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»Lichtstrahl der Hoffnung in der Dunkelheit der Menschen«

Artikel vom 14.09.2008 - 22.08 Uhr

»Lichtstrahl der Hoffnung in der Dunkelheit der Menschen«

Linden (ang). »Pflege ist der älteste Dienst, den Christen an alten und kranken Menschen geleistet haben«, stellte Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Bujard in der evangelischen Kirche Leihgestern fest. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes unter der Leitung von Pfarrerin Imogen Kasemir-Arnold wurden neue Mitarbeiterinnen der Diakoniestation in ihren Dienst eingeführt.
Verabschiedung und Amtseinführungen in Linden: (von links) Christina Pasbach, Dr. Walter Bujard, Melanie Goncalves-Maria, Margit
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Verabschiedung und Amtseinführungen in Linden: (von links) Christina Pasbach, Dr. Walter Bujard, Melanie Goncalves-Maria, Margit Repp, Pfarrerin Imogen Kasemir-Arnold, Doris Ferger, die stellvertretende Leiterin der Diakoniestation Gisela Keiner, Detlef Betz, Nicole Hemmerling, Propst Klaus Eibach und Ketrin Ipek. (Foto: ang)
Die scheidende Mitarbeiterin Doris Ferger wurde mit dem Kronenkreuz in Gold ausgezeichnet. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Andreas Ziegler.

Bujard führte Melanie Goncalves-Maria, Nicole Hemmerling, Ketrin Ipek, Sabine Pacholke, Christina Pasbach und Margit Repp in ihren Dienst ein. Nach 23 Jahren im Kuratorium des evangelisch kirchlichen Zweckverbandes für ambulante Krankenpflege der Stadt Linden wurde Heinz Exler verabschiedet.

Predigt und Diakonie, so Propst Klaus Eibach in seiner Predigt, seien zwei Seiten der gleichen Medaille, welche »Gottes Leben den Menschen verkünden« heiße. Bereits im frühen Christentum hätten Apostel auch gepflegt und Diakone auch gepredigt. Sein Dank ging im Besonderen an die Mitarbeiter der Diakoniestation. Eine »anständige Entlohnung« sei selbstverständlich. Gleichzeitig bedauerte Eibach, dass die Kirche an dieser Stelle oft um die Finanzen »schachere«. Durch die Mitarbeiter der Diakonie falle ein Lichtstrahl der Hoffnung in die Dunkelheit der Menschen. Eibach rief die Gemeinde auf, die diakonische Arbeit nicht nur den professionellen Helfern zu überlassen. Jeder könne einen kleinen Beitrag leisten und so ein hoffnungsvolles Zeichen setzen.

Detlef Betz, Referent für die Gemeindekrankenpflege des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, lobte die Leistung von Doris Ferger. Nach zehn Berufsjahren in der Universitätsklinik habe Ferger im Jahr 1978 eine halbe Stelle bei der damals noch kommunalen Pflegestation aufgenommen. Ihre Arbeit sei vom vertrauensvollen »Mehr«, was den diakonischen Dienst ausmache, geprägt gewesen. Zum persönlichen Engagement von Ferger gehöre ihre Initiative, häusliche Pflege zu unterrichten und ehrenamtlich Gesprächskreise für Angehörige zu leiten. Zur diakonischen Arbeit über die reine Pflegetätigkeit hinaus, war es für die scheidende Krankenschwester selbstverständlich, mit den Menschen auch ein Stück gemeinsamen Lebensweges zu gehen. Niemals habe sie Dienst nach Vorschrift gemacht und könne auf ein reiches und erfülltes Berufsleben zurückblicken. Nach dem Ausscheiden werde Doris Ferger weiter ehrenamtlich für die Diakoniestation tätig sein. Unter anderem sei die Einrichtung einer Demenzgruppe geplant. Unter dem Applaus der Gemeinde ehrte Betz Doris Ferger mit dem »Goldenen Kronenkreuz«. Dies ist die höchste Auszeichnung, die die Diakonie vergibt.

In einer anschließenden Feierstunde hob Dr. Bujard die Verdienste von Doris Ferger hervor. Menschlichkeit und ein hohes Maß an Fachlichkeit habe sie in einer Person vereint. Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz erinnerte an die Frühzeit der Diakoniestation, in der zwei Krankenschwestern ausreichten. Hans-Jochen Schmitt, Vorsitzender des Fördervereins Soziale Dienste Linden, nannte Ferger ein Beispiel dafür, wie man kraftvoll sein ganzes Leben in den Dienst am Nächsten stellen könne. Pfarrer Johannes Blum-Seebach und Eva Steinmetz als Kirchenvorstandsmitglied und ehemalige Leiterin der Station bezeichneten Doris Ferger als Frau der Tat. Trotz zunehmender Bürokratie sei der Mensch immer im Vordergrund geblieben. Für die Kollegen überreichte Margit Ree ein Buch, in dem jeder persönlich Abschied genommen hatte.

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Artikel vom 14.09.2008 - 22.08 Uhr
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