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Linden: Bald Entscheidung über Zukunft der TV-Halle

Artikel vom 30.07.2010 - 11.00 Uhr

Linden: Bald Entscheidung über Zukunft der TV-Halle

Linden (agl). Rund vier Wochen nach dem verheerenden Brand der Halle des Turnvereins 1892 Großen-Linden - die Ursache war ein Blitzeinschlag - steht eine Entscheidung darüber an, ob auch die Wände abgerissen werden müssen oder ob das Gebäude, abgesehen vom Dach, stehen bleiben kann.
Spuren des Blitzeinschlags: die Halle des TV Großen-Linden	(Foto: agl)
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Spuren des Blitzeinschlags: die Halle des TV Großen-Linden (Foto: agl)
Die »Allgemeine Zeitung« erkundigte sich am Donnerstag bei Hans Hermann Weiß, dem Vorsitzenden für Verwaltung beim TV Großen-Linden, Architekt Wolfgang Schmidt und Erstem Stadtrat Dieter Lehr nach dem Stand der Dinge und den Planungen.

Wie Weiß berichtete, haben am vergangenen Samstag 30 bis 40 Helfer die Küche, die Geräteräume und das alte Büro, das dem Ballet für die Unterbringung der Kostüme gedient hatte, gereinigt, zudem die Geräte, die ursprünglich in der TV-Halle gestanden hatten, sauber gemacht und in den separaten Geräteräumen platziert. Eine Fachfirma habe das Dach gut abgedichtet.

»Sehr unübersichtlich« gestalten sich laut Weiß jedoch die Planungen. Am Dienstag habe es eine Brandschau gegeben. Dabei habe man erfahren, dass neue Brandschutzbestimmungen beachtet werden müssen. Dies könne eventuell sehr kompliziert werden, befürchtete Weiß. Da die Turnhalle auch als Versammlungsstätte gelte - Weiß verwies etwa auf Großveranstaltungen des Karnevalvereins KVH - sei ein verstärkter Schutz vor Feuer notwendig. Die Holzverkleidung müsse dann der Vergangenheit angehören. Außerdem sei es fraglich, ob die Halle als Fachwerkbau bestehen bleiben könne. Bezüglich der Holzverkleidung informierte der Verwaltungsvorsitzende des TV, dass sie teilweise noch nicht frei gelegt worden sei, dass es deshalb eventuell noch negative Überraschungen bezüglich möglicher Schäden dahinter geben könnte. Eine positive Zwischenbilanz zog Weiß hingegen zu den alternativen Sportstätten, in denen die Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichen Abteilungen nach Ende der Sommerferien aktiv sein können. »Im Prinzip sind alle unter«, sagte Weiß.

Erster Stadtrat Dieter Lehr teilte auf Anfrage mit, dass auch die anderen Vereine weitgehend untergekommen seien. Es sei nicht so, dass sich einzelne Gruppen gar nicht treffen könnten. Alternative Standorte stünden in Linden und auch außerhalb zur Verfügung. »Im Moment gibt es keinen Engpass«, so Lehr. Große Probleme sieht der Erste Stadtrat auch nicht für die Zeit nach den Sommerferien kommen, zumal Lindenschule und Burgschule in die Stadthalle ausweichen.

Architekt Schmidt kündigte für den kommenden Dienstag ein Treffen zwischen Bauamt, Freiwilliger Feuerwehr und dem Brandschutzbeauftragten an. Dann solle eine Entscheidung getroffen werden, ob man das Gebäude stehen lassen könne und das Dach erneuern werde oder ob man die Halle - wovon er nicht ausgehe - abreißen werde. Die Angebote für den Abbruch des Daches und für die Aufräumarbeiten seien eingeholt, und auch die Sicherungskosten stünden fest, sagte Schmidt im AZ-Gespräch.

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