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Linden: Waldstraße-Bewohner äußern gemeinsam Kritik

Artikel vom 27.01.2012 - 11.00 Uhr

Linden: Waldstraße-Bewohner äußern gemeinsam Kritik

Linden (gbp). Risse im Straßenbelag, belastender Busverkehr und nicht optimal angelegte Parkbuchten: Unzufrieden mit dem Zustand und den Verkehrsverhältnissen in ihrer Straße sind die Bewohner der unteren Waldstraße (von der Einmündung der Gießener Straße bis zum Sportheim) im Leihgesterner Ortsteil Mühlberg.

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Einer der Kritikpunkte: der Zustand des Straßenbelages. (Foto: gbp)
Am Mittwoch trafen sich über 20 Anwohner in der Gaststätte »Martinis« für eine erste gemeinsame Bestandsaufnahme der Probleme. Diese wollen sie in weiteren Gesprächen analysieren, nach Lösungsvorschlägen suchen, ihre Anliegen und Wünsche gemeinsam formulieren und sie als »Gruppe mit einer Meinung« den städtischen Gremien vorbringen.

Einer der Waldstraßen-Bewohner hat sich bereits Anfang Dezember mit einem Schreiben an den Magistrat gewandt und die Situation geschildert: Der Straßenbelag weise erhebliche Risse auf. Damit bestehe die Gefahr, dass bei regnerischem, mit Frost einhergehendem Wetter eine deutliche Verschlechterung eintrete. Dies könne im Zusammenhang mit dem Durchfahren der Busse stehen. Grundsätzlich sei die Verkehrsproblematik zu überdenken. So werde häufig der Bürgersteig befahren, die Fahrgeschwindigkeit sei zu hoch, die Parkbuchten nicht optimal gestaltet. Diesen Zustand bestätigten die Anwohner bei ihrem Treffen einhellig.

Besonders der Busverkehr sei ein Problem, »das nach einer Lösung ruft«. Die Anlage der Parkbuchten führe zu ständigem »stop an go« im Gegenverkehr, kritisieren die Anwohner, die in einer Einbahnstraßenregelung eine mögliche Lösung sehen. Die erhöhte Geschwindigkeit, mit der viele Autos und Busse die Straße befahren, führen einige Bewohner auch auf eine zu dezente Markierung der 30er-Zone zurück und wünschen sich eine Geschwindigkeitskontrolle. Zudem geht es den Waldstraßen-Bewohnern auch um eine gerechtere Verteilung des Verkehrs auf weitere Straßen im Mühlberg. Wichtig ist ihnen eine schnellstmögliche Abhilfe der Probleme, um Kosten zu vermeiden.

Für die Waldstraße wurden als erste Lindener Privatstraße Anliegerbeiträge für Straßenbaumaßnahmen erhoben, einige der Bewohner leben seit über 50 Jahren dort und seien schon drei Mal »zur Kasse gebeten« worden. Mit dem Treffen zeigten sie sich sehr zufrieden: »Der erste Schritt ist schon getan«. Unterdessen hat auch die Stadt einen ersten Schritt unternommen: Der Zustand der Straße wurde durch eine Begehung des Planungsbüros aufgenommen. Die Stadt werde die Risse und Senkungen, die um die Kanaldeckel und Auslässe entstanden sind, beseitigen lassen, bestätigte Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz auf Nachfrage. Möglicherweise lägen Einbaufehler vor. »Für diese Arbeiten werden die Bürger selbstverständlich nicht zur Kasse gebeten«, erklärte er und verwies auf eine Schutzfrist von 25 bis 30 Jahren. Er stehe als Bürgermeister in dieser Problematik hinter den Waldstraßen-Bewohnern: »Die Bürger müssen Schutz haben vor Willkür der Stadt.« Änderungen an der Verkehrsführung stehe er zwar offen gegenüber, doch von einer Einbahnstraßenregelung rate er ab, da in einer Einbahnstraße ehrfahrungsgemäß schneller gefahren werde und der Verkehr zunehme, weil durch Umwege längere Strecken gefahren werden. Man habe bereits versucht, die Busse auf Hin- und Rückweg unterschiedliche Strecken fahren zu lassen, doch das Verkehrsunternehmen RKH habe festgestellt, dies sei zu schwierig. Eine gute Busanbindung des Mühlbergs sei wichtig, besonders für die Schulkinder.

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