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Lindener Museum ein Fall für Lifestyle-Magazin

Artikel vom 12.01.2012 - 11.34 Uhr

Lindener Museum ein Fall für Lifestyle-Magazin

Linden. Ländliche Magazine erleben zur Zeit an den Kiosken einen wahren Boom. Deshalb ist Friedrich von Fuchs aus Leihgestern großes Thema in der Januar-Ausgabe von »Liebes Land«. Auf sechs Hochglanzseiten führt der Sammler die Reporter aus Stuttgart durch sein Fuchs-Museum mit über 2000 Fuchs-Exponaten.

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Friedrich von Fuchs aus Leihgestern inmitten seiner Sammlung (oben) und in der neuesten Ausgabe von »Liebes Land«. (age)
(no). Sie heißen »Landlust« oder etwa »Liebes Land«, mit viel Sorgfalt aufgemachte Hochglanzmagazine, die seit wenigen Jahren zwischen »Schöner Wohnen«, »Living at Home« und »Brigitte« im Zeitschriftenregal zu finden sind. Da geht es – nomen est omen – um das Dasein im ländlichen Raum abseits prekärer Lebenssituationen. Um Garten, Wohnen, Haus und Küche, um eine stimmungsvolle Bildsprache, um ein bisschen heile Welt in unsicheren Zeiten: Laura Ashley trifft Vintage-Moden auf der Wiese.

Lifestyle im besten Sinn also. Überraschung zum Jahresbeginn beim Blick in »Liebes Land«, das mit einer Auflage von 150 000 verbreitete Magazin aus Stuttgart: Auf sechs Seiten erstreckt sich dort eine ausführliche Reportage über Friedrich von Fuchs aus Leihgestern, den Sammler von allem, was mit Meister Reineke zu tun hat, und Betreiber des aus 2000 (!) Exponaten bestehenden Museums im Fuchsbau.

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Redakteurin Dorea Dauner war bei der Internetrecherche auf die in Fachkreisen international beachtete Sammlung »Fuchs in der Kunst und Literatur« aufmerksam geworden, hatte sich anschließend mit Fotografin Sandra Hauber aufgemacht ins Oberhessische. Für die Rubrik »Land und Leute« sei man andauernd auf der Suche nach »besonderen Persönlichkeiten« – und eine solche zu sein, könne man dem überaus rüstigen Senior aus Leihgestern nun wirklich nicht absprechen: »Ein interessanter Mensch, der sein halbes Leben lang für seine Sammlung gearbeitet hat.«

Der Titel von Dauners Geschichte: »Fuchs, du hast mein Herz gestohlen«. Schnell kommt sie darauf zu sprechen, wie sehr der umtriebige Lindener mit seinem Steckenpferd verwoben ist: »Kein Feld, das er nicht beackert, keine Reise, auf der er nicht nach Füchsen Ausschau hält. Seine Frau begleitet ihn immer; er nennt sie liebevoll ›Fähe».« Nach dem Hinweis auf den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde folgt die Auflistung der Vielfalt an Exponaten, von denen sich schon zahllose Menschen im heimischen Raum ein Bild gemacht haben beim Besuch des Reineke-Fuchs-Museums: Der Fuchs jagend, schlafend, laufend, gähnend und bellend, auf Kunstdrucken, Spiel, Bettgestellen, Messerbänkchen, Fliesen und Tresorschlössern, als Parfumflacon – und dieses und vieles mehr aus allen möglichen Materialien, darunter natürlich Porzellan und Elfenbein, Glas und Holz, Meerschaum und Silber, Bronze und Plastik.

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»Nur ausgestopft mag Friedrich von Fuchs seine Füchse nicht«, unterstreicht Dauner. Er habe etwas gegen Mumien. Die Sprache kommt auf Goethe und dessen Reineke-Version von 1794. Zudem erinnert die »Liebes-Land«-Autorin an die Initialzündung: Vor mehr als 40 Jahren war von Fuchs in München auf eine Schale aus Biskuitporzellan gestoßen, einen Aschenbecher mit Fuchs-Motiv.



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Artikel vom 12.01.2012 - 11.34 Uhr
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