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Nach Metzgern und Töpfern nun Landwirtschaft im Fokus

Artikel vom 27.08.2009 - 18.23 Uhr

Nach Metzgern und Töpfern nun Landwirtschaft im Fokus

Lich (us). Die Bäcker waren schon an der Reihe, die Metzger und die Töpfer. In diesem Jahr hat sich der Heimatkundliche Arbeitskreis Lich die Bauern vorgeknöpft. Rund um die Landwirtschaft dreht sich das Museumsfest, das am kommenden Sonntag, dem 30. August, im und am Textorhaus gefeiert wird.
Uwe Mogk, Hermann Pein, Heinrich Pastau und Annelore Ludwig vor landwirtschaftlichem Gerät im Hof des Licher Heimatmuseums. Sie
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Uwe Mogk, Hermann Pein, Heinrich Pastau und Annelore Ludwig vor landwirtschaftlichem Gerät im Hof des Licher Heimatmuseums. Sie haben das Museumsfest zum Thema Landwirtschaft vorbereitet. (Foto: us)
Bei den Recherchen für ihre Ausstellung mussten die Arbeitskreis-Mitglieder nicht bei Null anfangen. Vor vier Jahren hatten Heinrich Pastau und Karoline Heinze das Buch »Licher Landwirte von 1945 bis 2000« veröffentlicht, in dem sie, quasi als Zeitzeugen, die grundlegenden Veränderungen der Landwirtschaft seit Kriegsende geschildert hatten.

Auf diesem Fundus konnten Uwe Mogk und Hermann Pein nun aufbauen. Mogk hat den ganzen Sommer über die ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen in Lich abgeklappert, die Häuser, sofern sie noch stehen, fotografiert, nach alten Fotos gestöbert, mit den Leuten gesprochen. Auch seine eigene Familie, die in der Unterstadt ansässig war, hat in die Ausstellung Eingang gefunden Gemeinsam mit Pein hat Mogk das Material, nach Straßenzügen geordnet, auf Vorder- und Rückseite der sechs großen Ausstellungstafeln arrangiert. Ergänzt wird die Schau durch Dokumente wie etwa die »Rindviehordnung«, durch Informationen über die einst existierenden Wirtschaftshöfe von Klöstern oder die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Wie Pein berichtet, habe es in Lich nur einen einzigen landwirtschaftlichen Großbetrieb (über 20 Hektar) gegeben, und zwar den Hof des Fürsten.

Mit welchen Gerätschaften die Bauern früher arbeiteten, kann man im Hof des Textorhauses begutachten, den Uwe Mogk gründlich aufgeräumt hat. »Wir wollen Heimatgeschichte ortsbezogen vermitteln«, erläutert HAK-Vorsitzende Catrin Fölger das Konzept des Museusmfestes. Viele alte Landwirte seien eingeladen, man hoffe auf einen regen Austausch.

Das Programm beginnt um 14 Uhr mit einleitenden Worten von Fölger und Pastau. Hermann Pein wird, durchaus persönlich gefärbt, auf die Landwirtschaft im Nebenerwerb eingehen. Annelore Ludwig schlägt dann in einem Vortrag den großen Bogen bis in die Jungsteinzeit, als die Menschen sesshaft wurden und begannen, Tiere und Pflanzen zu domestizieren. Von diesen Anfängen ausgehend wird sie die Geschichte der Landwirtschaft im allgemeinen beleuchten. Vor dem Heimatmuseum soll, als unübersehbarer Hinweis aufs Thema, ein Traktor aufgebaut werden. Karl-Ludwig Wolf will mit seiner Pferdekutsche kommen. Mit ihm können Kinder eine Runde durch die Altstadt drehen. Und natürlich gibt es beim Museumsfest Kaffee und Kuchen.

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Artikel vom 27.08.2009 - 18.23 Uhr
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