Linden (gbp). In städtische Räume umgezogen ist jetzt die Lindener Kleiderkammer »Wäschek(l)ammer«. Am Mittwoch herrschte ein Andrang bei der offiziellen Eröffnung im Gebäude des Erlebnisparks »Funtastic«, wo auch die städtischen Jugendräume untergebracht sind.
Das »Wäschek(l)ammer«-Team mit Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz bei der Eröffnung in den neuen städischen Räumen in Linden. (Foto: gbp)
Gern habe die Stadt den Raum zur Verfügung gestellt für eine gute Sache, unterstrich Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz - und er verdeutlichte, die Einrichtung der Kleiderkammer sei eine ideale Ergänzung der »Lindener Tafel« in Leihgestern. Auch Vertreter der Diakoniestation, des Seniorenzentrums, der ev. Kirchengemeinden und der Stadtmission waren am Mittwoch zur Eröffnung gekommen.
Die Kleiderkammer war zuvor im Dachgeschoss des Evangelischen Gemeindehauses Großen-Linden untergebracht. Zahlreiche Menschen hatten gebrauchte, gut erhaltene Kleidung gespendet und die Räume erwiesen sich schnell als zu beengt. Zudem war die Kleiderkammer für gehbehinderte Menschen sehr schwer zugänglich.
Nun ist der Zugang zur Kleiderkammer ebenerdig und barrierefrei und mit ihrer zentralen Lage für Bürger aus beiden Lindener Stadtteilen gut zu erreichen. Ehrenamtliche Helfer haben den neuen Raum gestrichen, renoviert und hell und freundlich eingerichtet - die Kleidungsstücke werden nach Größen sortiert auf ansprechenden Kleiderständern und in Regalen angeboten.
Einige Einrichtungsgegenstände sind Spenden aus nicht mehr bestehenden Lindener Geschäften. So stammt ein Teil der Ladeneinrichtung aus dem ehemaligen Leihgesterner Bekleidungsgeschäft Seipp und Vockenroth Gießen, die Ladenkasse aus dem ehemaligen Großen-Lindener Friseursalon Weigand (Junker). Zudem haben Gewerbetreibende wie Akustik-Zörb in Linden und das Langgönser Modehaus Beppler zur Einrichtung beigetragen. Ihnen allen dankte Hans-Lothar Worm, der mit Ehefrau Otti die Kleiderkammer leitet. Dr. Worm dankte besonders den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Anke Illmer, Ingrid Martini. Hannelore Müller, Susi Müller, Ulla Seehawer-Grieb, Martina Stöhr, Anke Wagner und Bärbel Weigand. Pfarrer Axel Zeiler-Held von der Evangelischen Kirchengemeinde Großen-Linden als Träger dieses sozialen Projektes freute sich besonders über die große Spendenbereitschaft. Die gut erhaltenen Kleidungsstücke für Damen, Herren und Kinder gibt die »Wäschek(l)ammer« an HartzIV-Empfänger zu einem symbolischen Preis ab. Darüber hinaus kann jeder dort einkaufen und zahlt für die Stücke äußerst niedrige Flohmarktpreise. Mit dem Erlös sollen soziale Einrichtungen und Projekte unterstützt werden. »Das Geld bleibt in der Stadt«, soDr. Worm. Der erste Empfänger einer Spende aus dem Kleiderkammererlös wird das Seniorenzentrum sein, das neue Spiele für die Senioren erhalten wird, nachdem die vorhanden doch sehr »in die Jahre gekommen« sind.
8Die Wäschek(l)ammer ist für den Verkauf und die Annahme gebrauchter Kleidung dienstags von 15 bis 16.30 Uhr und mittwochs von 17.30 bis 19 Uhr geöffnet.