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Abschied für Japaner in Linden

Artikel vom 29.08.2010 - 17.36 Uhr

Abschied für Japaner in Linden

Linden (gbp). »Sayonara - vielleicht 2012 in Warabi«. Mit diesen Worten verabschiedete Günter Weiß, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) Linden-Warabi, die Gäste aus der Lindener Partnerstadt Warabi, die seit knapp zwei Wochen bei Lindener Gastfamilien untergebracht sind und in Deutschland viel gesehen und erlebt haben: nicht nur die nähere Umgebung, sondern auch die Europäische Kulturmetropole Ruhrgebiet, den Rhein, Prag und auch das Erzgebirge.
Ehrenurkunde und -nadel der Stadt Linden für besonderen Einsatz für die Völkerverständigung Linden: (von links) Stadtverordneten
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Ehrenurkunde und -nadel der Stadt Linden für besonderen Einsatz für die Völkerverständigung Linden: (von links) Stadtverordnetenvorsteher Jörg König, Kazuko Shimonohara, Kozue Ueno und Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz . (Foto: gbp)
Mit einer Sayonaraparty am vergangenen Samstag in der Gaststätte »Zum Kronenwirt« feierten Gäste, Gastfamilien, DJG und die Stadt Linden Abschied.

Unter den Gästen war auch Chie Onishi, japanische Vizekonsulin am Konsulat in Frankfurt. Das Jugendmusikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden machte seine musikalische Aufwartung. Neben gemeinsamen Essen, Ansprachen, Dankesworten, dem Austausch von Gastgeschenke gab es auch ein kleines Bühnenprogramm, mit dem sich die japanischen Gäste verabschiedeten: Die Studentin Minako Akao, die zur Shinto-Priesterin ausgebildet wird, führte einen Shinto-Tanz mit Fächer vor.

Mit vierhändigen Klavierstücken waren Keiko Tsuyumu und Yumi Hasegawa zu hören. Auch hatten die Gäste einen großen Chor zusammengestellt, die unter Leitung von Yumi Hasegawa japanische Lieder sangen und zum Abschluss »Sah ein Knab' ein Röslein stehn« in Japanisch und Deutsch anstimmten.

Auch standen Ehrungen auf dem Programm. Mit der Ehrenurkunde und -nadel der Stadt Linden ehrte Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Jörg König für ihren besonderen Einsatz für die Völkerverständigung, für das Zusammenwachsen der beiden Länder und für ihre besondere Arbeit in der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Kozue Ueno und Kazuko Shimonohara. Beide sind bereits zum fünften Mal in Linden und haben wiederholt Lindener Gäste in Warabi bei sich aufgenommen. Delegationsleiterin Kozue Ueno, Vizepräsidentin der JDG Warabi-Linden, gilt als der »gute Geist der Gesellschaft«. Sie ist die Organisatorin des Programms in Warabi, leitet Ausflugsfahrten und kümmert sich persönlich um das Wohlergehen der Gäste. Ihr besonderes Anliegen ist die Jugend, die sie mehr und mehr in ihre Gesellschaft eingliedern möchte. Kazuko Shimonohara, Mitglied des Vorstandes der JDG Warabi-Linden und der Delegationsleitung, hat in Österreich die deutsche Sprache studiert. Sie ist die Übersetzerin schwieriger Schreiben zwischen den beiden Gesellschaften, übersetzt als Mitglied der Leitungsdelegation bei Besprechungen und steht jederzeit als Mittlerin bei Sprachschwierigkeiten in den Gastfamilien zur Verfügung.

»Ich wünsche, dass diese Partnerschaft zwischen Warabi und Linden noch viele Jahre Bestand hat und so viel herzliche Momente produzieren wird, wie wir das in den letzten 14 Tagen miterleben konnten«, so der Bürgermeister.

Er berichtete den Gästen von dem Europa-Diplom, das die parlamentarische Versammlung des Europarates der Stadt Linden im April für ihre Städtepartnerschaften verliehen hat: »Sie dürfen mit stolz darauf sein, denn Sie sind ein Teil dieser partnerschaftlichen Beziehungen«. Er versprach: »In zwei Jahren bin ich mit dabei, wenn wir Warabi besuchen«.



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