Neuer Zyklus: Kunstwerke im Lindener Rathaus zu sehen
Linden (gbp). Gemälde von Gudrun Laxander und Manuela Luh sind derzeit im Foyer und den Verwaltungsfluren des Rathauses zu sehen.
Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz, die Ausstellerinnen Manuela Luh, Gudrun Laxander und Organisator Hans Ulrich Heymann bei der Eröffnung des 120. Zyklusses von »Galerie im Rathaus«. (Foto: gbp)
Am Mittwoch eröffnete Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz den mittlerweile 120. Zyklus »Galerie im Rathaus« und blickte kurz zurück auf die Geschichte der erfolgreichen Reihe, die vor 25 Jahren in Zusammenarbeit mit dem 2008 verstorbenen, damaligen Leiter der Leihgesterner Außenstelle der Volkshochschule Hans Kurt Luh ins Leben gerufen worden war, um Lindener Hobbymalern und Kunsthandwerkern ein Forum zu bieten, in dem sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren können.
Seit 2000 zeichnet der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Hans Ulrich Heymann für die Organisation der »Galerie im Rathaus« verantwortlich. Im Anschluss an die Vernissage lud die Stadt zum Stehempfang in den Lindener Ratsstuben ein.
Sowohl Gudrun Laxander, als auch Manuela Luh – beide Malerinnen haben ihre Wurzeln in Leihgestern – stellen nicht zum ersten Mal im Lindener Rathaus aus. Laxander, die bereits mehrere Ausstellungen beschickt hat, malt seit über 30 Jahren und hat eine Ausbildung bei Leonore Vahrson-Freund gemacht. Sie arbeitet überwiegend in Mischtechnik. Neben der Darstellung von Menschen, ihrem bevorzugten Motiv, finden sich in der Ausstellung Landschaften, Umsetzungen von Stimmungen und Gefühlen sowie florale Motive. Gudrun Laxander liebt das Experiment mit Wasserfarben und Ölkreiden, schätzt aber auch sehr motiv- und detailreiche Collagen. Graphisch reizvolle Flächen und Linien im Zusammenspiel mit der kraftvollen Wirkung von Komplementärfarben – Rot mit Grün oder Blau mit Orange – verleihen ihren Portraits intensive Ausdruckskraft. Im Leben von Manuela Luh spielte Kreativität schon immer eine große Rolle. Nach einer Orientierungsphase durch verschiedene Maltechniken entdeckte sie die Aquarellmalerei als ihr stärkstes Ausdrucksmittel. Auch malt sie Bilder in Acryl- und Mischtechnik und fertigt Aktzeichnungen in Tusche und Kohle an. Luh experimentiert – mit zuweilen spielerischer Leichtigkeit – mit Materialien, Stilmitteln und Ausdrucksformen.
So finden sich unter ihren Bildern – neben zartfarbenen Aquarellen und detaillierten Städte-Ansichten – auch Bilder in strenger grafischer Wirkung, wie eine Zebraherde oder ein dreiteiliges Landschaftsbild in Weiß-, Grau- und Schwarztönen, abstrakte Experimente mit Malmesser und Spachtelmasse, ausdrucksvolle realistische Tierportraits und Motive aus ihrem Heimatort wie Kirche und Heimatmuseum.
Die Ausstellung wird noch bis einschließlich Freitag, 23. März, zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung (montags, dienstags, donnerstags, freitags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 18 Uhr) im Foyer des Rathauses zu sehen sein. Von Mittwoch, 28. März, an werden Bilder von Horst Eberl zu sehen sein, die zugunsten der Diakoniestation verkauft werden sollen.