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Sehnsuchtsvoll-Heiteres beim Benefizkonzert im Licher Schloss

Artikel vom 31.08.2010 - 02.00 Uhr

Sehnsuchtsvoll-Heiteres beim Benefizkonzert im Licher Schloss

Lich (dw). »Heiter - beschwingt - flott - feurig« hallte es am Sonntagabend durchs Licher Schloss. Rund 160 Gäste hatten sich dort auf Einladung der Johanniter Hilfsgemeinschaft Marburg-Gießen-Wetzlar zu einem Benefizkonzert mit dem multikulturellen Ensemble um Georgi Kalaidjiev eingefunden.
Das Ensemble um Georgi Kalaidjiev beeindruckte am Sonntag im Licher Schloss mit einer breiten Palette von Liedern und Instrument
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Das Ensemble um Georgi Kalaidjiev beeindruckte am Sonntag im Licher Schloss mit einer breiten Palette von Liedern und Instrumentalstücken. (Foto: dw)
Umrahmt von wandumspannenden Gobelins und kunstfertigen Stuckdekorationen freute sich die Organisatorin Ruth von Förster-Kamlah über den voll besetzten Saal, den das Fürstenpaar Marie und Philipp von Solms, Hohensolms und Lich exklusiv für diesen Anlass geöffnet hatten.



Förster leitet die erst 2009 gegründete Johanniter-Hilfsgemeinschaft Marburg-Gießen-Wetzlar, die sich für gemeinnützige, mildtätige und diakonische Hilfeleistungen engagiert. »Aus Liebe zum Leben« ist das Motto der Johanniter, das mit dem Konzert spürbar wurde und einen stimmungsvollen Rahmen bot, um Unterstützung für zwei soziale Projekte einzuwerben.

So kann sich die Jungendwerkstatt Gießen freuen, dass sie nun endlich ihre Werkstatt mit einem neuen Fußboden ausstatten kann. Die Arbeit werden die dortigen Meister und ihre Lehrlinge selbst übernehmen. Die benachteiligten Jugendlichen bekommen hier die Chance, eine Ausbildung zu absolvieren und Verantwortung zu übernehmen. Auch das Johanniter-Stift Buseck am Burghofpark freute sich über die so ermöglichte finanzielle Unterstützung. Die Einrichtung, die Betreuung und Pflege für alte Menschen anbietet, kann so einen mobilen Sinneswagen anschaffen. Dieser bietet viele Möglichkeiten vor allem bettlägrige Patienten zu fördern.

Die aus ganz Mittelhessen angereiste Gästeschar - neben dem Fürstenpaar lauschten die Gießener Landrätin Anita Schneider und der Grünberger Dekan Norbert Heide - kam zum Dank für ihre Unterstützung in den Genuss eines stimmungsgeladenen, bis zur letzten Minute unterhaltsamen Konzerts. Das multikulturelle Orchester zog Groß und Klein von Beginn an in seinen Bann. Die acht Musiker bezauberten mit einer breiten Palette von Liedern und Instrumentalstücken aus Deutschland, Osteuropa und dem nahen Osten. Mal sehnsuchtsvoll, mal heiter aber auch melancholisch und leise erfüllte das Ensemble den festlichen Raum mit abwechslungsreichen Melodien.

Aus Bulgarien, Kroatien und Bosnien stammten die Lieder, die Andrea Sajnovic voll Gefühl anstimmte. Mit großer Virtuosität gab Dora Böttner mit dem Akkordeon den Stücken ihren charakteristischen, volkstümlich-heiteren Klang und ließ am Vibraphon ein Präludium von Bach ebenso eindrucksvoll erklingen, wie ein Stück aus dem Iran. Zarte Saitenklänge entlockte Ghodrat Giahi bisweilen in atemberaubender Geschwindigkeit seinem Santur aus dem Iran.

Eine Gitarre (Christian Gruber), eine Flöte (Susanne Thum) und Percussions (Burkhard Wissemann) rundeten die eingängigen Rhythmen und Melodien ab. Über allem hatte Georgi Kalaidjiev sein Auge und brachte mit sichtlicher Freude an den multikulturellen Klängen seine Geige zu Gehör. Ein mitreisendes Musikerlebnis mit rundum positivem Ausklang.

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Artikel vom 31.08.2010 - 02.00 Uhr
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