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Ein Fest für Augen und Ohren

Artikel vom 03.11.2009 - 20.09 Uhr

Ein Fest für Augen und Ohren

Linden (bf). Ein Höhepunkt des Freundschaftsbesuches der Lindener Delegation in der japanischen Partnerstadt Warabi stand jetzt auf dem Programm, die Mitwirkung an einem Festzug. Frank Schorge, im Vorstand des Musikcorps Großen-Linden für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hat der »Allgemeinen« einen weiteren spannenden Bericht über den Aufenthalt der Lindener im Land der aufgehenden Sonne übermittelt.
Augenweide - eine Japanerin im landestypischen Kimono in einer Jinrikisha (Rikscha) - Blickfang der »Daimyos Prozession« in der
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Blickfang der »Daimyos Prozession« in der Partnerstadt Warabi: die sechs »Lindener Samurais« sowie die Damen und Herren in Hüttenberger Tracht.
© pm
Linden (bf). Ein Höhepunkt des Freundschaftsbesuches der Lindener Delegation in der japanischen Partnerstadt Warabi stand jetzt auf dem Programm, die Mitwirkung an einem Festzug. Frank Schorge, im Vorstand des Musikcorps Großen-Linden für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hat der »Allgemeinen« einen weiteren spannenden Bericht über den Aufenthalt der Lindener im Land der aufgehenden Sonne übermittelt.

Am Tag der Kultur, einem landesweiten Feiertag in Japan, nahmen sämtliche Reiseteilnehmer an der sogenannten Douyu Daimyou-Prozession teil. Bei Kaiserwetter konnte man bereits frühmorgens von Warabi aus einen herrlichen Blick auf den Heiligen Berg »Fuji-san« genießen. Am frühen Nachmittag schlängelte sich dann der Festzug durch die Gassen der 70 000 Einwohner-Stadt unweit Tokio.

Einige Delegationsmitglieder hatten bereits Stunden vorher wahre »Schwerstarbeit« zu verrichten: Während sich Stadträtin Petra Braun, Renate Mehl sowie Magistratsmitglied Norbert Arnold und dessen Ehefrau Sonja in akribischer Manier gegenseitig die Hüttenberger Tracht anlegten, mussten sich einige Herren in ungewohnte japanischer Kleidung begeben. Die japanischen Organisatoren hatten kurzerhand die Parlamentarier Werner Schwarz und Horst Weitze, die Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Linden Gottfried Schimmel und Dr. Henrik Stroh sowie die Vertreter des Musikcorps Martin Schmidt und Frank Schorge auserkoren, durch den Auftritt in japanischen Samuraiuniformen der kulturellen Prozession eine internationale Note zu geben.

Mitglieder des Musikcorps’ beim Festzug durch die Straßen Warabis.
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Mitglieder des Musikcorps’ beim Festzug durch die Straßen Warabis.
© pm
Pünktlich am Mittag startete der Festzug, der vom Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr angeführt wurde. Dem schlossen sich die restlichen Delegationsmitglieder in den Hüttenberger Trachten bzw. in den Hessenkitteln an. Auch die angereisten Freunde aus der amerikanischen Partnerstadt El Dorado begleiten den Umzug, der von Tausenden von Menschen umsäumt war. Dem schlossen sich die japanischen Gastgeber in traditionellen Gewändern an, ehe die erwähnten Samurais den Festbesuchern ihre Aufwartung machten und einen der Blickfänge des Umzugs bildeten.

Hiernach sah man der Bürgermeister der Stadt Warabi Yoritaka in japanischer Tracht, ehe japanische Damen im Kimono und auf Jinrikisha (Rikschas) sitzend den Schlusspunkt des betont farbenprächtigen Umzuges setzten.

Nach dem Festzug feierten die Lindener Reiseteilnehmer mit den japanischen Freunden auf den Straßen Warabis weiter. Das Musikcorps gab auf der »alten Straße«, die in die Kaiserstadt Edo (das heutige Tokio) führte, unter der Leitung von Alexander Mehl ein gut halbstündiges Platzkonzert. Bei untergehender Sonne war dann noch ein Matsuri-Fest zu erleben, bei dem ein shintoistischer Trageschein (Mikoshi) im Laufschritt durch die Straßen getragen und von den Passanten lautstark unterstützt wurde. Am Abend fanden die Feierlichkeiten in den Familien ihre Fortsetzung. Die Mitglieder des Musikcorps begaben sich in den abendlichen Trubel der Millionenstadt Tokio und ließen den Tag im Szeneviertel Ueno bei Shopping und einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.



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Artikel vom 03.11.2009 - 20.09 Uhr
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