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Großen-Linden: Künftige Pfarrerin setzt auf Ehrenamt

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Artikel vom 10.01.2014 - 09.48 Uhr

Großen-Linden: Künftige Pfarrerin setzt auf Ehrenamt

Linden (agl). »Man sollte zu Beginn das Ende mit im Blick haben.« Damit meint Edith Höll nicht ihre eigene Arbeit als Pfarrerin in Großen-Linden, die sie zum 1. Februar aufnehmen wird.

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Verstärkung in der evangelischen Kirchengemeinde Großen-Linden: Pfarrerin Edith Höll wird vom 1. Februar an mit halber Stelle Vollzeit-Pfarrer Axel Zeiler-Held unterstützen.
Vielmehr bezieht sie diesen Satz auf ehrenamtliches Engagement. Das nämlich ist ein Schwerpunkt, mit dem sich die 53-Jährige in den vergangenen fünf Jahren befasst hat und der ihr auch in der rund 3200 Mitglieder zählenden evangelischen Kirchengemeinde Großen-Linden am Herzen liegt.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert sie, was sie mit dem Beginn und dem Ende meint: Es falle leichter, mit dem ehrenamtlichen Wirken zu beginnen, wenn man sich der Freiheit bewusst sei, dass man auch aufhören könne. Und wie ist ihr erster Eindruck vom Ehrenamt in der Großen-Lindener evangelischen Kirchengemeinde? »Zu wenige Leute machen zu viel«, antwortet sie. Dann nennt sie bundesweit geltende Zahlen, wonach ehrenamtlich engagierte Menschen im Schnitt vier bis zehn Ehrenämter parallel ausüben. Ein Drittel der Bevölkerung aber wolle sich ebenfalls engagieren, wisse jedoch nicht wo und wie, sagt Höll. Die Motivation, etwas tun zu wollen, hänge von der inneren Dynamik und vom Selbstbewusstsein ab, erläutert die gebürtige Ludwigshafenerin.

In den vergangenen fünf Jahren hat sie die Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) aufgebaut und war als Referentin für Freiwilligenmanagement tätig. Neben ihrer halben Stelle in Großen-Linden wird sie weiterhin als Freiwilligenmanagerin Seminare und Vorträge halten.

Höll ist mit dem Pfarrer des Niddaer Stadtteils Ober-Widdersheim verheiratet, das Paar hat vier Töchter. Die neue Seelsorgerin wird am Rande der Wetterau wohnen bleiben. Höll, die Pfarrer Axel-Zeiler-Held entlasten wird, hat in Heidelberg und Tübingen evangelische Theologie studiert.

Einige ihrer bisherigen beruflichen Stationen führten sie bereits in den Landkreis Gießen: So war sie von 1984 bis 1986 Vikarin in Grünberg, wurde 1987 zur Pfarrerin ordiniert, wirkte als solche von 1987 bis 1991 in Ruppertsburg. Während ihrer Elternzeit engagierte sich Höll ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit, in Seelsorge und Beratung für junge Erwachsene und Frauen, in Projektgottesdiensten, leitetet einen Weltladen und eine Kinderumweltgruppe.

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Artikel vom 10.01.2014 - 09.48 Uhr
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