Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Lollar »

Bürgermeisterdirektwahl: Dr. Bernd Wieczorek einziger Kandidat

Artikel vom 29.08.2010 - 14.00 Uhr

Bürgermeisterdirektwahl: Dr. Bernd Wieczorek einziger Kandidat

Das Feld »Soziale Stadt« war bis 2005 ziemlich verwaist, bedauert der Bürgermeister. Er freut sich sehr, dass er - unter anderem mit Ideen - erheblich dazu beitragen konnte, das Programm für Lollar große Bedeutung gewinnen zu lassen und seine vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen. Dr. Wieczorek: »Wenn man sieht, was wir alles umsetzen konnten ...« Beispiele sind die Gestaltungsmaßnahmen nahe der Grundschule an der Schur und auf dem Schulhof, der Aus- und Umbau des Jugendzentrums und viele private Maßnahmen wie die Sanierung von Gebäuden vor allem an der Gießener und an der Marburger Straße (Landesstraße 3475). Einem »Großprojekt«, dem er - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt - bereits eine Unmenge seiner Arbeitszeit gewidmet hat, fiebert er geradezu entgegen: der Aufwertung des innenstadtnahen Geländes am alten Güterbahnhof gleich hinter der Marburger Straße: »Im Oktober beginnen die Abbrucharbeiten, und dann geht’s mit der Neugestaltung los.«

Viele Menschen beruflich qualifiziert und Beratungsangebote ausgebaut

Seine große Aufmerksamkeit und sein großes Interesse richtete Dr. Wieczorek immer auch auf die Begleit- und Ergänzungsprogramme des Förderprogramms »Die soziale Stadt«. Da Lollar in vier Förderperioden des vormaligen Programms »Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS)« aufgenommen war, konnten sich - beispielsweise - viele Menschen beruflich qualifizieren und einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Beratungs- und Unterstützungsangebote wurden nicht nur gemacht, sondern kontinuierlich ausgebaut. Umgesetzt werden konnte die Eingliederung der städtischen Bücherei, einst im Bürgerhaus untergebracht, in die viel gerühmte und viel genutzte Stadt- und Schulbibliothek (Mediothek) im Haus B der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES).

In Ermangelung einer »Aussichtsplattform« fotografisch nicht leicht wiederzugeben - an der Justus-Kilian-Straße entstand rund ei
Lupe - Artikelbild vergrössern
In Ermangelung einer »Aussichtsplattform« fotografisch nicht leicht wiederzugeben - an der Justus-Kilian-Straße entstand rund ein Dutzend Neubauten. Neben Gewerbebetrieben, die Arbeitsplätze sicherten bzw. mitbrachten, wurden die Rettungswache der Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und das Gemeindezentrum der Ezidischen Gemeinde Hessen errichtet.
Wenn er an die Bemühungen um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben besonders an der Justus-Kilian-Straße denkt, ist der Bürgermeister äußerst zufrieden. Er trug - nach den Möglichkeiten, die das Amt gibt - seinen wesentlichen Teil dazu bei. Bis 2005 waren, wie er weiß, die Gewerbeansiedlung und die Mittelstandsförderung in Lollar nahezu Fremdworte. Ob Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) oder Köhler & Ziegler, ob PTW oder Stahlgruber - rund ein Dutzend Neubauten, teils mit beachtlichen Ausmaßen, wurde errichtet und »firmiert« unter Justus-Kilian-Straße. Zur Verfügung stehen jetzt nur noch zwei Flächen, werden aber, so Dr. Wieczorek, »in nächster Zeit verkauft«.

Im Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendförderung hebt er hervor, dass die Kinderbetreuungszeiten erweitert wurden und dass in vier von fünf städtischen Kindertagesstätten auch Kinder unter drei Jahren betreut werden. Der Bedarf ist vorhanden, die Angebote werden »hervorragend« angenommen. 95 Prozent der Kinder im entsprechenden Alter besuchen einen der städtischen Kindergärten. Die Jugend- und die Vereinsförderung werden nicht von der Stadt allein betrieben, sondern auch über unterschiedliche Beteiligungen - mit dem Internationalen Bund (IB), mit dem Verein »Lernkiste«, mit den beiden Grundschulen und mit der CBES. Erreicht ist, sagt der Bürgermeister stolz und zufrieden, dass die Kinder und Jugendlichen in der Stadt Lollar vom dritten Lebensjahr bis zum Ende ihrer Schulzeit nachmittags bzw. ganztags betreut werden können.

Starkes soziales Engagement wichtig, erfolgreich und mit Zahlen zu belegen

Das »starke soziale Engagement« ist Dr. Wiec-zorek außerordentlich wichtig. Wenn auch nicht in Geld oder Zahlen aufzuwiegen oder messbar ist, was die Tätigkeiten des Streetworkers (aufsuchende Jugendarbeit), der Jugendpflege, der Integrationsbeauftragten oder der Schulsozialarbeit bewirken: Die »Fallzahlen«, die das Jugendamt des Landkreises Gießen für Lollar nennt, sind sichtbarer Beweis für erfolgreiche Arbeit. Die Stadt Lollar gehört trotz ihrer Bevölkerungsstruktur - mit hohen Anteilen von Einwohnern aus der ehemaligen Sowjetunion, mit Migrationshintergrund, aus zahlreichen Nationen und ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Kreisgebiet nicht zu den »Problemstädten«. Der Bürgermeister: »Was uns das Jugendamt mitteilt, ist Beleg dafür, dass unser Engagement wirklich Früchte trägt. Lollar befindet sich im Landkreis Gießen, was die ›Probleme‹ betrifft, im unteren Mittelfeld.«



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 29.08.2010 - 14.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang