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In Linden: TV-Halle, Schulanbau und gemeinsamer Nenner

Artikel vom 21.01.2012 - 14.00 Uhr

In Linden: TV-Halle, Schulanbau und gemeinsamer Nenner

Linden (agl). Zwei Gebäude stehen in Linden derzeit in besonderer Weise für die Herausforderung, unterschiedliche Positionen auf einen Nenner zu bekommen: der jüngst eingeweihte Anbau an die Wiesengrundschule in Leihgestern und die TV-Halle in Großen-Linden, die bald fertiggestellt sein soll.

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Die TV-Halle in Großen-Linden: Für Ballsport ungeeignet. (Foto: gbp)
Ein dritter Bau, die Sporthalle an der Anne-Frank-Schule, hängt wiederum thematisch und zeitlich an der TV-Halle dran, ist Thema für Schule und Politik und zählt ebenfalls zum Themenbereich Schulsport. Die Gießener Allgemeine Zeitung sprach am Freitag mit Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz, nahm Kontakt zum Landkreis auf und thematisierte mit Kai Brückel, dem Rechner des TV Großen-Linden, die Frage nach dem Schulsport in der vereinseigenen Halle.

Was den Anbau an die Wiesengrundschule betrifft, so verwies Landkreis-Pressesprecherin Meike Bartz zunächst auf die Vorgeschichte, Stichwort Verzahnung zwischen Grundschulen und Kindergärten, die der Kreis aus Mitteln des Konjunkturprogramms finanziell unterstützen wollte. Aus Linden sei der Vorschlag gekommen, dass der Kreis Geld für den Bau eines neuen Kindergartens/Familienzentrums nahe der Wiesengrundschule zur Verfügung stellen könnte. In direkter Nachbarschaft zur Schule befindet sich der Kindergarten »Regenbogenland« Es ging um schulische Ganztagsbetreuung, insbesondere die Essensausgabe. »Dies wurde im Maßnahmenkatalog des Konjunkturprogramms festgelegt«, so Bartz.

Da die Stadt erst im November 2009 erklärt habe, die Baumaßnahmen nach den Zeitvorgaben des Konjunkturprogramms nicht umsetzen zu können, sei das Familienzentrum in dieser Form nicht realisiert und kurzerhand die Sanierungsplanung der Wiesengrundschule dahingehend geändert worden, zusätzlich einen Anbau für die Ganztagsbetreuung zu errichten. Linden bot an, sich an diesem Anbau mit 120 000 Euro zu beteiligen in Verbindung mit einem Nutzungsrecht.

Von diesen 120 000 habe die Stadt 80 000 Euro an den Kreis überwiesen, teilte Bürgermeister Dr. Lenz am Freitag mit. Die noch ausstehenden 40 000 Euro werde er aber erst dann überweisen, wenn ein neuer Nutzungsvertrag für den Schulanbau vorliege. Der Vertrag habe Schul- und Kindergartenleitung sowie der Schülerbetreuung vorgelegen und sei dort nicht auf Akzeptanz gestoßen. Der Entwurf enthalte deutliche rechtliche Regelungen, doch sei das Anliegen aus Linden, dass diese drei Beteiligten die Nutzung im Prinzip unter sich regeln, dass man sich aber im Bedarfsfall an die Stadt oder den Kreis wenden könne.

Der Kreis dazu: »Um spätere Streitigkeiten zu vermeiden, möchte der Kreis, dass die Nutzung klar geregelt ist.« Was die Art der Nutzung betrifft, so verwies Lenz auf nicht-private Anlässe, denn auch für die Generationenbrücke und die Volkshochschule käme der Anbau infrage. Und wenn der Kindergarten nebenan neu gebaut werde, dann müsse schließlich auch ausgelagert werden, und auch für Veranstaltungen des Kindergartens sei der Grundschulanbau geeignet. Im August 2013, so lautet das Ziel, soll der neue Kindergarten fertiggestellt sein.



»Vertrag auf drei Seiten reduziert«





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