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Brandschutzmodul in Linden gestartet

Artikel vom 23.03.2010 - 03.00 Uhr

Brandschutzmodul in Linden gestartet

Linden (sha). »Eine unvertretbar hohe Anzahl von Feuerunfällen« sei auf mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache zurückzuführen, sagte Dr. Marieanne Ebsen-Lenz, Leiterin der Kreisvolkshochschule Gießen, am Montag während einer Informationsveranstaltung an der Anne-Frank-Schule in Großen-Linden.
Prävention und Brandschutz im häuslichen Alltag sind die Ziele eines neuen Moduls, das die Kreisvolkshochschule Gießen in Kooper
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Prävention und Brandschutz im häuslichen Alltag sind die Ziele eines neuen Moduls, das die Kreisvolkshochschule Gießen in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Linden bis zu den Sommerferien für Menschen mit Migrationshintergrund entwickeln möchte. Dabei soll nicht nur »Alltagskompetenz in der Sprache« vermittelt werden, sondern parallel auch eine enge Kooperation mit der Feuerwehr gepflegt werden, um Migranten für die ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr zu gewinnen, erläuteree Dr. Marieanne Ebsen-Lenz (erste von rechts). (Foto: sha)
Deshalb erarbeitet die Kreisvolkshochschule bis zu den Sommerferien gemeinsam mit den Sprachkursteilnehmern und Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Linden ein neues Modul für Menschen mit Migrationshintergrund, das die »praktische Anwendung der Sprache« im Brandfall fördern und gleichzeitig das ehrenamtliche Engagement bei der FFW stärken möchte.

Ebsen-Lenz unterstrich dabei die Notwendigkeit der Kooperation mit der örtlichen Feuerwehr, da vielen Migranten aus ihren Heimatländern nur Berufsfeuerwehren bekannt seien. Dass in Deutschland die »ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen tagsüber berufstätig sind und in ihrer Freizeit für unsere Sicherheit sorgen«, könnten sich viele Migranten kaum vorstellen. Gemeinsam mit Jugendfeuerwehrwart Thorsten Bücking und Wehrführer Jens Wolfram warb der Lindener Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz, dafür, bereits während des Marienmarkts am 28. März den Stand der Freiwilligen Feuerwehr zu besuchen und sich bei den heimischen Feuerwehrleuten über ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu informieren. Ebsen-Lenz lobte in diesem Zusammenhang, dass die Lindener Feuerwehr »von sich aus die Tür aufgemacht« habe und ein ehrenamtliches Engagement der Migranten ausdrücklich unterstütze.

Nach den Osterferien ist bei der Feuerwehr Linden ein »Tag der offenen Tür« geplant, um vor allem die Kinder aus Migrantenfamilien für die technischen Aspekte einer Tätigkeit zu begeistern. Im Sommer soll das gemeinsam erarbeitete Konzept für diese deutschlandweit einmalige Kooperationsinitiative fertig gestellt sein.

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Artikel vom 23.03.2010 - 03.00 Uhr
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