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»Traumstern« Lich: Aus Kino wurde Kochstudio

Artikel vom 09.04.2011 - 09.54 Uhr

»Traumstern« Lich: Aus Kino wurde Kochstudio

Sie schwingt den Kochlöffel und den elektrischen »Zauberstab«, wedelt mit dem Staudensellerie, rockt um den brodelnden Suppentopf, kichert, zaubert, schnippelt und singt Loblieder auf allerlei Grünzeug. Das Beste: Man lernt was dabei und alle dürfen probieren. Mit ihrer »Zauber-Kräuter-Kochshow« bereitete Astrid Gloria dem »Traumstern«-Publikum am Donnerstag ein köstliches Vergnügen.

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Astrid Gloria Irmer, Ex-»Hertha Schwätzig«, im »Traumstern«. (Foto: gbp)
Im großen Topf in ihrer mobilen Hexenküche köchelten Lauch, Brokkoli (»Kohl für Einsteiger«), Zucchini, Staudensellerie und Fenchel, bis sie »leuchteten« und sich der Duft der »Grünen Seeräubersuppe« ausbreitete unter dem Sternenhimmel des Licher Kinos. An dem hatte Astrid Gloria Irmer vor vielen Jahren sogar mitgemalt.

Denn: 1966 in Göttingen geboren, ist die heutige Kölnerin in Oppenrod aufgewachsen. Auch ihre Mutter saß im Publikum, ebenso einige Oppenröder. Und Edgar A. Langer vom »Traumstern« kennt sie noch aus alten Zeiten vom Sommercamp in Gorleben. Kein Wunder, dass »künstLich« gern die fulminante Küchenshow präsentierte.

Im »Traumstern«- hatte sie ihre ersten Aufritte. Nachdem sie in Buseck und auf der »Lio« zur Schule gegangen war und in Gießen, Hamburg und England Geschichte und Journalismus studiert hatte, startete sie 1993 als »Hertha Schwätzig« ihre Künstlerlaufbahn.

Seit drei Jahren leistet sie unterhaltsam Überzeugungsarbeit, wie man gesund, lustig und glücklich kochen und essen kann. Die »Zauber-Kräuter-Kochshow« ist die jüngste ihrer bisher fünf kabarettistischen Kochkurse. Sinnlich, vergnüglich, gesund und lecker ist ihr magisch-kulinarisches Küchen-Kabarett. Weit weg jeglichen Diätwahns (»Da kann noch so oft «Du darfst» draufstehen - ich will aber nicht«), zeigt die Show, dass man sich gesund ernähren kann, ohne abzunehmen. Eine Premiere war die Kamera auf der Bühne, die in den Topf gucken ließ; eine super Idee, realisiert vom Offenen Kanal.

Ob in die »Grüne Seeräubersuppe« oder das »Prinzessinnen-Püree aus der Erbse« - hinein kam alles, was grün ist, denn »grüne Nahrungsmittel geben Schwung«. Aber man muss sie essen und nicht auf die Haut schmieren, schließlich sage man ja auch nicht: »Boah, hab ich Durst - ich geh mal duschen«. Gewürzt wurde mit einer großen Prise Temperament, Witz, Musik und nicht zuletzt mit Jahrtausende altem Wissen um die Heilkräfte aus der Natur Und mit und Zaubereien und Geplauder nicht ohne philosophischen Tiefgang: Astrid Gloria zauberte mit Zeitschleifen, fragte sich, ob Gott Unterwäsche trägt, und besang Grünzeug, das schon den Arbeitern auf antiken Großbaustellen Kraft gab, bei den alten Griechen als Götter verehrt wurde oder so manchem Mann aufs Pferd geholfen hat.

Mit der Suppenkelle verteilte sie Suppe und Pürree ans Publikum, das begeistert in den Ohrwurm »Kräutlein klein, Kräutlein fein« einstimmte und sich freute, als Astrid Gloria sagte: »Wir könne nicht mehr Tage in unser Leben zaubern, aber mehr Leben in unsere Tage - bissi kitschig, aber schön!« (gbp)

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Artikel vom 09.04.2011 - 09.54 Uhr
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