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12.03.2010 - 11.42 Uhr
Ärger mit DSL-Anschluss in Linden
Linden (gbp). Superschneller DSL-Anschluss, Telefon, Fernsehen - eine richtig »große Lösung« wollte ein in der Leihgesterner Hauptstraße lebendes Ehepaar (Name der Redaktion bekannt). Die Ehefrau, die sich kürzlich als Lektorin selbständig gemacht und ein Heimbüro eingerichtet hat, benötigt beruflich einen leistungsstarken Anschluss, da sie auf das Versenden und Empfangen großer Datenmengen angewiesen ist. Nun stehen die Eheleute seit Wochen ohne Internetanschluss da. Von vorn: Nach erfolgreicher Prüfung der Verfügbarkeit am Standort entschied sich das Paar - seit langer Zeit Telekom-Kunde - für ein Entertain-Komplettpaket von T-Home mit DSL16plus.
Es kaufte die dafür notwendige Ausrüstung, Speedport-Telefonanlage und ISDN-Telefon, und schloss einen für zwei Jahre bindenden Neuvertrag ab. Am Rosenmontag wurde die Umstellung von ihrem bisherigen DSL-Anschluss auf DSL 16plus vorgenommen, es kam zu Ausfällen, zunächst stundenweise, dann komplett.
Nach Rücksprache mit der Hotline wurde festgestellt, dass die Anlage nicht synchron sei, nach weiteren Anrufen stellte am 22. Februar ein Techniker an der »Umspannstation« am Ortseingang von Watzenborn-Steinberg einen Vermessungsfehler fest: Statt der im Computer mit 1700 Metern eingetragenen Entfernung der Station von dem Anschluss der Leihgesterner beträgt diese in Wirklichkeit 2300 Meter - eine Entfernung, die für DSL 16plus zu groß ist. Sofort stornierten die enttäuschten Telekomkunden den Auftrag und beantragten die Rückstellung auf den ursprünglichen Zustand, worauf sie bis heute warten.
Der Service ist komplett abgemeldet; zahlreiche Anrufe bei der Hotline und mehrfachen Bemühens eines Mitarbeiters im T-Punkt Linden blieben erfolglos, auch sei sogar eine Beschwerde vom 2. März aus dem Bearbeitungsprotokoll gelöscht worden.
»Liest die Beschwerden und Eingaben denn keiner?«, fragt sich der verärgerte Leihgesterner. Derzeit behilft sich das Ehepaar mit UMTS-Stick und Simkarte für 2,50 Euro am Tag - eine Neuanschaffung, die nicht annähernd die benötigte Leistung erbringt und nur im Notfall für den Internetzugang brauchbar ist. »Bei größeren Datenmengen müssen wir den Internetanschluss von Freunden und Bekannten nutzen.« Ihm sei zu Ohren gekommen, dass wohl ein weiterer Anwohner der Hauptstraße von einem ähnlichen Problem betroffen sei, berichtete der Leihgesterner gegenüber der »Allgemeinen«.
Noch herrsche das »Prinzip Hoffnung«. »Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Schaden von dem Anbieter kompensiert wird«, so hofft der langjährige Telekomkunde. Allerdings ziehe er auch den Wechsel zu einem anderen Anbieter in Erwägung. Die »Allgemeine« bat bei der Pressestelle der Telekom um eine Stellungnahme, die bisher noch nicht eingegangen ist.