprechzimmer, in denen mit Müttern, Vätern oder auch Referendaren, die an der CBES ausgebildet werden, unter vier Augen gesprochen werden kann. Inhaberinnen und Inhaber von Funktionsstellen konnten oder mussten umziehen. Das Dienstzimmer der Schulleiterin war schon bei einem früheren Umzug direkt dem Sekretariat angegliedert worden, in dem vier Frauen wieder Nerven aus Stahl mitbringen müssen, wenn das neue Schuljahr ab 16. August »läuft«. Der Staub hat sich in jede winzige Ritze gesetzt. An diesem Wochenende soll die Grundreinigung vorgenommen werden.

Computer erarbeitet den Stundenplan, was aber ohne Menschen unmöglich ist

In ihrer ersten Woche als Schulleiterin kümmerte sich Dr. Barbara Himmelsbach um die Bereiche, die schon bisher zu ihren Zuständigkeiten gehört hatten, und um die neu hinzugekommenen, auf die sie sich vorbereiten wollte, die sie sich zu erarbeiten hatte und für die sie ihre Linie finden musste. Parallel dazu war ganz wesentlich das Zustandebringen des Stundenplanes für rund 1400 Schülerinnen und Schülern sowie 130 Lehrerinnen und Lehrer einer Gesamtschule mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig, gymnasialer Oberstufe und Ganztagsangeboten. Die Schulleiterin erarbeitet den Stundenplan selbstverständlich nicht, sondern der Computer, der ohne den »menschlichen Beistand« der Stundenplanmacher Gerd Neidhardt und Nando Hadamik aber nicht auskommt. An die Schulleiterin und ihre beiden Kollegen werden Erfordernisse und Wünsche von Lehrkräften herangetragen, denen entsprochen werden muss und soll. Bedacht werden muss beileibe nicht nur, welche Fächer die Lehrkräfte unterrichten, wer eine Teilzeitstelle innehat oder welche Vertretungen zu organisieren sind. Zu verkraften ist, dass in der Schulleitung eine Person fehlt: Die Stelle eines stellvertretenden Schulleiters ist ausgeschrieben, aber noch nicht besetzt. Mit den Klassenlehrern muss konferiert werden.

Schulleiterin nimmt neue Schülerin auf und spricht mit interessiertem Kollegen

Das Haus E der CBES an der Ostendstraße in Lollar, in dem ab 16. August die fünften und sechsten Klassen unterrichtet werden, wa
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Das Haus E der CBES an der Ostendstraße in Lollar, in dem ab 16. August die fünften und sechsten Klassen unterrichtet werden, war in den Sommerferien mit einem neuen Innenanstrich an der Reihe. Erhalten wurden dabei diese und eine weitere Flurwandgestaltung von Schülerinnen und Schülern. Das Klassenraumhaus E hat 16 Unterrichtsräume und wurde im November 1999 offiziell eingeweiht. (Fotos: mb)
Gerade hat die Schulleiterin eine neue Schülerin in den Realschulzweig aufgenommen, die in die CBES zurückkehrt, nachdem sie wegen eines Wohnortwechsels zwei Jahre lang eine andere Schule besucht hatte. Gleich wird sich ein neuer Kollege vorstellen, der gern an die CBES kommen möchte. Die diensthabende Sekretärin nimmt telefonische Anfragen nach Bescheinigungen und Erkundigungen von Lehrkräften nach dem Stundenplan entgegen. Traditionell gehören kurz vor dem Ferienende zwei Tage denen, die nicht versetzt worden sind. Sie haben einen Tag für schriftliche Arbeiten und einen Tag für mündliche Prüfungen, um vielleicht doch noch in die nächste Klasse zu kommen.

»Sie ist eine versierte und hochkompetente Lehrerin, die ihre Schülerinnen und Schüler durch einen anspruchsvollen Unterricht zu bestmöglichen Ergebnissen führt. Sie versteht es pädagogisch geschickt, die Lerngruppen durch eine binnendifferenzierte Vorgehensweise zu fordern und zu fördern. Ihrer Rolle ... wird sie an einer schulformbezogenen Gesamtschule in besonderer Weise gerecht, da sie sich in allen Bildungsgängen einbringt und engagiert«, steht im Schreiben des hessischen Kultusministeriums an das Staatliche Schulamt in Gießen, in dem Anfang Mai mitgeteilt worden war, dass die CBES-Schulleiterstelle mit Dr. Barbara Himmelsbach besetzt wird. Sie habe sich, heißt es weiter, als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Gießener Universität, als Lehrerin und als stellvertretende Schulleiterin in besonderer Weise ausgezeichnet, was ihr bei allen Mitgliedern der Schulgemeinde, besonders bei den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie den Kolleginnen und Kollegen hohe Anerkennung und hohe Wertschätzung eingebracht habe. Das Kultusministerium: »Durch ihr integres, bescheidenes und zugleich hochkompetentes Auftreten wirkt sie integrativ und stets vermittelnd. Sie genießt auch bei den außerschulischen Partnern hohes Ansehen.« Maßgeblich habe Dr. Barbara Hmmelsbach zur Profilbildung der CBES beigetragen und großen Anteil an der hohen Akzeptanz in der Bevölkerung. Sie bilde sich permanent fort, engagiere sich in der Fortbildung ihrer Kolleginnen und Kollegen und erweise sich organisatorisch, planerisch und visionär als sehr geschickt und kreativ. Ihre Sprachkompetenz - Englisch und Russisch - sei für die CBES und den Anteil der Kinder und Jugendlichen aus Migrantenfamilien überaus förderlich. Sie erfülle die Kriterien des Anforderungsprofils in vollem Umfang.



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Artikel vom 06.08.2010 - 23.36 Uhr
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