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Wer über 60 ist, kann hier ein breites Betätigungsfeld finden

Artikel vom 11.01.2010 - 21.00 Uhr

Wer über 60 ist, kann hier ein breites Betätigungsfeld finden

Lich (mlu). Seit Februar 1997 existiert in Lich ein Seniorenbeirat, der die Interessen der älteren Menschen vertritt. Am 17. Januar beginnen die Wahlen für seine vierte Amtszeit.
Wahlberechtigt sind laut Satzung der Stadt Lich alle Bürgerinnen und Bürger, die ihr 60. Lebensjahr vollendet haben. Der nun vorgelegte Tätigkeitsbericht der ersten Vorsitzenden Helga Lehmann bestätigt, dass die Einrichtung dieses Gremiums zur Integration der älteren Bürger beiträgt und ihnen die Möglichkeit gibt, das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten. Neben gesellschaftlichen Aktivitäten wie der Organisation von Seniorennachmittagen oder Ausflügen hat der Seniorenbeirat Lich bemerkenswerte Projekte auf den Weg gebracht.

2008 wurde auf seine Initiative der »Schlossparkweg« gebaut, der seitdem den Einwohnern des Seniorenheims den Zugang zur Innenstadt erheblich einfacher macht. Ebenfalls 2008 wurde in Kooperation mit der Asklepios-Klinik ein Gesundheitsforum gegründet. Nach thematischen Vorschlägen seitens des Beirates werden zweimal jährlich öffentliche Vorträge von Fachleuten zu Gesundheitsthemen abgehalten. Zu dieser Form der Aufklärung gehörte auch eine Senioren-Führung durch die Asklepios-Klinik.

In Sachen Generationenaustausch wurden die Kompetenzzentren »Alt und erfahren« sowie »Jung hilft Alt« ins Leben gerufen. Im Schuljahr 2008/2009 leiteten zwei Senioren Arbeitsgemeinschaften in Kochen und Handarbeit in der Erich-Kästner-Schule. Daran schloss sich im Schuljahr 2009 eine AG »Werken« in der Selma-Lagerlöf-Schule. Außerdem folgten fünf Senioren dem Aufruf des Beirates, die tägliche Betreuung von Grundschülern zu unterstützen. Die Kinder werden von den beiden Grundschulen abgeholt und bei ihren Schulaufgaben unterstützt. Gleichzeitig wurden in Kooperation mit der Dietrich-Bonhoeffer-Schule von Lehrern und Schülern geleitete Computerkurse für die Senioren angeboten. Ob in Lich - nach Großen-Busecker Vorbild - ein »Seniorenaktivplatz« zur seniorengerechten Körperertüchtigung entstehen wird, ist indessen noch ungewiss.

In der ablaufenden Amtsperiode etablierte sich der Seniorenbeirat auch auf den Ebenen von Kreis und Land. Im April 2006 wurde das Gremium in die »Landesseniorenvertretung Hessen« aufgenommen, seit 2007 arbeiten zwei Vertreter in der »Kommission für Seniorenarbeit« auf Kreisebene mit. Und dass Dorothea Gräfin Razumovsky im vergangenen Dezember von Jürgen Banzer, dem Hessischen Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, die Landesauszeichnung »Soziales Bürgerengagement« verliehen wurde, verdankte sie nicht zuletzt dem Seniorenbeirat in Lich, der sie für diese Auszeichnung vorgeschlagen hatte. Das Gremium zählt zehn Mitglieder und hat eine beratende Funktion. Drei Mitglieder kommen aus der Kernstadt, die Stadtteile entsenden jeweils einen Vertreter. Neue Mitstreiter sind herzlich willkommen. Interessierte Senioren wenden sich an ihren Ortsvorsteher und in der Kernstadt an die Seniorenbeauftragte Karin Fersin-Schüler, der Lehmann am Ende ihres Berichtes dankte. Ein Dankeschön für die gewährte Unterstützung ging zudem an Bürgermeister Klein und den Magistrat.

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Artikel vom 11.01.2010 - 21.00 Uhr
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