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Burkhard Nöh in Linden gewählt

Artikel vom 25.08.2010 - 14.03 Uhr

Burkhard Nöh in Linden gewählt

Harald Liebermann abschließend in der Pressemitteilung: »Die SPD hat in ihrer Pressemitteilung in der GAZ unseren Ausschuss in Ausschuss für ›Jugend, Senioren, Kultur und Soziale‹ umgetauft. Auch ein Beleg für meine Zweifel. Dieser Ausschuss trägt seit seiner Gründung die Bezeichnung Ausschuss für ›Jugend, Sport, Kultur und Soziales‹. Mit Burkard Nöh haben wir einen absolut geeigneten Kandidaten gefunden. Als sehr engagierten Vorsitzenden eines Sportvereins kennen ihn viele unserer Bürger. Die jährlichen Vereinsmeisterschaften im Kegeln sind ein Beleg für sein Engagement. Er hat sich seine Anerkennung nicht nur bei uns erworben. Er ist unser Kandidat für diese Position und er ist ein Kandidat für die Bürger unserer Stadt.«

Chance in Linden
js. Es ist ärgerlich, wenn politische Mandatsträger - egal, welcher Parteizugehörigkeit - nicht über ihren Schatten springen können. Auch dann nicht, wenn sich dazu eine Chance bietet. So geschehen am Montagabend in Linden während der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales.
Im Vorfeld hatte die SPD vorgeschlagen, die Sozialpädagogin Gudrun Lang als Nachfolgerin der aus dem Gremium ausgeschiedenen bisherigen Vorsitzenden Sabine Scholz-Selzer (CDU) als Ausschussvorsitzende zu wählen. In Linden gibt es seit Jahrzehnten eine Mehrheit von CDU und FWG (auch im Sozialausschuss); zurzeit stehen wieder - freilich legitim - CDU-Stadtverordnete an der Spitze aller Lindener Ausschüsse. Es ist aus Sicht der Lindener SPD nur allzu verständlich, dass sie nun vorgeschlagen hat, dieses starre ungeschriebene Gesetz zu durchbrechen, zumal CDU-Fraktionsvorsitzender Harald Liebermann angekündigt hatte, dass man hierzu gesprächsbereit sei.
Zwar hatte die CDU intern über die bevorstehenden Wahl im Ausschuss gesprochen, rückte aber keinen Millimeter von ihrer Position ab, dass auch dieser Ausschuss wieder einen CDU-Vorsitz haben muss. Zwar präsentierten die Christdemokraten mit Burkhard Nöh ebenfalls einen qualifizierten Kandidaten (siehe hierzu die nebenstehende Pressemitteilung Harald Liebermanns). Es hätte aber in Linden und darüber hinaus auch im eigenen Lager niemand den Christdemokraten irgendwelche Vorwürfe gemacht, wenn sie intern in Gesprächen mit der SPD und anderen Fraktionen bereits vor der Ausschusssitzung signalisiert hätten, dass der Vorsitz diesmal nicht an die CDU geht.
Möglich wäre dies - mal als Ausnahme - gewesen, zumal geheim gewählt wurde. Gewürdigt worden wäre, dass auch die Oppositionsparteien wie die SPD und die Grünen schon seit vielen Monaten durch insgesamt sachliche Diskussionen und den Willen zu Kompromissen zu einem fairen Klima im Stadtparlament beigetragen haben. Stattdessen dominierte am Montag am Ende die übliche Parteidisziplin, besser: Parteiunbeweglichkeit.



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Artikel vom 25.08.2010 - 14.03 Uhr
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