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»Turmfreund« Richarz: »Wir sind oben«

Artikel vom 10.11.2009 - 19.04 Uhr

»Turmfreund« Richarz: »Wir sind oben«

Lich (age). »Wir sind oben, die Treppe ist finanziert!« verkündete am Montag Franz-Gerd Richarz von den »Turmfreunden Lich« am Fuße des Stadtturms den Vertretern von fünf Vereinen, die mit ihren Spenden mit dazu beigetragen haben, dass das Geld für den Bau der kompletten Besuchertreppe zusammengekommen ist.
Den Scheck für die letzte Treppenstufe des Licher Stadtturms überreichten am Montag Manfred Knabe (rechts) und Adolf Diehl (2. v
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Den Scheck für die letzte Treppenstufe des Licher Stadtturms überreichten am Montag Manfred Knabe (rechts) und Adolf Diehl (2. von rechts) an Franz-Gerd Richarz von den »Turmfreunden«. Mit dabei Vertreter von vier weiteren Vereinen, die mit dazu beigetragen haben, dass das Geld für den Bau der kompletten Besuchertreppe zusammengekommen ist. Dies nahm Schneidermeister Hilmar Neumann (vorne 2. von links) zum Anlass, dem Licher Türmer, der zum Übergabetermin verhindert war, einen neuen Mantel zu schneidern und zu spendieren. (Foto: Geck)
An dem sonst eher trüben Novembertag sorgte diese Feststellung natürlich für eine Aufhellung der besonderen Art.

Der evangelische Posaunenchor Lich, der Gesangverein »Cäcilia« 1838 Lich, der Frauenchor 1916 Lich, der Verein für Garten- und Landschaftspflege und der Vogelsberger Höhenclub (VHC) Zweigverein Lich sorgten dafür, dass in knapp sechs Monaten die Finanzierung des Projekts gesichert ist. Dies nahm Schneidermeister Hilmar Neumann zum Anlass, dem Licher Türmer, der zum Übergabetermin verhindert war, einen neuen Mantel zu schneidern und zu spendieren. Der werde ihn zweifelsohne in den nächsten Jahren häufig brauchen, wenn er die hoffentlich vielen Besucher sicher durch sein »Reich« führen kann, wurde gemutmaßt.

130 Stufen haben mit der Aktion ihre »Paten« gefunden. Insgesamt hätten sich rund 1000 Menschen in Vereinen, Gruppen und als Privatpersonen finanziell engagiert, sagte Richarz und gab zugleich einen Ausblick auf die weiteren Aktivitäten: Nachdem die Finanzierung gesichert sei, gehe es nun an die Umsetzung. Innerhalb der nächsten zwei bis sechs Wochen hätten sie sich viel vorgenommen. Zunächst werde der Planungsvorschlag für den Treppenbau und die Besucherführung vom Architekten Christoph Leidner antragsreif gemacht. Parallel dazu entwickele man gemeinsam mit Fachhistorikern ein Nutzungsmodell mit einem kulturpädagogischen Konzept, das den Turm zum »begehbaren Geschichtsbuch« mache. Und darüber hinaus erarbeiteten die »Turmfreunde« einen Vorschlag für ein Betreibermodell, das auch die weiteren Finanzierungsschritte sichern helfe.

Das Ganze geschehe in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und soll zunächst dem Bürgermeister, dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt werden. Noch vor Weihnachten möchte man es dann der Öffentlichkeit präsentieren.

(Ehrgeiziges) Ziel sei es, zum historischen Markt im nächsten Jahr mit dem Bau der Treppe fertig zu sein. Auch für die Licher Kulturtage ist der Turm schon eingeplant - etwa als Endpunkt einer Stadtbegehung der besonderen Art und als Ort eines Maskenspiels.

Der Turm jedenfalls sei ein wunderbares Geschichtszentrum, war man sich einig. Viele Menschen identifizierten sich mit ihm. Der Stadt galt Dank dafür, dass sie die »Turmfreunde« habe »machen lassen«.

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Artikel vom 10.11.2009 - 19.04 Uhr
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