Limeshain – Eine Sammlung aus geschichtlichen Epochen
Limeshain liegt im Südwesten des Wetteraukreises an der Grenze
zum Main-Kinzig-Kreis, am Übergang des Ronneburger Hügellands zur
südlichen Wetterau. Die etwa 5700 Einwohner zählende Gemeinde besteht
aus den drei Ortsteilen Rommelhausen, Hainchen und Himbach.
Bürgermeister ist Adolf Ludwig (SPD).
Im Wald südlich von Rommelhausen befinden sich Hügelgräber aus der Zeit von 2000 bis 1500 v. Chr. Reste eines römischen Grenzwalls kann man dort ebenfalls entdecken. Der Graben, der den Namen Limesgraben trägt, stammt aus der Zeit von 83 bis 260 n. Chr. Aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens hat die Gemeinde einen durch Spenden finanzierten Archäologie- und Waldlehrpfad errichtet. Hierbei wurde der Limespfahlgraben auf einer Länge von etwa 30 Meter originalgetreu nachgebaut.
Ein weiteres Zeugnis ist der Römerbrunnen, auch Barbarossabrunnen genannt. Der König soll, als er auf der Jagd war, daraus getrunken haben. Dieser Brunnen liegt an der Durchgangsstraße, Hofgartenstraße, in Rommelhausen, an der L 3189. Zu den Baudenkmalen der Gemeinde zählen die Kirche zu Hainchen und die dortigen Fachwerkhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche Hainchen ist ein Saalbau mit dreiseitigem Schluss. An der Giebelseite trägt sie einen zweistöckigen Haubendachreiter, in der für diese Gegend seit etwa 1700 typischer Form. In der Ostwand ist eine Säule von 1616 eingemauert und im Westgang der Kirche ein Wappen. Im Ortskern von Himbach gibt es viele denkmalgeschützte Hofreiten und Häuser, die im sanierungsbedürftigen Zustand sind.
Von besonderem historischen Wert sind das ehemalige Rathaus, wo heute das Trauzimmer untergebracht ist, und das Landarbeiterhäuschen mit Ensemble. Um den alten Ortskern zu erhalten und die vielen Fachwerkhäuser zu sanieren, ist der Ortsteil 1992 in das hessische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Diese Maßnahme wurde Ende 2000 nach sehr großem Erfolg abgeschlossen.