Artikel vom
20.03.2010 - 12.00 Uhr
In Linden Telekom-Bedauern
Linden (gbp). Über die Probleme eines Leihgesterner Ehepaars mit der Telekom hatte die »Allgemeine« kürzlich berichtet: Das Paar hatte nach positiver Prüfung der Verfügbarkeit im Rahmen eines Entertain-Komplettpakets Anfang Februar 2010 DSL 16 Plus beauftragt.
Nach der Umschaltung hatte ein Techniker festgestellt, dass die Entfernung zwischen dem Anschluss des Teilnehmers und der entsprechenden Station statt den ausgewiesenen 1700 Metern 2300 Meter beträgt - zu viel für DSL 16 Plus. Die Telekomkunden beauftragten eine Rückumstellung, was nach zahlreichen Anrufen bei der Hotline und wiederholten Bemühungen eines T-Punkt-Mitarbeiters in Linden lange Zeit nicht erfolgte. Seitdem war das Ehepaar ohne DSL-Anschluss und musste sich mit einem UMTS-Stick behelfen, was bei den großen Datenmengen, die seine Ehefrau aus beruflichen Gründen versenden muss, nahezu unmöglich ist. Die »Allgemeine« hatte sich an die Pressestelle der Telekom gewandt und nun Antwort erhalten: »In unseren Produktionsplänen war die Entfernung vom Kabelverzweiger zum Haus falsch eingetragen, so kam es zu der Fehlberatung«, schreibt Katja Werz von der Pressestelle der Telekom. Entertain basiere auf einer neuen Technik, für die der Anschluss technisch umgebaut und ein festgelegter automatisierter Prozess durchlaufen werden müsse.
Der gleiche Prozess müsse auch zurück erfolgen, wenn der Kunde wieder Call & Surf nutzen möchte. »Deshalb ist eine Rückumstellung nicht auf Knopfdruck zu realisieren«, schreibt die Telekom-Mitarbeiterin. »Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die der Familie (Name der Redaktion bekannt) entstanden sind. Unser Kundenservice hat mit der Familie Kontakt aufgenommen und aus Kulanz eine Gutschrift vereinbart.«
DSL per Festnetz funktioniere bereits seit Dienstag wieder, teilt sie mit. Dies bestätigt auch der Leihgesterner Telekomkunde. Das Angebot der Telekom über eine Gutschrift für den nicht funktionierenden Anschluss und die »Unannehmlichkeiten« sei weit niedriger als die entstandenen Kosten, die bei fast 300 Euro lagen - noch sei nichts vereinbart. »Mein Ärger über die Telekom ist noch da«, so der Leihgesterner und führt die Gründe auf: Das Unternehmen verkaufe eine Technik, von der intern bekannt sei, dass sie nicht funktioniere. Es sei nicht gelungen, den Fehler zeitnah zu beheben, was kein technisches sondern ein organisatorisches Problem gewesen sei. Und zuletzt: »Über die Hotline erreicht man erst nach Einschaltung der Presse eine individuelle Behandlung des vorliegenden Problems, alles was vorher lief führte zu nichts«, so der noch immer verärgerte Telekomkunde.